Selbst mit rotem Tuch

Das gestern wegen eines spontanen Kopfschmerzüberfalls ausgefallene Mittwochs-(Selbst)Portrait heute nachgeholt, der aktuellen Lage entsprechend mit Mund- und Nasenschutz – nicht nur symbolisch in Gestalt eines roten Tuches.

Nein, ich mag sie auch nicht (wer mag sie schon), aber das Argument, dass so andere geschützt werden können, falls ich selbst unerkannterweise das Virus mit mir spazieren führe, scheint mir einleuchtend.

Unangenehme Erinnerungen an diese Art Mundschutz habe ich noch aus dem vergangenen Jahr, als meine Mutter mit einem Krankenhauskeim infiziert wurde und wir sie lange Zeit nur behandschuht, mit Maske und Umhang besuchen durften und im Krankenhaus schwitzten und uns nahe am Ersticken fühlten. Damals schon dachte ich mit Bewunderung an OP-Personal, dass derartig beeinträchtigt schwierige Operationen ausführt.

Aus heutiger Sicht kleideten wir uns damals achtlos in pures Gold und wir denken mit Wehmut an diese Zeiten, während meine Mutter dieser heutigen Corona-Tage unbesucht und mutterseelenallein auf der Krankenstation liegt.

18 Kommentare zu „Selbst mit rotem Tuch

    1. Danke,
      nun, da sie schwerkrank ist, haben meine Eltern eine Sondergenehmigung bekommen, dass er sie nun doch täglich besuchen darf. Und wir kommunizieren eben per Handy und Videochat, aber das ist nicht dasselbe wie ein persönlicher Besuch …
      Liebe Grüße
      Ines

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  1. Sehr gelingen, Ines. Ich habe mir und Micha jeweils einen Mundschutz genäht. Eigentlich wollte ich noch einen zweiten herstellen, habe bisher aber keine Motivation dazu gehabt. Im Podcast vom Drosten (Charité) beim NDR habe ich die wissenschaftliche Erklärung gehört, was ein Mundschutz leistet und was nicht. Sehr interessant, kann ich empfehlen.
    Liebe Grüße und frohe Ostern von Susanne

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    1. Lieben Dank, Susanne, für Deinen Kommentar!
      Einen Zweit- und Drittmundschutz zu haben ist sicher gut, denn die sollen ja nach einem Tag Tragen auch gewaschen werden; vielleicht setze ich mich über die Feiertage auch nochmal über ein paar Stoffreste. Mittlerweile „fuchse“ ich mich in die Materie ein bisschen ein.
      Einen schönen Karfreitag und ein frohes Osterfest auch für Dich
      Liebe Grüße
      Ines

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      1. Liebe Ines,
        mit dem Nähen der Mundschütze habe ich kein Problem, meine Mama hat mir schon mit 12 Jahren das Nähen beigebracht und was man in jungen Jahren erklärt bekommt, dass vergisst man ja nicht. Einzig habe ich im Moment keine Lust dazu, zu nähen. ;-)
        Auch für dich und deine Mädels ein frohes Osterfest, Susanne

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  2. Liebe Ines, dass mit deiner Mutter tut mir leid – wie viele liegen jetzt irgendwo und dürfen keinen Besuch bekommen.
    Du wirst beim Zeichnen immer besser – ich mache das daran aus, dass du auf den Zeichnungen endlich so hübsch wirst, wie du wirklich bist.
    Und tschüss

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