Stillleben

Orangen, Stillleben, Öl auf Acryl, 30*24 cm  Leinwand auf Keilrahmen

Orangen, Stillleben, Öl auf Acryl, 30*24 cm Leinwand auf Keilrahmen

Als ich meine zwei allerbesten Busenfreundinnen im April fragte, ob und welches Bild von mir sie sich jeweils wünschen würden, zeigten beide auf zwei kleine Stillleben, Ölfarbe auf Leinwand. Naturgemäß wollten sie aber natürlich nicht diese, sondern zwei eigens für sie angefertigte Bilder. Sie sei gespannt, was ich mir für sie überlegen würde, meinte A, was meinen eigenen Antreiber und Leistungspeitscher nicht unbedingt besänftigte.

Nun hatte ich ja während meiner Klinikzeit und noch lange danach keine Gelegenheit und auch nicht die Kraft für die Ölmalerei – abgesehen davon, dass ich ja noch nicht so lange male und meine Erfahrungen mit diesen Farben sowieso recht spärlich waren. So hatte ich entsprechend große Hemmungen, diese Farben wieder zu benutzen. Aber vor ein paar Wochen ist der Knoten geplatzt und so stehe ich immer wieder an der Staffelei und probiere mich an Stilleben aus.

Das hier gezeigte Bild war das erste Nachklinikölstillleben. Die Früchte gefallen mir gut, aber der Teller war eine Herausforderung . Das liegt auch an der besonderen Schwierigkeit, die die Lichtverhältnisse der Wohnung und die Verderblichkeit des Obstes bei gleichzeitiger langer Arbeitsdauer an einem Bild mit sich bringen. Die Beleuchtung so zu arrangieren, dass die Schatten annähernd ähnlich fallen, erschien mir unmöglich, nochzumal ich die Orangen ständig aß und durch neue, etwas anders geformte, ersetzte, damit sie nicht schimmelten (was mir tatsächlich einmal passiert war).

Ein erstes Bild, von dem ich denke, dass es auf die eine der beiden passt, ist bereits fertig und da ich denke, dass es schade ist, dass ich es bald hergeben muss, ist es wohl ganz ansehnlich, wenn auch nicht „perfekt“ geworden. Ich zeige es hier jetzt aber noch nicht, um bei den beiden die Vorfreude und die Spannung nicht zu verderben.

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15 Kommentare zu “Stillleben

  1. Liebe Agnes, das ist sehr schön geworden. Die Orangen sehen aus wie Orangen, ich mag die Farbanteile, Du hast auch die Schatten gut hinbekommen, sie sehen nicht flächig aus, sondern, wie nennt man den das? *lach* Du weißt schon, hoffe ich, was ich meine. 🙂 Was Dir hier ebenfalls sehr gelungen ist, ist der Untergrund, auch da, die Gestaltung sehr schön. Und Du hast erst in der Klinik überhaupt zum ersten Mal gemalt? Oder war es eher ein „eingeschlafenes Hobby“? Jedenfalls haben Deine Bilder einen ganz eigenen Stil, den ich sehr ansprechend finde und mag. Ich freue mich auf weitere Bilder von Dir. Liebe Grüße und einen schönen Tag Dir.

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    • Ich habe vor drei Jahren zum Zeichnen und Malen gefunden, als eine Art Selbstfindung/Kunsttherapie in Eigenregie gegen die Depression und als Zeitvertreib, weil ich mit Kopfschmerzen und Depression nicht lesen konnte. Dabei habe ich entdeckt, dass es für mich mehr ist und das Malen und Zeichnen wurde immer wichtiger. Inzwischen „brauche“ ich es, so wie das Essen, Trinken und Schlafen.
      In der Klinik gab es eine Unterbrechung im Bereich Malerei mit Öl und auch Acryl und ich habe viel gezeichnet, was im kleinen Gemeinschaftszimmer besser möglich ist. Daher war es danach wieder ein großer Schritt zurück zu Farbe und Pinsel (Incl. Tagesklinik waren es fünf, fast sechs Monate).
      Ich freue mich sehr, dass Dir die Orangen gefallen, plastisch ist, glaube ich, das Wort, das Du suchtest. Dass Du in meinen Bildern einen „ganz eigenen Stil“ siehst, freut mich sehr.
      Liebe Grüße und auch Dir einen schönen Tag

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      • Ja, genau, plastisch ist das Wort. 🙂 Und ja, Deine Bilder gefallen mir sehr. Ich finds toll, dass Du das Malen für Dich entdeckt hast und so kreativ mit der schweren Zeit umgegangen bist. Malen ist eine sehr angenehme Beschäftigung, ich mache es auch immer wieder und merke jedes Mal, wie viel Freude es bereitet, sich so auszudrücken und kreativ zu sein. Liebe Grüße zurück und danke. 🙂

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  2. Ich finde es schön, dass du dir überlegt hast welches Bild für wen passend würde.
    Das ist schön geworden. Gratulation.
    Nach einer Klinik braucht man oft einfach etwas mehr Zeit, um wieder zurück zu kommen, das gelernte aus der Klinik anzuwenden und alles wieder zu verarbeiten. Das braucht wirklich Zeit, also mach dir da keine Sorgen. Hoffe du bist angekommen, und dein Leben stimmt für dich so.
    Wünsche dir einen schönen Tag, eva

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    • Liebe Eva, ich danke Dir für Deinen Kommentar und für Deine Wünsche.
      Noch habe ich viel Arbeit vor mir und es gibt vieles, von dem ich sagen würde, dass es nicht stimmt. Aber ich stecke mitten in der Arbeit und bin gerade relativ zuversichtlich, dass sich alles halbwegs fügen wird.
      Liebe Grüße

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