Faszination Eschenahorn. Blüte im März

Der Eschenahorn Acer negundo, lese ich, ist ursprünglich in Nordamerika heimisch, wurde aber schon Ende des 17. Jahrhunderts nach Mitteleuropa gebracht. Er ist extrem anpassungsfähig und kommt mit Staub, Rauch und Trockenheit, aber auch mit Staunässe zurecht. In Zeiten von Klimawandel und extremer werdender Wettersituationen könnte der Eschenahorn zu jenen Baumarten gehören, die mit den sicher verändernden Bedingungen zurechtkommen und wird teils schon als „Klimawandelgehölz“ bezeichnet (Siehe >>KLICK<<)

Im Berliner Stadtgebiet sehe ich vieler dieser Bäume. Sie gehören die im Jahresverlauf zu den ersten, die mit der Blüte beginnen. Einige Eschenahornbäume stehen genau so, dass ich den Zweigen mit der Kamera extrem nahekommen kann und so beobachte ich auch in diesem Jahr fasziniert das Austreiben erst der männlichen und später dann der weiblichen Blüten.

Denn, das ist interessant, der Eschenahorn ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich, es gibt männliche wie auch welbliche Bäume.

Zunächst beginnen die männlichen Bäume ihre Blüten auszutreiben. Diese hängen an langen Büscheln von den Ästen. Nach etwa drei Wochen beginnen die männlichen Bäume dann auch mit dem Blattaustrieb, wie Ihr auf den unten in der Galerie gezeigten Fotos erkennen könnt, die an einem und demselben Baum im Laufe des Monats März  entstanden sind.

Seit etwa einer Woche beginnen nun auch die weiblichen bisher noch völlig kahlen Bäume, an denen teils noch die vertrockneten Ahornfrüchte aus dem vergangenen Jahr hängen, mit dem Blütenaustrieb. Noch sind sie ganz klein, doch bald werden sie größer und wenn sie in Nachbarschaft mit einem männlichen Baum stehen, werden sie bestäubt und es entwickeln sich aus den weiblichen Blüten die neuen, diesjährigen Eschenahornfrüchte.

KLICK auf eines der folgenden Bilder für Großansicht im Galerieformat:

 

Diesen Beitrag widme ich Petra Pawlofskys Gemeinschaftprojekt „Natur und Erde schützen. Ein Gewinn“.

9 Kommentare zu „Faszination Eschenahorn. Blüte im März

  1. Was für ein faszinierender Beitrag ! Und wie schön, dass du ihn meinem Projekt „Natur und Erde schützen-ein Gewinn“ (https://pawlo.wordpress.com/portfolio/die-natur-und-erde-schutzen-ein-gewinn-protecting-nature-and-earth-a-gain/) widmest! Vom Eschenahorn habe ich noch gar nichts gewusst. Um so interessanter ist dein Bericht darüber! Ich werde besser aufpassen, ob ich nicht einen erkenne! Du hast auch ausgesprochen prächtige Fotos geschossen !
    Ich habe diesen Beitrag inzwischen mit meinem neuesten Beitrag und der hier oben angegebenen Seite verlinkt.
    Herzensdank ! Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Lieben Dank für Deinen Kommentar und die Verlinkung. Mir ist der Eschenahorn vor ca. drei Jahren zum ersten Mal wegen dieser urtümlich erscheinenden männlichen Blüten aufgefallen, die mir sozusagen „im Weg“ hingen und seitdem beobachte ich diese Bäume immer wieder mit großer Faszinantion. Ich nehme wir vor, ihn weiter im Verlauf des Jahres fotografisch zu begleiten und mal sehen, was ich für einen weiteren Beitrag an Bildmaterial zusammentrage ;:-)
      Liebe Grüße
      Ines

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    1. Soweit ich das verstanden habe, wird in der Biologie tatsächlich von männlichen Blüten gesprochen:
      z.B.:
      „Enthält eine Blüte weibliche Teile (Fruchtblätter) und männliche Teile (Staubblätter), bezeichnet man sie als zwittrig (Zwitterblüte) oder zweigeschlechtig. (…)
      Enthalten Blüten nur Staubblätter bzw. Fruchtblätter, sind sie eingeschlechtig. Es sind dann entweder männliche oder weibliche Blüten.“
      Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/bluetenstaende-bluete-und#
      Liebe Grüße

      Liken

      1. Danke. Obwohl mir bekannt was, daß es männliche und weibliche Bäume gibt, sah ich eigentlich nur das, was wir „Blüten“ nennen, als Blüten an: Also die mit Staubgefäßen (männlich) um den Stempel(weiblich) in der Mitte. Wissenschaftlich ist es anscheinend richtig, wie ich erfahre, auch von männlichen „Blüten“ zu sprechen.

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