Für Leib und Seele

 

 

Wenn ich ehrlich bin, dann finde ich manches Wildkraut bezaubernder anzusehen als eine hochgezüchtete Blüte. Eine bunte Wiese ziehe ich einem sterilen Beet, auf dem die Blümchen wie Soldaten in Reih und Glied stehen, nach Farbe und Form sortiert, um viele Male vor. So manche der als Unkraut verschrienen Pflanzen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern stellten bis vor nicht allzu langer Zeit für uns Menschen eine unverzichtbare Nahrungsquelle dar oder wurden als Heilmittel verwendet. Heute, wo wir zu jeder Jahreszeit Erdbeeren, Gurken oder einen knackigen Salatkopf kaufen können,  ist vieles davon in Vergessenheit geraten. Die meisten von uns haben schlicht auch nicht die Zeit, selbst auf Nahrungssuche zu gehen.

Immer mehr Menschen aber scheinen sich auf das alte Wissen zurückbesinnen zu wollen; so gibt es inzwischen diverse Internetseiten, aber auch Bücher zum Thema essbare Wildpflanzen. Ich selbst bin auf diesen Zug auch aufgesprungen und habe mir nach einem interessanten Radiointerview mit dem Verfasser „Feder kleine Kräuterkunde“ von Jürgen Feder (hier der Link zum Verlag) besorgt und staune, was alles um mich herum essbar ist. Da ich finanziell gerade nicht sehr flexibel bin, bin ich natürlich froh, dass ich meine Gelüste nach Salat auch im Park um die Ecke stillen kann.

 

 

 

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9 Kommentare zu “Für Leib und Seele

  1. Ich hatte mal eine Bekannte, die war auch ganz bewandert auf dem Wildkräutertrip. Ich habe immer nur gestaunt. – Aber was sie bei Stadtwiesen störte, dass sie vermutete, alle Pflanzen wären von Hunden bepinkelt. Ich denke, das könnte man abwaschen. Wer weiß, womit die anderen Sachen kontaminiert sind.
    Ich war vor einigen Tagen am Mauerpark – dort, wo die Gedenkstätte ist und die ovale Ersatzkirche.
    Hattest du nicht von einer Baustelle geschrieben, wo es noch weiter geht? Das habe ich bei dir nicht gefunden.
    Eine frohe Zeit für dich

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    • Da warst Du weiter unten, liebe Clara, an der Bernauer Straße/Nordbahnhof.
      Der Mauerpark ist weiter „oben“, kurz vor der Schönauer Allee. Wenn Du dann von der Eberswalder Straße durch den Park nach Norden, Richtung Bornholmer Straße, gehst, folgt auf der anderen Seite der Gleimstraße die riesige Groth-Baustelle.
      Ich würde ja sagen, immer den Kränen folgen, aber davon gibt es ja derzeit unzählige.
      Liebe Grüße und einen schönen Ostermontag
      Agnes

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  2. Das ist ein schöner Buchtipp! Der Autor hat das selbe Studium absolviert wie ich. Auch in Hannover, lustig 🙂 Aber mein Wissen zu Wildkräutern ist leider ziemlich beschränkt. Falls Du sammeln gehst, dann am besten nicht dort, wo hoher Schadstoffeintrag zu erwarten ist (Straße) oder wo viel gedüngt wird. Ich wünsche Dir noch tolle Ostern! LG Simone

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    • Ich selbst habe das auch so gelernt. Jürgen Feder ist da hingegen ziemlich unbedarft und sammelt wirklich überall. Ich bin da vorsichtiger. Aber schwer ist es. Gestern musste ich, Wasser im Mund, an leckerem Rucola am Straßenrand vorbeigehen. Aber diese Ecke benutzen Hund (und bestimmt auch manch betrunkener Mensch) als Klo …
      Liebe Grüße und einen schönen Ostermontag

      Gefällt 1 Person

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