Aus meinem Skizzenbuch 7

 

Der Übung, aber auch des Spaßes wegen, will ich mich so oft wie möglich an kleinen schnellen Skizzen versuchen. Wenn es draußen zu nass und zu kühl ist, muss eben ein anderes Motiv her. Hier: mein tägliches Morgenritual.

 

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Morgenritual, Bleistiftskizze, Skizzenbuch A5, 21.03.2017

 

 

 

Entdeckung – Kastanienblüte

 

Noch niemals in meinem Leben habe ich Kastanien bei der Blütenbildung beobachtet. Warum eigentlich nicht? Bin ich blind durch mein bisheriges Leben gelaufen? Keine Zeit und keine Gedanken für einen achtsamen Blick auf die pflanzliche Umwelt? Ja, so sieht es aus.

Natürlich weiß ich bereits, dass diese Bäume zur Blütezeit (je nach Baumart ArtMai/Juni/Juli) wunderschön aussehen mit ihren weißen, rosa oder roten prächtigen Blüten. Die weißen Blüten der mächtigen Rosskastanie mag ich am liebsten.

Doch ist schon allein der Moment der „Entpuppung“ der Knospe ein unwahrscheinlich faszinierender Prozess. Am Falkplatz stehen einige Zierkastanien, von denen ein Baum ein besonders früher Vogel zu sein scheint und meiner Kamera  seine Prunkknospen  vorwitzig geradezu aufgedrängt hat.

Alle Stadien (bis auf Nr. 1) habe ich an dieser Kastanie entdecken können. Diesen Baum werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

 

Jetzt …

 

… zeigt sie sich in voller Pracht, die Krokuswiese im Berliner Humboldthain. Noch blühen einzelne letzte Schneeglöckchen, die Winterlinge sind bereits verblüht. Aber die sonst so unscheinbare Wiese ist übersät mit bunten Krokussen und lässt die Vorbeigehenden vor Entzücken Ahs und Ohs ausrufen.

Ich konnte nicht anders und habe mich für eine schnelle Skizze hingehockt. Dass das Wetter kühl war und immer wieder leichter Niesel fiel, hat sich als ganz produktiv erwiesen: keine Detailverliebtheit, statt dessen ein paar kräftige Bleistiftstriche, die ich zu Hause nur noch mit einem sehr weichen Bleistift nachgezogen habe. Und – ich habe dabei gelernt: Krokusse haben sechs Blütenblätter 😉

 

Mich selbst kopiert und flott-forsch meditiert

 

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Ich hatte mal wieder Lust auf ein Mandala. Schließlich können sie beim Entspannen helfen und die innere Mitte stärken  –  vor allem aber hatte ich Lust auf knallige Buntstifte.

Ich kopierte also eine meiner Mandala-Vorlagen (hier), die ich im Herbst erstellt hatte. Ich habe schon oft im Blog erwähnt, dass ich mich ungern genau an Vorgaben und Vorlagen halte. Anleitungen dienen mir im besten Fall als Anregung, deren blinde Befolgung mir jedoch schmerzhaften Verdruss verbreiten würde.

Lustigerweise geht mir das auch bei meinen eigenen Vorgaben so, so dass ich das Mandala beim Abpausen natürlich noch etwas variieren musste. Es zeigte sich auch: Geduld ist nicht meine größte Stärke. Wer die Buntstiftstriche genau ins Auge fasst, kann sehen, dass ich weniger im meditativen Flow, als forsch und geschwind am Werke war. Demnächst gibt es dann also wieder Freihandkritzeleien, die mich mehr interessieren.

 

Einen schönen kalendarischen Frühlingsanfang für Euch.

 

Rhabarber und Hyazinthe 7

 

Schon wieder ist eine Woche vergangen und es ist Zeit, nach dem Rhabarberkübel auf unserer Straße zu sehen.

 

 

Das kühle Regenwetter hat den Pflanzen ganz offenkundig nicht geschadet – der Rhabarber hat sich zu einem beachtlichen Klopper entwickelt, aber auch die Hyazinthe wächst beharrlich weiter.

 

Wo auch immer ich mich in meiner Straße und im nahen Park umsehe – die Natur erwacht.  Manche Forsythiensträucher blühen bereits, die innerstädtischen Zierkirschen leuchten in ihrem rosa Frühlingskleid, der Kastanienbaum protzt mit seinen imposanten Knospen. Manche Sträucher zieren sich mit zarthellgrünen Pünktchen. Ein paar Tage musste ich das Bett hüten, wagte mich heute auf einen ersten kurzen Ganz nach draußen und der Mund stand mir offen ob der Veränderung der Natur.

 

Weitere Beiträge:

Rhabarber und Hyazinthe 1

Rhabarber und Hyazinthe 2

Rhabarber und Hyazinthe 3

Rhabarber und Hyazinthe 4

Rhabarber und Hyazinthe 5

Rhabarber und Hyazinthe 6