Überlebt. Ein Hoffnungsblütengruß

Als der Eigentümer eines der Nachbarhäuser sein Besitztum für lange Monate einrüstete, um sein Dach, wie in Berlin üblich, luxuriös auszubauen und dort eine schicke Dachgeschosswohnung einzurichten*, verschwand alles wilde Grün, was dort in dem sogenannten Vorgarten wuchern durfte. Unter anderem auch eine dichte Hecke aus Ranunkelsträuchern.

Jetzt ist der Boden vor dem Haus versiegelt und ein frisch eröffnetes Restaurant bewirtet die zahlungskräftige Nachbarschaft. Wirtin und Wirt sei es gegönnt, sie sind sympathische junge Leute und dieser Tage werden auch sie wohl von Zukunftssorgen geplagt sein.

Wie auch immer – nach zwei Jahren voller Bauschutt und totgetrampeltem Boden leuchteten mir neulich neben der Restaurantterrasse diese hübschen gelben Blüten entgegen. Zwar sind sie „gefüllt“ und haben hungrigen Insekten kaum etwas zu bieten; das menschliche Auge aber laben sie dennoch: Ein Teil der Pflanze hat alle Unbill, alles Getrampel und Getrete, den Schutt und die Trockenheit überlebt und hat sich über die Wurzel ausgebreitet. Sie blüht jetzt vor dem Nachbarhaus. In dieser Zeit, die durch Unsicherheit und vielerlei Einschränkungen für uns alle geprägt ist, erschien mir dieses Blühen als Lichtblick und ein Hoffnungsschein. Grund für ein freudvolles Lächeln.

*zugegeben: Einem geschenkten Gaul schaute auch ich nicht ins Maul und natürlich zöge ich dort mit Kusshand ein, offerierte mir Prinz, Prinzessin oder auch ein Dämonendrache eine solch märchenhafte Wohnstatt mit Sonne, Licht und weitem Blick. Ein klitzekleines miniminibisschen neidisch bin ich schon ;-)

 

3 Kommentare zu „Überlebt. Ein Hoffnungsblütengruß

  1. Ja, das hilft! Das ist schön! Da freue ich mich mit und wünsche frohes Voranschreiten auf diesem gerade neu entdeckten wundersamen Weg, “ W u n d e r b a r werdet Ihr geführt, wenn Ihr Euch nur l e i t e n l a ß t !“ Dies ist eine „Gehörte Hilfe“. Ich habe den Eindruck, daß solche aus dem GEISTE empfangenen Worte nun eine Art Wunderwirkung ausüben können in dieser so merkwürdig stillen Zeit. Daß es mir gerade jetzt einfiel in diesem Zusammenhange, könnte ja auch so eine Art „Zeichen des Himmels“ sein. Auf den Versuch käme es an! Also: Guten Mut!🌞🌹🍀

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