Fortschreiten, immer voran

Müde bin ich immer noch. Zweifle gerade wieder an Sinn und Erfolg der Krankenhaustherapie. Gerade weil es zur Zeit gefühlt langsam voran geht, um nicht sogar von Rückschritten zu sprechen.

Heute hat mich wieder dieses Sprachtrotzmonster befallen. Während des Achtsamkeitsspaziergangs mit der eigentlich sympathischen Ergotherapeutin sprang dieses Monster in mich hinein, errichtete eine Mauer um mich, verschränkte die Arme und befahl: Nein.

Trotzdem weiß ich natürlich, dass ich keine Alternative zum Kämpfen habe. Mache weiter, schreite voran, vorwärts, wie gehabt; und hoffe, dass das Tal bald durchschritten ist.

Heute Nachmittag war ich sogar wieder kurz draußen (wegen Schmerzen hatte ich mich in letzter Zeit selten überwinden können), habe mir ein teures duftendes veganes Duschbad und ein schönes Körperöl zum Wohlfühlen gekauft, den Weißensee halb umrundet und dabei festgestellt, dass der Herbst mittlerweile ziemlich fortgeschritten ist.

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9 Kommentare zu „Fortschreiten, immer voran

  1. liebe agnes, vor 3 jahren beendete ich eine tiefenspychologische therapie, die mit unterbrechnungen ganze 10 jahre dauerte. seit mai bin ich in traumatherapie, doch beide psychologinnen sprechen vom inneren kind, welches zu hüten, zu achten und zu pflegen gilt. anfangs tat ich mich damit schwer, doch langsam habe ich kapiert was damit gemeint ist. denn die traumatherapeutin hat mir einen zettel mitgegeben, worauf sie mir die transaktionsanalyse beschreibt.
    damit ist es mir auch gelungen, endlich das kiffen einzustellen, weil es immer wieder das „stimmen hören“ produzierte. da ich angst vor einem schub der schizophrenie habe, einen habe ich schon erleben müssen und die gesundung dauert echt lange, bin ich einsichtig geworden und mute meinem inneren kind keinen drogengenuß mehr zu.
    wenn du mehr darüber erfahren möchtest, meld dich.
    ein schönes, erholsames, ruhiges wochenende und freude beim zeichnen.

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  2. Wenn Du es als Kampf betrachtest, kämpfst Du gegen Dich selbst und wirst verlieren. Sich darauf einlassen – fließen – wie es schon Rainer schrieb – wird Dich Dir und diesem Gefühl näher bringen. Dein Körper spricht gerade mit Dir und wenn Du kämpfst, kannst Du ihm nicht zuhören und er wird noch trotziger werden! Lass Dich drauf ein und hinterfrage. Und wenn es Dir hilft, sieh das Gefühl als Kind an und frage es: „Was kann ich für Dich tun, damit es Dir besser geht? Damit Du wirklich glaubst und fühlst, dass ICH es mit Dir gut meine?“ Alles Liebe Agnes!

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      1. Das gaube ich Dir und ich fühle mit Dir mit. Denk mal darüber nach, ob es Dir gut tun würde, den Therapieplan zu reduzieren. Vielleicht hast Du Dich ein wenig überfordert und Dein Körper reagiert mit den beaknnten Syptomen darauf!

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