Tja. So war das nicht gedacht

 

Eigentlich sollte die Blogpause ja nur ein paar kurze Tage dauern. Drei Tage offline am (eisigen) Meer in Stralsund und dann noch ein klein wenig Zeit zum Sortieren.

Statt dessen die Grippe, die sich schon auf Reisen in meine Glieder schlich und mich länger als eine Woche nur hat liegen, schwitzen und schlafen lassen. Wenn der Schlafzwang nachlässt, aber Ablenkung noch nicht möglich ist, dann das Nachdenken über alles und dieses und auch jenes. Herzrasen, wenn ich im Radio Nachrichten höre und reg-, macht- und wehrlos im Bett liege. Zu mancher Debatte habe ich dann doch so einiges und nicht gar Feines beizutragen; nur sind die Dinge so komplex und keine alleinige schuldige Institution oder Person auszumachen, dass in ein paar Sätzen gar nichts gesagt werden kann. Also schweige ich weiter resigniert – vorerst, bis ich Kraft für mein Wortfeuer gefunden habe.

Versuche ich es positiv zu sehen, dann waren die bettlägerigen Tage wichtig, um mal den Reset-Knopf zu drücken. Vielleicht nicht ganz zurück auf Anfang, aber doch zumindest eine Weile innehalten. Nichts, also wirklich N I C H T S tun. Heute sind die teils existenziellen Gedanken und wichtigen Erkenntnisse der Fieberzeit fortgeflogen und ich werde viel Ruhe brauchen, um die scheuen Vögelchen wieder anzulocken. Abgesehen davon, dass ich noch längst nicht auf dem Damm bin, wird es hier im April vielleicht weiter öfter still bleiben.

Da ich mich nach dem fiesen Fieber noch immer nicht nach draußen wage, schicke ich die kleine Frühjahrsmieze auf Pirsch. Mal sehen, was sie so entdecken wird.

Euch eine gute Osterzeit!

 

20180331_katzeFruehlingBG
Aquarellbuntstifte, A4, März 2018

 

 

 

 

41 Kommentare zu „Tja. So war das nicht gedacht

  1. Die allerbesten Genesungswünsche an dich, liebe Agnes! Ja, manchmal werden wir eingebremst, … oder es fühlt sich so an, vermutlich braucht es auch mal Ruhe, wie die Erde im Winter … und dann, peng, ist Frühling und es wird sichtbar, wieviel sich unsichtbar unterirdisch getan hat … viel Kraft und Froide für die kommende, blühende Zeit! Herzlich, Silvia

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  2. Hallo Agnes. Mir geht es im Augenblick auch nicht so gut, weswegen ich auch bislang nicht geschrieben habe, weil ausser dem winterbedingten Katzenjammer von mir nichts zu erwarten gewesen ist. Ich wünsche Dir jetzt von Herzen gute Besserung , und ich hoffe, der Frühling gibt uns endlich die lang ersehnte Kraft. Wie immer wunderbar gezeichnet. Lieber Gruss von Jochen

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    1. Hallo Jochen,
      vielen Dank für Deine Besserungswünsche. Ich habe mich gefreut von Dir zu lesen. Es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Ja, der Winter ist lang, viel zu lang, und trüb und dunkel allzumal. Möge der Frühling uns bald Licht und Wärme geben, vor allem in den Herzen.
      Sei herzlich gegrüßt
      Agnes

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  3. Guten Tag, Agnes, schön deine auf Pirsch vorgeschickte Mieze! Hab mich schon gewundert, wo du steckst. Solche Pausen sind ja irgendwie sehr wichtig. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn du nun langsam wieder zum Vorschein kommst. Liebe Grüße und Frohe Auferstehung! Gerda

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