brennender ehrgeiz

mit dem malen und zeichnen habe ich vor drei jahren angefangen, als ich vor schwäche und schmerzen nichts anderes tun konnte, als strich neben strich zu krakeln.

 

früher, in der schule, fand ich den kunstunterricht schrecklich. wahrscheinlich lag es am lehrprogramm, an den lehrerinnen und lehrern. viel besser wird es heutzutage an den schulen oft nicht sein.

 

heute aber, in den zeiten der dunkelheit und isolation, hilft mir das malen. manchmal möchte ich tagelang gar nichts anderes tun, empfinde meine sowieso schon nutzlosen tage als vergeudet, wenn ich nicht wenigstens eine kleinigkeit gekritzelt habe.

 

ich habe geübt und geübt, um immer besser zu werden,

um meine gefühle und gedanken in bilder fassen zu können;

um meine seele abzubilden;

die depression zu versinnbildlichen,

und die angst. mal als wolke, mal als schwarze hand. das bild des schwarzen hundes aus dem roman von kohlmeier gefällt mir auch sehr gut.

 

noch fällt es mir schwer, die bilder, die ich im kopf habe, auf papier oder leinwand zu bringen.

 

noch schlimmer aber: ehrgeiz, leistungswahn und perfektionismus haben meinen schönen zeitvertreib eingeholt. ich vergleiche mich mit anderen, natürlich nur mit jenen, die viel besser sind als ich; hadere mit mir, dass ich niemals perfekt sein werde; zweifele – ja, verzweifele – an mir und denke, ich solle die finger von der malerei lassen – weil ich ja doch nie die perfekte meisterin der kunst sein kann, die ich sein will.

 

natürlich weiß ich – theoretisch – schon sehr lange, dass es nicht darauf ankommt, immer die beste zu sein, alles besonders gut und hervorragend zu machen; dass es manchmal wichtiger ist, einfach nur zu machen, mit herz und seele dabei zu sein.

 

aber bis diese erkenntnis auch im inneren, tief in der seele, angekommen ist, wird es noch ein weiter weg sein.

 

schwarzes zimmer

kinderzimmer

kinderzimmer

 

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2 Kommentare zu „brennender ehrgeiz

  1. Ja, mit der Theorie und Praxis , das ist eine Geschichte für sich. Gerade jetzt merke ich das mal wieder und nicht zu knapp. Ich wünsche dir auf dem Weg zu deinem Ziel, wo immer es auch liegen mag, Kraft und Stärke. Ich werde immer mal wieder hereinschauen und sehen, wie es dir geht, wenn du erlaubst. Alles Gute Christoph

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