Woche der Wintervögel (7). Die Zählung

 

Für dieses Wochenende hatte der Nabu wieder zur Stunde der Wintervögel aufgerufen. Darum zeigte ich hier die ganze Woche lang Fotografien und Zeichnungen aus der Welt der Vögel.

Auf der Homepage des Nabu könnt Ihr die aktuellen Ergebnisse der Zählung nachlesen.

Link: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/index.html


 

Ich selbst konnte am Freitagvormittag eine Stunde für meine Zählung einrichten. Es war, wie schon die letzten Wochem in Berlin, für die Jahreszeit viel zu warm, wolkenverhangen (die Sonne kam hervor, sobald ich den Heimweg antreten musste), aber es regnete nicht. Als Ort der Zählung hatte ich einen Friedhof im Wedding ausgewählt.

Übrigens war ich nicht die einzige, die auf Vogelbeobachtungspirsch war. Eine hübsche Katze saß am Friedhofsrand und besah sich die Szene. Sie war wohl hoffentlich zu faul und schwerfällig, um ernsthaft auf Vogeljagd zu gehen…

Meine Augen mussten sich ein wenig an die Lichtverhältnisse gewöhnen – die meisten Vögel waren aus meiner Bodenperspektive nur aus schwarze Umrisse zu erkennen. Zum Glück hatte ich mir das Fernglas meiner Eltern geborgt; das erleichterte das Erkennen. Zuweilen half auch ein Schnappschuss mit dem Fotoapparat – selbst wenn die meisten Aufnahmen unscharf wurden, konnte ich später zu Hause über die Bildbearbeitung die Bildschatten aufhellen, Gefiederfarben erkennen und meine Vermutungen zur Vogelbestimmung bestätigen oder aber verwerfen.

Wenn auch viele sich auf vielen Büschen an Straßenrändern und Parks in Berlin etliche Spatzen tummeln, fiel mir am Freitag an meinem Zählort kein einziger Haussperling auf. In der Mehrheit waren es Kohlmeisen, Stare und Amseln, die ich entdeckte. Zwar hatte ich das Gefühl, dass über mir beständiges Geflatter herrschte, aber die Regeln der Zählung lauten: nur die höchste Anzahl der innerhalb der Zählstunde gleichzeitig gesehenen Vögel ist angeben, um Mehrzachzählugnen zu vermeiden.

  • Kohlmeisen    10
  • Stare                14
  • Amseln              5
  • Elster                  1
  • Nebelkrähe       2
  • Buntspecht        1
  • Eichelhäher      2

 

Vermutlich sind auch noch andere Vögel über mir umhergeflogen, die ich aber auf die Schnelle und bei den Lichtverhältnissen nicht erkennen konnte. Ein Vögelchen könnte eine Schwanzmeise gewesen sein. Aber sicher bin ich nicht und so habe ich diesen ogel auch nicht gezählt.

 

Auffällig war die große Dichte an Eichhörnchen, die aufgrund der hofen Temperatur fern jeder Winterschläfrigkeit putzmunter über die Wiesen, die Bäume hinauf- und wieder hinab huschten. Wer wird sich außerdem wundern, dass die ersten Schneeglöckchen bereits in voller Blüte stehen und viele Krokusse ihre Köpfchen zeigen. An manchen Haselsträuchen hat zudem bereits die Blüte begonnen und so manche Weide lässt bereits ein klitzekleines bisschen ihres kuschligen Kätzchenweiß sehen, während manche Zierkirschen seit dem Herbst in ununterbrochener Dauerblüte stehen. Ich spare mir an dieser Stelle schlussfolgernd-mahnendes Zeigefingerheben, die bei den meisten meiner Leserinnen und Leser renne ich mit dem Thema Klimawandel, Klimaschutz und Artensterben offene Türen ein; wird Zeit, dass wir alle miteinander unseren Hintern vom Sofa erheben. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch gerne zwei Beitragsreihen bei Belana Hermine empfehlen, und zwar >>Schlaf Menschlein Schlaf<< und >>Prima Klima? oder Prima Klima!<<.

 

Nun aber noch ein paar Bildern vom Freitagvormittag. Durch Anklicken eines der Bilder öffnet sich die große Galerieansicht.

 

 

 

 

8 Kommentare zu „Woche der Wintervögel (7). Die Zählung

  1. Ein schöner Beobachtungsort, so ein Friedhof.
    Ich staune über die Stare. Bei uns sind sie in den vorigen Jahre zwar auch im Winter aufgetaucht, aber erst im Februar.Vielleicht betrachten sie inzwischen die Grossstädte als warme Inseln?

    Gefällt 2 Personen

    1. Grossstädte als warme Inseln – das kann ich mir vorstellen. Vergangenes Jahr (und, wenn ich mich richtig erinnere, auch im Jahr zuvor) habe ich im Winter in Berlin auch schon große Kolonien von Staren gesehen.
      Diesen Friedhof habe ich zur Vogelbeobachtung „neu“ entdeckt; ich werde bestimmt in Zukunft öfter dort sein und schauen. Nochzumal es dort viel weniger Spaziergänger als anderswo gibt, die die beobachteten Tiere sofort wieder verscheuchen.
      Liebe Grüße
      Ines
      Liebe Grüße
      Ines

      Gefällt 1 Person

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