Hippiefreuden

 

 

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Was zum Teufel hat sie da denn angeschleppt?

 

Nun rede und schreibe ich ja schon länger immer mal wieder davon, dass ich lernen wolle, mich von Dingen zu trennen, damit auch Ballast abzuwerfen und Platz und Luft zum Leben und Atmen zu gewinnen.

Einiges habe ich auch bereits aussortieren können, weiteres wird folgen, auch wenn es  nicht immer leicht fällt.

Aber manchmal kehren die Dinge auch zurück.  Von meinen Eltern bekam ich heute eine Klomottenkiste überreicht, die ich wohl im Sommer 2003 gepackt hatte, als ich mein WG-Zimmer räumte und für einige Zeit das Land verließ. Offensichtlich habe ich diese Kleider danach nie abgeholt und später dann vergessen.

Ich wollte die Sachen eigentlich nur sortieren, waschen und dann das Brauchbare zur Kleidersammlung der Caritas bringen. Aber was finde ich? Meinen alten geliebten Hippierock und noch ein paar andere Klamotten, von denen ich manche schon als Teenager in Zweiter Hand erstanden hatte. Was für eine Überraschung, was für eine Freude, was für Erinnerungen sich auch auftaten. Ja, ich hatte zwei Extreme Kleiderphasen – ganz in Schwarz und ganz in Hippiebunt. Dazwischen nichts.

Die wiedergefundenen Sachen werden wohl bei mir bleiben und als Belohnung dienen für konsequentes Lauftraining und Yoga, denn mit Antidepressivaspeck geht der Reißverschluss nicht zu schließen. Und dann muss noch das Selbstbewusstsein gut gefüttert werden, damit ich mich auch nicht schäme, in meinem Alter noch in dem alten Hippiezeug herumzulaufen. Ob das bis zum Sommer klappt?

Wir werden sehen …

 

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Himmelstänzerin

 

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Fotomontage: Himmelstänzerin, © Agnes Podczeck 2017

 

Eine kleine Spielerei aus Zeichnung und Fotografie. Das Foto stammt aus meiner Reihe Dancing with the moon, aus der ich bereits drei Bilder (hier) gezeigt habe.

Noch ein wenig steif ist die Tanzende dort oben am Himmel. Sie weiß noch nicht so recht, was das ganze soll. Kann sie sich wirklich entspannen und darauf einlassen? Darf sie sich fallen lassen?

Die letzten Abende habe ich noch mehrere dieser kleinen Tänzerinnen gezeichnet. Weitere Montagen werden gewiss folgen.

Die Weisheit der Wölfe

 

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Manchmal bietet das Leben auch wunderschöne Wendungen. Nachdem Belana Hermine letzte Woche „Die Weisheit der Wölfe“ von Elli H. Radinger vorgestellt hatte (zur ihrer Rezension geht es hier), bot sie an, es mir zu schenken. Ich war perplex, überrascht und glücklich. Und voller Vorfreude.

Gestern Vormittag brachte der Postbote dann wie wundervolle Sendung. Was für eine Freude! Natürlich habe ich bereits die ersten Kapitel gelesen, besser gesagt aufgesogen. Lieben Dank nochmal an Dich, Belana Hermine.

Meine Wolfsfaszination erhält neues Futter. Wie herrlich!

 

 

Warten auf die Wölfe

 

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Wolfshöhle im Wildpark Schorfheide, Skizzenbuch A5, Bleistifte, 03.08.2017

 

Bei unserem letzten Besuch im Wildpark Schorfheide saßen wir lange auf der Aussichtsplattform vor dem Wolfsgehege und warteten auf die Wölfe. Ab und an vernahmen wir Krächzen und Flügelschlag der Raben und hofften immer wieder, dass die Wölfe endlich auf die Lichtung treten würden.

Zum Zeitvertreib skizzierte ich die Wolfshöhle.

Am Abend gaben wir die Hoffnung auf eine Wolfssichtung auf. Unser Heimweg führte noch eine kurze Strecke an den Büschen des Wolfsgeheges vorbei. Dann, plötzlich, sahen wir sie. Zusammengeringelt lagen sie im Schutz der Bäume. Unsere Freude über ihren Anblick hätte nicht größer sein können.

 

 

 

Im Park

 

In ziemlichen Einklang mit mir selbst war ich am Montag. Wenn das kein gelungener Start in mein neues Leben als Frau von Vierzig ist?!

Buchstäblich auf Händen getragen fühlte ich mich. Nachmittags im Park – mein Thron in der Hängematte. Auf keinem Sofa liege ich bequemer! Später ein paar Kritzeleien, die zu einem runden Tag dazugehören.

Vierzig werden ist gar nicht so doof, wie ich befürchtet hatte.

Teaser

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Wolfskind im Windpark Schorfheide, Lamyfüller auf A4 Aquarellskizzenpapier, (c) Agnes Podczeck

 

Diese kleine Skizze soll als Teaser den hoffentlich beachtlichen Output nach meinem großartigen Erlebnis gestern im Wildpark Schorfheide samt der einen oder anderen Hintergrundinformationen einleiten.

Ohne viele Worte zu machen, kann ich hier schon einmal meine allerwärmste Empfehlung für den Besuch geben.

https://www.wildpark-schorfheide.de/de/

Augenblicke: Lebensgier

Gestern.

Radelnd.

Von Schöneberg aus heimwärts.

Gedanken fahren Kettenkarussell.

Ich verzichte auf meinen gewohnten Halt im Tiergarten: Der Himmel hat sich zugezogen. Es dunkelt – hell am Tage. Die Wolken türmen sich.

Im Wedding dann gewinnt die Finsternis und Blitze zacken über Kränen. Ich fahre schneller, doch im nächsten Park packt mich die Panik: Der Wind nimmt Anlauf, färbt die Luft zu dickem gelben Nebel. Pollen färben die noch trock’ne Luft. Dann, ganz plötzlich, stürmt – orkant – es los und rüttelt an den Bäumen. Was morsch ist, hält nicht stand. Zweige fliegen durch die Luft, ein dicker Ast kracht gewaltig auf den Weg. Vor dem hätte mich auch mein Fahrradhelm nicht wirklich schützen können. Doch umkehren kann ich nicht, denn es knackt und knirscht auch hinter mir verdächtig. Vorwärts also, schnell, weiter durch den Park und bis zur sichren Straße.

Sekunden nur die Todesangst, doch die löst augenblicklich auch ein hohes Glücksgefühl aus:

LebensLUST,

ja, LebensGIER!

Ja, LEBEN möchte ich!

Nicht nur für die anderen, wie ich in dunklen Zeiten meine, mich durch Dasein quäle, nur um ihnen den Verlust, die Trauer und die immer off’ne Wunde zu ersparen.

Nein, mein Leben leben will ich auch für mich.

 

 

Die ersten Kastanienblüten des Jahres

 

 

Gestern beim Abendspaziergang hatte ich es schon gesehen – die ersten Kastanienblütchen an „meiner“ vorwitzig frühen Kastanie (siehe dieser Beitrag) ist aufgegangen. Alle anderen Kastanienbäume am Falkplatz lassen sich mit der Blüte noch ein wenig Zeit.

Über die ersten Blüten hatte ich mich gestern so sehr gefreut, dass ich heute noch einmal mit Fotoapparat wiederkehren und Euch zeigen wollte.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Freitag!