angst und isolation

 

es gibt nun schon einige blogs zum thema depression. nun habe also auch ich noch einen angefangen! wozu?

lange habe ich überlegt, ob ich diesen schritt wirklich wagen soll. was habe ich schon anderen zu sagen?!

war es mir doch in der schule schon unangenehm, mich zu wort zu melden. von vielen situationen im erwachsenenleben ganz zu schweigen.

IM WIRKLICHEN, IM ECHTEN LEBEN BIN ICH AM LIEBSTEN UNSICHTBAR! VERSTECKE MICH ZU HAUSE, IN MEINER HÖHLE, REDE NUR MIT WENIGEN MENSCHEN UND AUCH DAS STRENGT MICH AN.

nun also sogar ein eigener blog, wenngleich unter pseudonym verfasst.

öffentlich!!!

für alle sichtbar!!!

 

ich äußere mich hier,

vertrete eine meinung, mit der andere vielleicht nicht einverstanden sein könnten,

setze mich der gefahr aus, dass leserinnen und leser diesen blog dämlich finden könnten,

lästern und lachen könnten,

dass mein stil nicht gefällt,

der inhalt als dumm oder nicht relevant empfunden wird.

 

ich übe mich im NICHT PERFEKT SEIN. denn ich werde, wenn ich regelmäßig schreiben will, nicht jeden satz acht mal korrekturlesen, überarbeiten und dann doch umschreiben und zuletzt streichen können.

 

übe mich im LOSLASSEN – durch den Klick auf den VERÖFFENTLICHEN Button.

 

insofern ist dieser blog auch als selbsttherapeutisches schreiben gedacht.

wenn er auch andere menschen erreicht und berührt, ihre gedanken anstößt, sie nachdenklich macht, werde ich mich freuen.

ICH SETZE MICH EURER KRITIK AUS,

ertrage es doch im wirklichen leben kaum etwas zu tun, was anderen missfallen könnte; lerne gerade erst zu widersprechen; meine bedürfnisse ernst zu nehmen; sie auch einzufordern; zu sagen, was ich denke; zu sagen, was ich will.

bitte keine falsche rücksichtnahme, sagt mir ruhig, wenn ihr etwas doof findet, denn, so sagt das sprichwort: „aus fehlern lernt man“. wer nicht weiss, welche fehler er macht, kann auch nicht aus ihnen schlauer werden.

in dem sinne auf ein nachdenklich kluges wochenende

und – aus ganz persönlichem anlass!!!!!!! ein hoch auf alle jene, die sich selbst nicht als den nabel der welt sehen, sich selbst für fehlbar halten und einsichtig und offenen ohres auch für andere sind!

agnes p.

 

 

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9 Kommentare zu „angst und isolation

  1. Ich finde es sehr schön, was und wie du schreibst liebe Agnes, wichtig ist doch nur, dass man authentisch ist, sich selbst treu bleibt und ich denke das Schreiben wird dir helfen, zum einen reflektierst du dich selbst, kannst dir Dinge von der Seele schreiben, zum anderen wirst du Gleichgesinnte finden und auch virtuelle Unterhaltung ist Unterhaltung.
    Ich lebe selbstgewählt zurück gezogen, weil ich im wahren Leben mit Menschen eben nichts anfangen kann (ich bin Autist), aber die Kontakte im Blog finde ich trotzdem ganz gut.
    Ich wünsche dir viel Glück 🍀

    Gefällt 1 Person

  2. Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe auch angefangen zu schreiben, um über meine Krankheit zu schreiben. Und nach ein paar tagen schon ist es wie auf dem Titelbild ersichtlich ist eine Art Tagebuch geworden. Ich berichte über mich, meine Beweggründe, Erlebnisse. Und merke, das es mir gut tut. Zu schreiben und die Reaktionen darauf. Das überhaupt jemand sich für meine Geschichte ineressiert ist schon etwas Großes für mich. Also nur keine Furcht vor zurückweisung oder gar Lächerlichkeit. Schreibe und sieh was passiert. du wirst erstaunt sein. Christoph

    Gefällt 1 Person

über einen - auch kritischen - kommentar werde ich mich sehr freuen

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