Back to the Roots

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 Das trotzige Kind in mir; Markerstifte auf Markerpapier; A4; 04.10.2016

 

Mit neununddreißig Jahren zurück in die Trotzphase! Juhu!

Trotz, Widerstand und Wut, so meine innere Reaktion auf manches hier in der Klinik. Besonders auf den Sozialarbeiter reagiere ich empfindlich. In der Psychotherapie nennt man so etwas Übertragung und das ist etwas, das ich aus meiner bisherigen Therapiekarriere noch gar nicht kannte.

Also ist es vielleicht gut, das ich so empfinde; ich nehme den Trotz an und bin froh, dass sich meine Wut auf den Sozialarbeiter richtet und nicht wie üblich auf mich selbst.

Nenne ich es also Fortschritt und interpretiere ich es als nächsten Schritt raus aus diesem Irrenhaus, denn lange hier bleiben kann und will ich nicht!

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11 Kommentare zu „Back to the Roots

  1. Was genau kann der Sozialarbeit an sich haben, damit er die Emotionen aus dir lockt? Sehr interessant aus der Perspektive, wie Beziehungsaufbau zu Menschen in einem klinischen Kontext geschaffen werden kann… Was würdest du dir stattdessen wünschen um ideale Hilfe zu erhalten? Alles liebe Freigeist

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    1. Hallo Freigeist,
      das ist eine Frage, deren Antwort den Rahmen dieses Kommentars sprengen würde.
      Ich plane, sobald ich die (auch psychische) Kraft habe, rückblickend noch einmal über die Klinikzeit zu schreiben, auch unter dem Aspekt, wie man es nicht machen sollte (z.B. dieser Sozialarbeiter).
      In diesem Fall kurz gesprochen: in seinem bedrängenden, arroganten, hochnäsigen, demütigenden Verhalten an Kindheitserlebnisse anzudocken, die in mir eben jene Widerstandshaltung, Hass und körperliche Schmerzen hervorgerufen haben.
      Liebe Grüße

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      1. Liebe Agnes,
        Da ich selber in diesem Bereich arbeite, tut es mir sehr Leid für dich, dass du auf einen so unsensiblen und ungeeigneten Menschen gestoßen bist. Menschen, die sich auf eine Behandlung einlassen und dabei bereit sind vertrauen zu fassen, respektiere ich in vollem Maße. Sozialarbeiter wie das von dir beschriebene Exemplar, machen mehr kaputt wie dass sie helfen und bringen Schande für eine Profession die es besser wissen müsste. Ich ziehe wirklich meine Hut vor dir, wie offen du über so ein intimes wie sensibles Thema schreibst und fremde Menschen zur Verfügung stellst und wünsche dir wieder mehr Stabilität. Ich schau sicher wieder bei dir vorbei!
        Liebe Grüße Freigeist

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    1. Bisher kenne ich offene Wut noch kaum, die hat sie immer in mit versteckt und dort gegen meinen eigenen Körper Unheil angerichtet.

      Dass hinter der heutigen Gefühl der Wut und Demütigung und Erniedrigung auch ein Teil Trauer steckt, das will mir wohl einleuchten.
      Schöne Grüße
      Agnes

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