Stadt und Natur – Falter

 

Die Bilder von meinem innerstädtischen Fotospaziergang, über den ich gestern schon schrieb, habe ich inzwischen alle durchgesehen. Es sind sogar mehr Aufnahmen von Fluginsekten halbwegs scharf und erkennbar als ich vermutet hatte. Ich will heute aber nur die wenigen Schmetterlingsbilder zeigen, um Euch (und mich) nicht zu überfrachten.

 

An Schmetterlingen begegneten mir am Sonnabendvormittag nur zwei Arten – der Admiral und der Kohlweißling. Der Kohlweißling sogar an zwei verschiedenen Standorten: einmal im geschützten Senkgarten sowie im Mauerpark bei den trockenen Disteln. Sind das weniger Schmetterlinge im Vergleich zu früher? Das kann ich gar nicht sagen, denn ich muss zugeben: mein Interesse für die Insektenwelt ist noch ziemlich frisch.

 

Den Kohlweißling kannte ich schon früher aus meiner Zeit als Gärtnerin. Da habe ich ihn eher skeptisch beäugt, da ich meinen Kohl oft lieber hätte selbst essen als mit den Raupen des Schmetterlings teilen wollen. Hier in der der Stadt sehe ich ihn mit Unbefangenheit und Freude.

 

Um den Admiral zu identifizieren habe ich dann schon einen Naturführer hinzuziehen müssen und nicht schlecht gestaunt, was ich dort las: der Admiral ist ein Wanderfalter. Wanderfalter?!? Es gibt also auch Arten von Schmetterlingen, die im Frühjahr aus dem Süden in unsere nördlicheren Regionen fliegen, um sich hier fortzupflanzen. Diese Nachkommengeneration fliegt dann im Herbst zurück in den wärmeren Süden. Manche Tiere scheinen aber sogar im nördlichen Europa zu überwintern.

Alle Achtung, finde ich, diese kleinen Falter überwinden mehr oder weniger problemlos Hunderte an Kilometern? Mein ohnehin schon mächtig gewachsener Respekt vor Insekten vervielfacht sich ins Unermessliche.

 

Zwei weiterführende Online-Links:

https://www.welt-der-schmetterlinge.de/schmetterling-wanderfalter.html

https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/tagfaltermonitoring/tagfalter-nrw/04169.html

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare zu „Stadt und Natur – Falter

  1. Das sind wieder sehr poetische Bilder liebe Agnes und die Schmetterlinge hast du super eingefangen! Ja, wenn man sich mit den kleinen Tieren befaßt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wie sie das schaffen, die kleinen Flattermänner und Frauen! Ebenso unglaublich finde ich, daß sogar Schwebfliegen wandern. Wenn ich mir vorstelle, wie anstrengend ich Radfahren bei Gegenwind finde!! Hut ab!

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      1. Und je mehr sie kennen und je besser wir sie kennen, umso mehr können wir tun. Der Satz „wir können nur schützen, was wir kennen“ bekommt für mich erst jetzt immer mehr Sinn! Wir wissen so wenig und wie sollen wir auf unsere Umwelt achtgeben, wenn wir nicht mal merken, was wir da gerade mit den Füßen treten oder im Garten zerstören von den großen Baustellen und der Flächenversieglung ganz zu schweigen.

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