Ausnahmsweise

 

Weil ich ja den Mittwochabend, Kuttnerssprechfunkhörend, nun dem Gesichterzeichnen widmen will, gibt es heute ausnahmsweise noch einen zweiten Beitrag. Das eigene Antlitz ist da ja praktischerweise immerdar und stets zur Verfügung. Genügend Fragen außerdem sind offen. Die zweite Variante habe ich digital ein wenig bearbeitet, weil ich Sepia so mag. Ist aber fast ein wenig übertrieben, oder?

Für jene, die sich wundern oder gruseln oder fragen: warum macht sie sich so hässlich? Eigentlich geht es beim Portraitzeichnen ja gar nicht (nur) um Äußerlichkeiten und mir war einfach so.

 

17 Kommentare zu „Ausnahmsweise

  1. Von Hässlichkeit keine Spur, nur älter als du es in Wirklichkeit bist?
    Die Variante in Sepia gefällt mir sehr. Während ich dein Porträt anschaue denke ich auch an Susanne Hauns Selbstporträts, sie zeichnet sich in allen möglichen Zuständen und Schönheit steht dabei nicht im Vordergrund, mehr ihr Empfinden.
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    1. Ja, liebe Ulli, auf der Zeichnung sehe ich wahrscheinlich tatsächlich älter aus, als ich bin – obwohl mir das einzuschätzen schwer fällt.
      Susannes Selbstportraits finde ich auch sehr inspirierend und ich schaue immer gerne und intensiv, wenn sie welche zeigt; genau, es geht um das Empfinden, um den Moment, in dem das Bild entstand.
      Hab lieben Dank für Deinen Kommentar und sei herzlich gegrüßt
      Ines

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  2. Ich sehe nichts „Hässliches“, sondern ein echt wirkendes Gesicht, das selbst als Zeichnung vor Augen führt, wie erwachsene Menschen eigentlich aussehen, ohne Make-Up- und Altelier-Tricks oder Filterverfälschungen der Realität.
    Abgesehen davon bringt das beleuchtete, aussen umschattete Gesicht mir die Atmosphäre des konzentrierten Radiohörens nahe, auch wenn ich dabei kein modernes Radio imaginiere, sondern so ein schönes grosses, altes Radio im Holzkorpus, mit Stoffbespannung und einer grossen, von innen beleuchteten Sender-Skala, die wie eine schwache Lampe wirkte und damit das Gesicht in genau so ein indirektes Licht von vorne-unten setzen könnte, während der Raum dahinter im Dunklen bleibt.

    Das sind viele Worte, aber da kannst du mal sehen, wie mich deine Darstellung berührt :-)

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  3. Vor allem die Augen sind sprechend. Der Mund ist streng und wirkt ein wenig hart. Die Gesichtszüge drücken erfahrenes Leid aus. Die Augen aber sind von einem starken Willen und einer starken Zuversicht geprägt, aber auch davon, daß man durchhalten und stark sein sollte.

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  4. Übertrieben nicht. Kontrastreicher, wie ich finde, und hier mag ich das Original ein klitzekleines bisschen lieber.
    Kuttner wollte ich mir immer mal wieder anhören, aber nach der Ankündigung kurz vor 18 Uhr vergesse ich es dann immer wieder. Knoten ins Taschentuch fürs nächste Mal!!! Lieber Gute-Nacht-Gruß mit heulendem Wind. Birgit

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  5. Der Ausdruck dieses Gesichtes ist sehr stark und überzeugend, sehr echt und einheitlich in der Aussage. Ja, dies Gesicht „spricht Bände“. Und somit ist es auch wirklich schön zu nennen, in der ursprünglichen Farbe auch, in dem Sepia-Ton noch schöner .

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