in der blogwelt versunken

zunächst: an alle, die ihr gelesen und mir geschrieben habt, vielen dank!

anteilnahme, so fade und abgedroschen es auch klingen mag, ist balsam und hilft tatsächlich.

und es hilft immens, die blöde dunkelheit und angst ins netz zu schreien! davor hat die angst offenbar große angst, sie schämt sich und fühlt sich der lächerlichkeit preisgegeben.

an alle, die sich sorgen machen sollte, ich bin in medikamentöser behandlung und in psychotherapie. auch wenn das thema suizid eines ist, über das ich mir gedanken mache – ich habe nicht vor, mir das leben zu nehmen. ich habe zwei kinder für die allein sich das aufstehen immer wieder lohnt, für die zu kämpfen und immer wieder aufzustehen ich als meine pflicht empfinde (und ich bin zu pflichtbewusstsein und verantwortungsgefühl erzogen) — so schwer es auch sein mag, so erschöpfend es ist.

 

apropos erschöpfend:

wie viel zeit verbringt ihr denn mit euren eigenen blogs, dem kommentieren und auch noch dem lesen der vielen anderen interessanten gedanken, die hier von so vielen von euch geschrieben sind.

GiTo (https://wordpress.com/read/feeds/43166648/posts/1117907096) hat recht: man schafft es gar nicht, sich alle blogs genauer anzuschauen.

und gerade ich, die ich ziemlich anfällig bin für EinSchlechtesGewissenHaben fühle mich mies, weil ich nicht alle interessanten texte ausreichend genau lesen kann, manches nur flüchtig überfliegen oder gar nicht kommentieren kann.

falls ich jemandes kommentar zu meinem blog übersehen und nicht angemessen beantwortet habe, bitte ich um entschuldigung. auch falls mir das in zukunft passieren sollte!

 

wie verbindet ihr eure zeit in der realen und der digitalen welt? wie schafft ihr den absprung aus dem netz zurück ins wahre leben. schafft ihr ihn überhaupt?

mir fällt das schwer. droht da eine sucht? ich habe mich bisher von sozialen netzwerken ferngehalten und bin da noch recht unbedarft und naiv.

 

wie haltet ihr das eigentlich mit dem impressum, dem distanzieren von fremden inhalten usw.?

als angstmensch habe ich horrorvisionen von dicken briefen von gierigen anwälten, die mich wegen irgendwelcher fehler teuer abmahnen.

 

über eure tipps und ratschläge dazu werde ich euch sehr sehr dankbar sein.

 

es grüßt euch herzlich

agnes p.

 

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14 Kommentare zu „in der blogwelt versunken

  1. Allen Blogs kann man nicht gerecht werden geschweige immer einen guten Kommentar zu hinterlassen. Dann hätte man ja keine Zeit mehr für andere Sachen. Man kann auch nicht so lang am PC sitzen. Es ist ja auch anstrengend
    Ich muss jetzt gleich zum Beispiel mit meinem Hund gehen, wir waren heute morgen beim Tierarzt, er hat einen bereiteten Zahn vermutlich, bekommt jetzt erstmal Antibiotika. Wenns nicht besser wird muss der Zahn raus und das geht nur in Narkose. Er ist schon alt und es könnte sein dass er die Narkose nicht mehr schafft. Meint der Arzt.

    Ich wollte eigentlich nur viele Grüße schicken.

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  2. Manchen meiner Mitblogger fühle ich mich sehr verbunden, obwohl ich sie nicht persönlich kenne.
    Dennoch habe ich leider nicht die Zeit, jeden Tag alles zu lesen …
    Und kommentieren mag ich auch nur, wenn ich tatsächlich etwas zu sagen habe.
    Ich versuche, die Zeit am Rechner kurz zu halten und mich möglichst viel in der richtigen Welt zu bewegen. Mit anderen Menschen habe ich da allerdings auch kaum zu tun.
    In meinem Impressum stehen mein richtiger Name und meine Adresse.
    Ich hätt’s komisch gefunden, Menschen dazu zu ermutigen, zu ihrer psychischen Erkrankung zu stehen und selber anonym zu bleiben.
    Mir kann allerdings auch nicht mehr viel passieren: Ein Geheimnis mache ich aus meiner Erkrankung schon seit Jahren nicht mehr und um einen Job werde ich mich in diesem Leben auch nicht mehr bewerben müssen.
    Über Anwaltsschreiben mach ich mir Gedanken, wenn ich das erste in der Post habe. 🙂

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  3. Ich liiiiiiebe meinen Blog, logisch, für mich ist es -fast- die einzige Art mit Menschen zu kommunizieren, Gedanken zu teilen. Trotzdem versuche ich eine gesunde Balance zwischen Internet und dem wirklichen Leben zu halten.
    Ich schaue morgens oder in der Mittagspause am Tablet kurz in meinen Reader, lese und beantworte MEINE Kommentare, verbringe sonst aber viel Zeit draussen mit meinen Hunden.
    Befreundete Stamm-Blogs lese und kommentiere ich dann am Abend, wie man sieht, oft recht spät. Manche sehr lange Beiträge verschiebe ich auch mal um einige Tage, weil ich gerade nicht so viel Zeit habe. Ich mag keine bla bla Kommentare abgeben, ohne nachzudenken, von daher mache ich das lieber, wenn ich Zeit habe. Ich versuche allen Blogs gerecht zu werden, zumindest denen, die mir wichtig sind und die auch oft bei mir sind und meine Beiträge mögen.
    Es gibt leider auch diese in Sekunden 10 Beiträge liker…. geschenkt, in solche Blogs schaue ich einmal rein und das war es.
    Gedanken über Fremdinhalte mache ich mir nicht so, weil ich darauf selten zurückgreife.

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    1. Danke für Deinen Kommentar. Das scheint mir eine ziemlich gute Art zu sein, damit umzugehen. Einen schönen Tag heute mit Deinen Hunden!

      … Ich nehme an, Du hast einen Platz, wo Du allein unterwegs sein kannst. Für mich ist ein wichtiger Grund, gerade keinen Hund zu haben, dass man ständig angesprochen wird, draußen andere Hundehalter sind und man ständig reden, lächeln muss. Oder dass die Leute einen angrinsen.

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      1. Ja schon, ich bin oft allein unterwegs, streife durch die Wälder, gehe Menschen in der Regel eher aus dem Weg. Ich werde aber generell auch nicht so oft angesprochen, glaube mein Blick sagt das schon.
        Wünsche dir auch einen schönen Tag Agnes.

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  4. Tu nur dass, was du meinst tun zu müssen und richte dich nicht nach anderen. Du bist nicht auf der Welt um „Freude“ zu verbreiten, sondern hast auch ein Recht dein Leid in die Welt hinauszuschreien. Wem´s zu laut ist, soll sich die Ohren zuhalten..
    LG

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    1. manchmal wünsche ich mir, dumm, naiv, horizontbeengt und dafür voller zuversicht zu sein. falls ich dann weniger sympathisch wäre, wüsste ich dann ja nicht…

      nein, das ist geflunkert, aber so ein mittelweg wäre großartig – nicht immer ständig an allem und vor allem an mir zweifeln, nicht immer über alles ständig nachdenken, abwägen.
      dafür ab und zu auch klar und egoistisch sein. jedenfalls habe ich das mit meiner therapeutin besprochen. das zauberwort heißt „selbstfürsorge“. dafür auch in kauf nehmen, dass andere meine entscheidung nicht gut finden.

      trotzdem oder auch deswegen – danke für deinen kommentar. ich kenne einige menschen, auf die bukowskis ausspruch durchaus zutrifft!

      Gefällt 1 Person

über einen - auch kritischen - kommentar werde ich mich sehr freuen

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