Halbzeitblues

Mein erster Beitrag aus dem Bett heraus, vom Smartphone. Aber ich bin so unsäglich müde und meine rechte Körperhälfte greint nach Aufmerksamkeit.

Angeblich stellt sicher immer nach der ersten Hälfte einer Sache, die man erledigen muss, eine gewisse Müdigkeit ein. Da muss man wohl durch. Angeblich wird das auch wieder besser.

Ich rufe dem Monster in mir zu: warte noch eine Woche, dann sind die Kinder bei ihrem Papa und du darfst gern von mir Besitz ergreifen. Nun lass uns bitte noch ein schönes Wochenende verbringen. Wir wollen morgen faulenzen, im Park, in der Hängematte. Dann noch eine Woche Schule für die Kinder. Jeden Tag Kommunikation – reden, zuhören, reagieren. Für mich ist das kräftezehrender als früher eine Bürowoche mit lauter Expressaufträgen, ungeduldigen Kunden und Reklamationen. 

Wie schnell der Optimismus, an dem ich mich die letzten Tage festgekrallt hatte, in tiefe Zweifel umschlägt: ich werde nicht schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Alles ist zu viel. Ich muss kapitulieren.  

Aber eine andere Stimme, die der Vernunft, flüstert leise, dass ich das Monster gleich zum Teufel schicken kann. Hörst Du: Troll dich! Meine Töchter haben noch ein paar schöne Tage mit Ihrer Mama verdient. Ich habe Hilfe. Jederzeit. 

Meine Töchter wissen, dass ich jetzt ein wenig ruhen muss, dass am Morgen alles wieder heller aussieht.

Das ist nur der Halbzeitblues. Ist er doch?

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4 Kommentare zu „Halbzeitblues

über einen - auch kritischen - kommentar werde ich mich sehr freuen

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