Fallen lassen


Ich bin müde, fühle mich vollkommen erschöpft und kann mir endlich erlauben, mich fallen zu lassen. Diese Ruhe hier – es ist so unfassbar friedlich!

Wenn ich an die letzten Tage zurückdenke, kommt mir das Erlebte wie ein dunkler böser Traum vor. Die Aufnahme auf der ersten Station meiner Osyssee war richtig und notwendig, gar lebenswichtig gewesen. Ich brauchte Schutz vor der Welt „draußen“, von der ich mich gerade komplett überfordert fühle. 

Die zweite Station hat mich die dunkle Seite der Psychiatrie erleben lassen. Ich habe ein weiteres Stück meiner Naivität verloren, die doch manchmal auch schützen kann. Aber ich fürchte, dass es hier im Vergleich zu anderen Kliniken immer noch vergleichweise harmlos zugeht. Das medizinische Personal war großenteils sehr engagiert. Dennoch bezweifle ich, dass unter den dortigen Umständen den zu beträchtlichem Teil zwangseingewiesenen Patienten wirklich langfristig geholfen werden kann. 

Wenn ich jetzt aus dem Fenster des Speisesaals auf meine alte Station blicke, zucke ich innerlich immer noch zusammen. 

Ich freue mich auf ein ruhiges, harmonisches Wochenende. Das wünsche ich auch Euch!

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13 Kommentare zu „Fallen lassen

über einen - auch kritischen - kommentar werde ich mich sehr freuen

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