Neue Hoffnung

Dieses Bild entstand im Frühjahr 2016, als ich mitten in meiner Medikamentenumstellung war.

Inzwischen bin ich sehr froh über das neue Medikament. Es scheint bisher gut anzuschlagen, auch wenn die Krankheit damit lange noch nicht besiegt ist.

 

neue_hoffnung

Neue Hoffnung, Frühjahr 2016, Aquarell und Zeichentusche

 

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6 Kommentare zu “Neue Hoffnung

  1. Pingback: Achtsamkeit #1 – agnes p.

  2. zu deinem thema medikamentenumstellung kann ich einen beitrag leisten, denn ich muß auch psychopharmaka einnehmen.
    wie ich dir, glaube ich, schon mal berichtete erkrankte ich vor 30 jahren an schizophrenie. erst nach drei jahren ging in eine pschiatrische klinik zur behandlung.
    dort wurde mir kurze zeit später dann haldol verordnet, ein medikament mit heftigen nebenwirkungen.
    siehe link: https://de.wikipedia.org/wiki/Haloperidol#Nebenwirkungen

    das medikament wurde nach 2 jahren der einnahme in der klinik abgesetzt, weil die symptome wie halluzination, stimmen hören, abgeklungen waren.
    ich bekam aber ein ersatz medikament mit weniger nebenwirkungen.
    so kam es dann auch im früh frühjahr 1993 zu einem erneuten schub der wahnvorstellungen, das stimmen hören und verfolgungswahn.
    ich bekam die diagnose chronische psychose und das medikament haldol verordnet.
    das habe ich bis zum sommer 2002 auch regelmäßig eingenommen.
    diese dauermedikation hatte jedoch weitreichende nebenwirkungen wie keine emotionalen empfindungen, es ging auf die sinne.
    ausserdem hat es bei mir eine chronische depression ausgelöst, wobei ich erst sehr lange der behandelden psychiater um ein antidepressivum bitten musste.
    was er verodnete hat aber kaum wirkung gezeigt.
    nun begab es sich im sommer 2002, dass ich am nachmittag allein in der wohnung saß.
    weder musik noch tv angestellt.
    ich hatte die wahrnehmung, meine gedanken hören zu können.
    alle alarmsirenen gingen an.
    zuerst die neue psychiaterin im ort angerufen und um einen notfalltermin gebeten, der auch schon 2 tage später war.
    dann die psychologin angerufen, die mich 4 jahre nach den psychiatrieaufenthalten begleitet hatte, um einen termin und neue therapie gebeten.
    die psychiaterin hat bemängelt, dass ich 13 jahre haldol als dauermedikament einnehmen musste und mir sofort ein neues a-typisches antipsychotikum verordnet.
    das haldol sollte ich alngsam ausschleichen und das neue medikament dazu einnehmen. wahrscheinlich hätte es ein paar wochen gedauert bis ich auf haldol verzichten konnte, das war mir zu lang und das leiden zu groß.
    deshalb habe ich gegen den rat der ärztin haoldol sofort ganz abgesetzt und das neue medikament wie verordnet eingenommen.
    eine ganze woche lag ich geplättet im bet vom haldolentzug.
    dann wurde es samstag, mein damaliger schatz meinte, ich solle mal aufstehen und duschen, erwolle mit mir zum italiener als belohung.
    gesagt, getan.
    beim italiener bestellte ich mir ein weizenbier. schon der erste schluck war eine offenbarung für meine geschmacksnerven, es schmeckte so frisch und lecker.
    ebenso kamen mir die bilder im restaurant so farbig vor alsob ich sie das erste mal sehen würde.

    das neue medikament gegen die schizophrenie hat mich gottseidank aus dem haldolschneckenhaus geholt. ein jahr später begann ich mich auch wieder politisch zu engagieren und ging zu einer attac gruppe in hannover.
    daraus wurde ein 10jähriges engagement in der linken mit 5 jahren ratzugehörigkeit des örtlichen stadtrates.

    ich möchte damit sagen, dass eine psychische erkrankung nicht davon abhalten sollte, das leben zu leben und auch zu genießen.

    dir, liebe agnes, wünsche ich einen schönen sonntag, ich lese gern bei dir.

    Gefällt 1 Person

    • ich danke Dir ganz herzlich für Deinen Bericht! Mit Schizophrenie hatte ich mich schon ein wenig beschäftigt, weil eine Verwandte von mir angeblich diese Diagnose hat und ich anfangs, als ich begann, mich so komisch zu fühlen, auch zunächst die Befürchtung hatte, mich hätte es auch getroffen. Zum Glück ist es bei mir „nur“ eine Depression, was auch nicht gerade lustig ist. Meine Medikamente beeinträchtigen aber nicht so schlimm die Persönlichkeit wie die Medikamente gegen Schizophrenie und andere Psychosen. Da bin ich wirklich froh, dass dieser Kelch an mir vorübergegangen ist.
      Was ich wirklich wunderbar finde ist, dass Du die Schizophrenie überwinden konntest. Da hast Du wirklich großes geleistet. Toll, dass Du jetzt sogar wieder gesellschaftlich engagiert sein kannst – und dann auch noch eine Sprache (wieder) lernst.
      Wir werden bestimmt beide auch in Zukunft noch viel voneinander lesen.
      Herzliche Grüße von Agnes

      Gefällt 1 Person

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