Loslassen und Platz zum Leben schaffen

 

Mein Großvater hat in den Monaten bevor er starb viele Dinge aussortiert und weggeworfen. Ganze Ordner mit verschiedenen Papieren entleerte er. Meine Mutter und ich waren entsetzt, als wir davon erfuhren und baten ihn, damit aufzuhören. Er hatte es gut mit uns gemeint und wollte uns nicht mit diesen Dingen belasten.

Für meine Mutter und mich stellten und stellen die alten Aufzeichnungen und Fotos hingegen einen wahren Schatz dar. Meine Mutter ist seit jeher an alten Zeugnissen der Familiengeschichte interessiert und ich selbst betone auch hier in Bloghausen bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass ich ja „eigentlich“ Historikerin bin. Meine Mutter hat sich als wahre Detektivin entpuppt, wenn es um die Rekonstruktion und Zusammensetzung einzelner Bruchstücke geht. Dabei macht uns nicht immer stolz, was offenbar wird, besonders im Zusammenhang mit antisemitischer Propaganda und mutmaßlichen Naziverbrechen entfernterer Verwandter.

Indirekt erfuhren wir auch einiges über uns, zum Beispiel woher denn unser Hang zum Sammeln, Aufheben und Bewahren des Vergangenen kommt. Dass ich Dinge horte, archiviere und nicht aus der Hand geben kann, hat weniger mit meiner psychischen Störung zu tun als mit erlernten, beobachteten und so über die Generationen weitergegebenen Verhaltensweisen, die dann aber wiederum guten Brennstoff für meine Krankheit liefern können.

Dabei arbeite ich schon seit Jahren an mir und in der Tat musste ich mich von vielen Dingen meiner Vergangenheit bereits trennen. Mehrere Umzüge und wenig Stellfläche haben da Fakten geschaffen, denen ich mich nicht widersetzen konnte. Auch wenn es sehr sehr sehr weh getan hat und ich bei manchen Dingen tatsächlich weinen musste (und noch heute traurig bin!).

Seit ich in meiner aktuellen Wohnung lebe, habe ich es bereits geschafft, mich von weiteren Dingen zu trennen; aber es ist mir immer, als ob ich einen ganz wichtigen Teil von mir, meines ganzen Daseins und meiner Vergangenheit weggebe. Andererseits ist meine Wohnung trotzdem noch immer vollgestellt und gerade durch die dunkle Erdgeschosslage fühle ich mich manchmal geradezu erdrückt. Erdrückt von den Dingen, die ich so mit mir mitschleppe, die ich nicht loslassen kann; das lässt sich sowohl als Gleichnis als auch ganz wortwörtlich nehmen.

Bei Maria von widerstandistzweckmaessig lese ich mit besonders großem Interesse ihre Beiträge über das Loslassen (>>hier<< der Link zu ihrem ersten Beitrag zu diesem Thema). Nun hat sie die Idee des umgekehrten Adventskalenders, die einige andere Blogger hatten, aufgegriffen und sortiert jeden Tag bis Weihnachten ein Teil aus ihrem Kleiderschrank aus, um es dann zu verschenken. >>Hier<< der Link zu diesem Beitrag von Maria, in dem sie wiederum auf die ursprünglichen InitiatorInnen verweist.

Einen großen Teil meiner Wohnung nehmen meine Bücherregale ein. Einige Bücher hat mein Bruder bei seinem Auszug aus der Familienwohnung stehengelassen, einige stammen aus dem Nachlass meiner Großeltern. Viele habe ich mir in den Jahren auf diversen Flohmärkten für kleines Geld zusammengekauft. Wer die immer noch langen Buchreihen sieht, wird nicht glauben, dass ich bereits bestimmt ein Fünftel oder ein Viertel meiner Bücher verschenkt habe.

Bei den übrigen Büchern dachte ich, sie unbedingt behalten zu müssen. Das gilt für die Fachbücher sowieso. Und bei den Romanen denke ich immer daran, wie ich es als Kind geliebt habe, die vollen Bücherregale bei den Großeltern und meinen Eltern zu betrachten. Als Jugendliche habe ich oft Stunden vor dem elterlichen Bücherregal gehockt und etliches an tollem Lesestoff gefunden. Für meine Kinder wünsche ich mir das auch.

Aber werden sie wirklich Interesse an allen Büchern haben, die in meinen Regalen stehen? Sollte ich ihnen nicht vielmehr eine besondere Auswahl zeigen? Für alles weitere hat die Stadt gute öffentliche Bibliotheken.

Und was ist mir mir? Bisher dachte ich, dass ich alle Bücher, die es durch die letzte Auslese geschafft haben, wirklich auch noch lesen werde oder wiederholt lesen möchte. Oder zumindest jederzeit noch einmal hineinschauen. Das ist leicht zu glauben, wenn man zwanzig ist. Auch mit dreißig Jahren und noch fünfunddreißigjährig unterlag ich dem Glauben noch sehr viel Zeit zu haben.

Inzwischen ahne ich, dass mir für so viele Bücher gar nicht die Lebenszeit bleibt. Gerade habe ich depressionsbedingt ohnehin weniger Konzentration für das Lesen als früher, als ich Bücher geradezu eingeatmet habe. Und selbst wenn es mit der Konzentration wieder besser wird und ich mehr lese, erscheinen ständig so viele neue, interessante und lesenswerte Bücher.

Hinzu kommt: irgendwann wird dieses Haus einmal saniert oder gar modernisiert werden müssen. Es ist in der Tat vieles marode. Doch dann werde ich hier die Miete endgültig nicht mehr zahlen können und mir eine andere Bleibe suchen müssen. Mit vermutlich noch weniger Platz. Abgesehen davon, dass sich ein Umzug mit nur wenigen Habseligkeiten besser organisieren lässt. Für diesen Tag, der hoffentlich noch lange hin ist, will ich vorsorgen und weiter aussortieren.

Zum Einstieg fange ich klein an und wandele Marias Idee wiederum für mich passend ab: Jeden Tag bis Weihnachten trenne ich mich von einem meiner Bücher und sammle auf einem kleinen Tisch neben meinem Sofa. Bis zum neuen Jahr habe ich dann Gelegenheit, alle Bücher noch einmal durchzublättern. Wenn ich dann doch entdecke, dass ich eines behalten muss, dann kann ich es durch ein anderes Buch austauschen. Im Neuen Jahr dann werde ich die Bücher weggeben – Möglichkeiten Bücher zu spenden gibt es in Berlin ja zuhauf.

Wie leicht fällt es Euch, Dinge wegzugeben?

Vielleicht habt Ihr gar Lust, bei dieser umgekehrten Adventsaktion mitzumachen, Dinge abzugeben anstatt Euch dem scheinbaren (!) Konsumzwang der Vorweihnachtszeit zu unterwerfen?

 

 

33 Kommentare zu „Loslassen und Platz zum Leben schaffen

  1. Während ich früher unwahrscheinlich gerne sammelte, sortierte und hortet, hat sich bei mir das ziemliche Gegenteil eingestellt. Es gibt nur noch eine Kiste. Da liegen mir wichtige Dinge drin wie Briefe oder ein (nur einer!) Gegenstand von einer für mich bedeutsamen Person. Das, was sonst in meiner Wohnung ist, hat für mich außer meinen Bildern wenig Wert. Ich möchte mein Herz damit nicht beschweren, damit es frei ist für Erlebnisse. Die sind es, die mir viel bedeuten, denn sie machen meine Erinnerung aus. Das einzige, was ich mit ins Grab nehme. Ich fühle mich mit dieser Einstellung unheimlich frei und in weiten Teilen unabhängig von unserer konsumorientierten Gesellschaft. Das gefällt mir! Die Idee mit dem umgekehrten Adventskalender finde ich richtig gut!

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    1. Das finde ich schön, dass Du es geschafft hast, weniger zu horten und Dein Herz statt dessen frei machen konntest. Von einigen Sachen, wie Briefen, Tagebüchern und Fotos, werde ich mich nicht trennen. Aber bei all den anderen Sachen habe ich das Bedürfnis, mich zu reduzieren.
      Liebe Grüße an Dich!

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      1. Ich denke, das gehörte zum Heilungsprozess. Was ist mir wirklich wichtig im Leben und was kann weg, weil es Zeit dafür ist? Und da mein Geld überwiegend in Reisen (Erlebnisse) und Fotografie (Erinnerungen und Kreativität) verschwindet, was mich beides unglaublich bereichert, habe ich dort meine Prioritäten. Alles ein Prozess, dem man nachgeben sollten, wenn man bereit dazu ist. Was ich Dich schon länger fragen wollte, mit was für einer Kamera fotografierst Du eigentlich?
        Liebe Grüße auch an Dich!!

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      2. Ich habe immer noch „meine“ Dauerleihgabe, die ich im vergangenen Frühjahr bekommen habe, eine Canon PowerShot SX1, die immerhin eine Möglichkeit bietet auch für manuelle Einstellung von Blende, Belichtungszeit etc.; manches ist allerdings friemelig mit diesen kleinen Rädchen und nicht so optimal. Aber ich will meine Fotos ja auch nicht verkaufen.

        Trotzdem träume ich natürlich, was wäre wenn doch mal der Geldsegen über mich rieseln würde. Eine tolle eigene Kamera wäre da auf jeden Fall auf einem guten Wunschlistenplatz ;-)

        Du hast sicherlich eine Ausstattung der ganz anderen Liga, oder? Womit fotografierst Du?
        Liebe Grüße
        Agnes

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      3. Ich fotografiere ja schon länger und mit meinen größeren Ansprüchen und meiner Entwicklung hat sich auch meine Ausrüstung vergrößert und professionalisiert. Ich hatte die tolle Möglichkeit letztes Jahr eine gebrauchte Vollformatkamera zu erwerben, die Canon D5 Mark II. Besonders die Objekrive sind aber ne teure Angelegenheit. Na ja, ich plane ja auch schon länger den Verkauf meiner Bilder und da muss die Qualität unbedingt stimmen. Habe ich mir für 2018 nun ganz fest vorgenommen. Mal seh’n. War bislang seht zögerlich, es gibt einfach sehr viele ziemlich geile Fotograf_innen :-) Trotzdem fotografiere ich auch immer noch gerne mit meiner kleinen Kompakten, der Canon G12. Die habe ich immer dabei und ich liebe sie für ihr Klappdisplay und dem Leichtgewicht! :-)

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  2. Hallo Agnes, die Dinge, die mir bedeutend erscheinen von meinen „Besitztümern“, das sind schon eine Menge. Aber es müssen für mich auch relevante Dinge sein: Meine Bücher von Kafka, Hesse und Rilke, meine Fotoalben, frühe Zeichnungen und sogar meine alten Schulhefte und Übungsbücher. Davon könnte ich mich niemals trennen. Liebe Grüsse Jochen

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    1. Hallo Jochen, danke für Deinen Kommentar.
      Alte Schulhefte habe ich gar nicht mehr. Die habe ich bestimmt schon als Kind oder Jugendliche entsorgt. Jetzt könnte ich das auch nicht mehr – jedenfalls nicht jene der ersten Schuljahre.
      Liebe Grüße

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  3. Hallo Agnes!

    Dein Beitrag hat mich gerade sehr bewegt. Es gibt da durchaus einige Parallelen in meinem Leben.

    Das mit „Bücher eingeatmet“ hat mich sehr an meine Kindheit erinnert. Ich habe Bücher regelrecht verschlungen und habe jede Woche auf Donnerstag gewartet, weil da die Bibliothek offen hatte.

    Meine größte Sorge war, nicht genug Lesestoff für eine Woche mitzunehmen.

    Im letzten Jahr habe ich für 6 Monate die Aktion „7 Tage 7 Bücher“ durchgeführt und in einem halben Jahr ca. 200 Bücher verschenkt.

    An den verbliebenen Büchern hänge ich noch immer sehr, obwohl es noch immer viel zu viele sind.

    Dein Idee, Dich noch einmal mit den aussortieren Büchern zu umgeben, finde ich sehr interessant und werde es als Anregung mitnehmen.

    Danke fürs Verlinken zu meinen Beiträgen!

    lg
    Maria

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  4. Ich versuche immer folgendes: alles, was ich volle zwei Jahre nicht in der Hand hatte, angezogen oder gebraucht habe, kommt weg. Es gelingt mir nicht bei Büchern (da hab ich dasselbe Problem wie Du) und Schallplatten. Persönliche Erinnerungen wie Fotos gehen per sé nicht in die Ausmusterung. Liebe Grüße, Birgit

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    1. Die Regel ist gut, an sich. Bei Kleidung allerdings habe ich auch ein paar Teile, die ich länger als zwei Jahre nicht getragen habe, die aber eventuell wieder für einen Bewerbungstermin oder ein ähnliches Ereignis angemessen wären. Da darf ich nur nicht zu viel Speck ansetzen …
      Die meisten Sachen, die ich habe, ziehe ich aber auch an.
      Liebe Grüße
      Agnes

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    1. Eigentlich mag ich es auch sehr, in die Bibliothek zu gehen. Oft passiert es, dass ich mir Bücher ausleihe und zuerst lese – vor denen, die ich gekauft habe, die ja jederzeit gelesen werden können. So wächst die Zahl der ungelesenen Bücher zu Hause stetig an. Und dann leihe ich eben doch wieder zwischendurch etwas aus ;-)
      Richtig beeindruckende Bücher möchte ich allerdings auch „haben“ – einfach um jederzeit nochmal reinlesen zu können. Dann finde ich es schade, wenn ich das Buch nur ausgeliehen habe und zurückbringen muss. Es gibt eben doch kein „richtig“ und „falsch“.
      Liebe Grüße

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  5. Ich tue mir auch sehr schwer beim Ausmisten, aber nachdem ich auch schon oft die Erfahrung gemacht habe, wie befreiend es ist, sich von diversen Dingen zu befreien, die eindeutig die Bezeichnung Kram verdienen, lerne ich das langsam……. ach, und es lohnt sich

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  6. Liebe Agnes, mir kam beim Lesen deines Textes ein anderer Gedanke. Ich musste an alle die Leute denken, deren Wohnung abgebrannt ist, die vom Krieg zerstört wurde, die überflutet wurde oder durch eine andere Art und Weise nicht mehr existiert. Für mich sind Bücher nicht unwichtig, aber man kann sie in Bibliotheken oder anderswo noch lesen. Aber wo sind die ganzen persönlichen Fotos, Briefe und andere Erinnerungen an Kinder, Eltern oder andere.
    Das stelle ich mir schrecklich vor. Dabei haben wir hier in Deutschland meist mit Naturkatastrophen Glück – es brennt mehr in anderen Ländern oder Erdteilen, auch das Beben der Erde ist nicht typisch für Mitteleuropa – und Kriege zetteln wir entweder an und sind dann fürchterlich erschrocken, wenn er sich am Ende gegen uns wendet.
    Vor diesem Umzug habe ich unendlich viele Sachen weggegeben, eine Tombola veranstaltet. Ich habe nicht nur Bücher reduziert, auch anderes. Ich habe jetzt sehr viele freie Fächer in den Schränken und Regalen – da könnte glatt noch jemand einziehen. Aber nicht in meinem Bett, das ist nur 1,20 m breit.
    Einen schönen Tag für dich!

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    1. Das ist richtig – Fotos und alte Briefe zu verlieren, wäre vor allen Dingen dramatisch. Dazu gehören auch inzwischen digitale Fotos und alle Texte, die ich während der letzten Jahre in den Computer getippt habe. Ich bewundere ein wenig die Menschen, die Sagen, dass sie Erinnerungen im Herzen haben und dazu keine „Dinge“ brauchen. Soweit will ich gar nicht kommen. Aber ein bisschen mehr Luft und damit auch Beweglichkeit wären erstrebenswert.
      Liebe Grüße an Dich!

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      1. Bilder und auf dem Computer gespeicherte Texte kann man ja jetzt inzwischen extern speichern, im clouds oder wie das heißt. Das Abbrennen der Wohnung über Nacht oder durch Krieg oder egal was, das muss furchtbar sein. Aber noch furchtbarer ist es natürlich, wenn man dabei Menschen verliert

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  7. Ich habe mich schon von vielen Dingen getrennt, die mir mal wichtig oder lieb waren. Dabei auch einiges, was mal richtig viel gekostet hatte, aber weniger einen sentimentalen Wert hatte. Da fällt es mir auch garnicht so schwer. Ich bin aber immer froh, wenn jemand Verwendung für etwas hat und es weiter benutzt. Als wir anfingen das Haus zu renovieren, haben wir uns auch von vielem getrennt. Ähnlich wie bei einem Umzug, bekommt man da beim ausräumen der Zimmer vieles in die Hände, von dem man nicht mal mehr wusste, dass man es besitzt. Für das meiste haben wir „Abnehmer“ gefunden, selbst für Stücke die wir entsorgen wollten. Die Leute waren teilweise recht überrascht, dass wir das verschenkt haben. Aber gerade bei Dingen, die eher einen sentimentalen Wert haben, was will man da denn gegebenenfalls noch dafür verlangen? Da ist es mir lieber, es findet ein neues Zuhause als auf dem Sperrmüll zu landen.
    Die Idee sich jeden Tag von etwas zu trennen, im Sinne des umgekehrten Adventskalender, find ich klasse. Mal sehen ob ich da was finde. Wird aber schwierig, da wir wie gesagt schon das meiste weg gegeben haben. Vielleicht ginge bei Klamotten am ehesten was. LG

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    1. Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich kann mich auch leichter von Dingen trennen, wenn ich weiß, dass sie wieder Verwendung finden werden. Insofern ist es ja eigentlich ganz schön, einem Buch weitere Leser zu verschaffen, als es im Regal verstauben zu lassen. Dieser Gedanke wird mir das Aussortieren hoffentlich leichter machen.

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  8. Wenn du etwas aussortiert hast und es dann doch noch mal in die Hand nimmst – sehe ich schwarz. ich habe das schon x mal probiert, lese mich unweigerlich fest und verschlinge hastig und mit schlechtem Gewissen, was ich eigentlich für überflüssig erachtet hatte. Bei Kleidung geht es mir ähnlich: ich habe fast nur alte vielgetragene Sachen, vieles könnte weg, aber was von allem? Vielleicht kann ich es ja doch noch bei irgendeiner Arbeit brauchen?
    Leicht wird mir das Wegwerfen, wenn es ein Weggeben ist. Doch wer will schon meinen alten Kram, meine Bücher, meine Bilder? Keiner hat Platz. Und wenn einer wirklich etwas braucht, habe ich nicht das Passende und gebe ihm lieber Geld, damit er es sich beschaffen kann.

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    1. Als ich den ersten riesigen Schwung Bücher weggegeben habe, machte ich es auch so: Bücher aus dem Regal, stapeln und dann nicht mehr ansehen, bis sie abgeholt waren. Wenn ich dann doch das eine oder andere Buch noch einmal in die Hand bekommen habe, landete es manchmal doch wieder zurück im Regal.

      Diesmal versuche ich das Trennen ein wenig bewusster zu machen. Daher auch die Erlaubnis, die Bücher wieder zurückzustellen und dafür ein anderes zum Weggeben auszusuchen. Dieses Buch will ich dann aber auch ganzen Herzens abgeben. Mit einem Soll von nur vierundzwanzig Büchern bis zum Jahresende sollte das zu bewerkstelligen sein. Hoffe ich ;-)
      Ich werde berichten.

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  9. 90% aller Bücher hier sind nicht von mir … Wobei – ich habe auch so einige ;) Die der Liebsten habe ich damals in vielen kleinen Raten per Klappkorb aus Berlin hierher geschafft, auf jeder Tour einen. Ich weiß es nicht mehr genau, nach 20 Touren waren die meisten hier ,)

    Trennen kann ich mich recht gut von Klamotten, die ich nicht mehr trage. Horten dagegen mag ich Werkzeug, fein in mobilen Alu-Behältern gelagert. Selbsthilfe auf vielen Ebenen ;)

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  10. Uff, Dinge weggeben oder gar wegwerfen… ganz schwierig. Ich bin auch so ein Sammler und kann mich nur ganz schwer von Dingen trennen. Manchmal habe ich wirklich das Bedürfnis, alles rauszuschmeissen und wesentlich minimalistischer zu leben, aber mir blutet das Herz, wenn ich dann etwas in die Hand nehme und ich schaffe es nicht, es weg zu tun….

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    1. Das ist ja leider genau der Widerspruch. Wir fühlen uns einerseits von all dem „Krempel“ beschwert, andererseits können wir schwer davon lassen. Da gilt es immer wieder zu üben, einen goldenen Mittelweg zu finden. Mal sehen, wie das gelingt.
      Liebe Grüße

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