über agnes p.

… und weil ich auch ziemlich neugierig bin und ohnehin nicht wirklich anonym bleibe, will ich noch ein paar dinge über mich ins weltweite netz schicken:

agnes p. geht auf das vierte lebensjahrzehnt zu, ist gebürtige hallenserin, lebt aber seit 1988 in berlin. für gesellschaftliche, politische und historische zusammenhänge hat sie sich seit ihrer zeit als teenager sehr interessiert.

folgerichtig hat sie geschichte studiert, ärgerlicherweise aber nicht die eine formel gefunden, die die welt und die geschehnisse der vergangenheit, gegenwart und zukunft erklären könnte. im gegenteil – im laufe der jahre musste sie erkennen, dass es die wahrheit und die eine objektive, richtige sichtweise auf viele dinge nicht gibt. und noch viel schlimmer: ihre ohnehin kaum ausgeprägten illusionen, dass eine bessere, solidarischere, gerechtere welt geschaffen werden kann – ohne mord, ohne zwang, gewalt und gegengewalt – mit uns menschen, egoistisch wie wir nun einmal alle zu sein scheinen – sind gänzlich zerbrochen. heute muss sie oft bei den nachrichten weghören, die ihr ohnehin katastrophales welt- und menschenbild bestätigen, sie in zukunftsangst und panik versetzen.

seit ihrer jugend kennt sie extreme schüchternheit und ein ausgeprägtes minderwertigkeitsgefühl, depressive verstimmungen und psychosomatische beschwerden, die jedoch niemals so heftig waren, wie die aktuelle erkrankung, die sie seit dem winter 2013/2014 vorerst arbeitsunfähig erkrankt hält. noch hat sie hoffnung, durch eine berufliche reha wieder ins arbeitsleben zurückkehren zu können.

mit dem malen und zeichnen hat sie im frühjahr 2014 zunächst recht unbeholfen als eine art selbsttherapie angefangen und recht bald bemerkt, wie gut es ihr tut. zeichnen ist etwas, was sie oft auch dann kann, wenn es ihr schlecht geht und sie sich auf sonst kaum etwas konzentrieren kann.

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7 Kommentare zu “über agnes p.

  1. „agnes p. geht auf das vierzigste lebensjahrzehnt zu“ – oh, da bist du ja wohl die älteste lebende Frau auf dieser Welt 🙂
    Ich komme aus der Görlitzer Ecke, bin aber seit 1970 in Berlin, erst in Mitte und Friedrichshain, dann Lichterfelde und jetzt Marienfelde.
    Probleme habe ich ähnliche, nur in die andere Richtung. Bei bipolar gibt es ja immer zwei Richtungen.
    Schreiben ist auf jeden Fall gut – ich mache das jetzt seit sieben Jahren – schreibe aber immer nur, wenn es mir recht gut geht.
    Man liest sich!
    Mit Gruß von Clara

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  2. Liebe Agnes, ich möchte hier auch auf deinen vorhergehenden Beitrag (Warum) antworten . Es zeugt meiner Meinung nach schon von Mut, hier zu schreiben. Es kostete mich auch Überwindung, das zu tun. Und auch mir tut es gut, zu schreiben, was mich bewegt, was mir tagsüber so passiert und was es mit mir macht. Es hilft mir, besser mit der Welt und mit mir selbst klar zu kommen. Und ich glaube, auch dir wird es helfen klarer zu sehen. Wenn ich meine Ängste, Gefühle, vor mich ausbreite und genauer ansehe, dann merke ich, daß sie doch nicht so unüberwindbar sind, wie ich sie mir anfangs vorgestellt habe. Ich hoffe und wünsche, das es dir genauso geht. LG Christoph

    Gefällt 2 Personen

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