Teaser

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Wolfskind im Windpark Schorfheide, Lamyfüller auf A4 Aquarellskizzenpapier, (c) Agnes Podczeck

 

Diese kleine Skizze soll als Teaser den hoffentlich beachtlichen Output nach meinem großartigen Erlebnis gestern im Wildpark Schorfheide samt der einen oder anderen Hintergrundinformationen einleiten.

Ohne viele Worte zu machen, kann ich hier schon einmal meine allerwärmste Empfehlung für den Besuch geben.

https://www.wildpark-schorfheide.de/de/

Augenblicke: Lebensgier

Augenblicke: Lebensgier

Gestern.

Radelnd.

Von Schöneberg aus heimwärts.

Gedanken fahren Kettenkarussell.

Ich verzichte auf meinen gewohnten Halt im Tiergarten: Der Himmel hat sich zugezogen. Es dunkelt – hell am Tage. Die Wolken türmen sich.

Im Wedding dann gewinnt die Finsternis und Blitze zacken über Kränen. Ich fahre schneller, doch im nächsten Park packt mich die Panik: Der Wind nimmt Anlauf, färbt die Luft zu dickem gelben Nebel. Pollen färben die noch trock’ne Luft. Dann, ganz plötzlich, stürmt – orkant – es los und rüttelt an den Bäumen. Was morsch ist, hält nicht stand. Zweige fliegen durch die Luft, ein dicker Ast kracht gewaltig auf den Weg. Vor dem hätte mich auch mein Fahrradhelm nicht wirklich schützen können. Doch umkehren kann ich nicht, denn es knackt und knirscht auch hinter mir verdächtig. Vorwärts also, schnell, weiter durch den Park und bis zur sichren Straße.

Sekunden nur die Todesangst, doch die löst augenblicklich auch ein hohes Glücksgefühl aus:

LebensLUST,

ja, LebensGIER!

Ja, LEBEN möchte ich!

Nicht nur für die anderen, wie ich in dunklen Zeiten meine, mich durch Dasein quäle, nur um ihnen den Verlust, die Trauer und die immer off’ne Wunde zu ersparen.

Nein, mein Leben leben will ich auch für mich.

 

 

Die ersten Kastanienblüten des Jahres

 

 

Gestern beim Abendspaziergang hatte ich es schon gesehen – die ersten Kastanienblütchen an „meiner“ vorwitzig frühen Kastanie (siehe dieser Beitrag) ist aufgegangen. Alle anderen Kastanienbäume am Falkplatz lassen sich mit der Blüte noch ein wenig Zeit.

Über die ersten Blüten hatte ich mich gestern so sehr gefreut, dass ich heute noch einmal mit Fotoapparat wiederkehren und Euch zeigen wollte.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Freitag!

 

 

Aus meinem Skizzenbuch 8

 

Die Sonne wärmt meine Seele! Geht es Euch genauso oder gehört Ihr zu denen, deren Stimmung vollkommen wetterunabhängig ist? Ich komme mir vor wie ein Fähnchen im Wind, hin- und hergeworfen von meteorologischen Hochs und Tiefs.

Am Sonnabend ging es mir so gut, dass ich, als ich auf der Straße einen guten Bekannten traf, eine ganze Weile vergnügt mit ihm sprechen konnte – ohne Verlegenheit, ohne Angst, ohne Stottern.

Am Sonntagmorgen hatte ich ja in der frühmorgendlichen Stille für Zeilenendes Fotoprojekt eine Runde um die Groth-Baustelle gedreht und die wärmenden Sonnenstrahlen hatten mich so sehr aufgeladen, dass ich mich ein paar Stunden später noch einmal mitten ins Mauerparkgetümmel wagte.

Nicht ohne Grund heißt es, man könne „in einer Menschenmenge untertauchen“, denn genau dieses schrecklich laute Gewusel, in dem ich mich unsichtbar wähnen konnte, half mir dabei, es eine Weile in der Masse auszuhalten, mich mit Bleistift und Skizzenbuch zwischen die Leute zu setzen und wild draufloszukritzeln und ein Strichmännchen (oder hieße es Strichfrauchen?) neben das andere zu setzen. Unglaublich, wie viele Menschen am Sonntag unterwegs waren!

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Skizzenbuch A5, Unter der Birke, Bleistift, 27.03.2017

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Skizzenbuch A5, Märzsonntag im Mauerpark, Bleistift, Kohlestift, 26.03.2017

Dagegen wirkte es am Montagnachmittag im benachbarten Park mehr als beschaulich und so zeigt die gestrige zartere Skizze nur zwei Studenten unter einer austreibenden Birke.

 

Kleine Nettigkeiten

 

20170309_Freude

 

Bei Trienchen fand ich heute eine ganz wunderbare Aktion. Es geht darum, kleine Freuden zu bereiten.

Wie das geht? Ganz einfach: die ersten drei von Euch, die mir zu diesem Beitrag einen Kommentar schreiben, bekommen im Laufe dieses Jahres eine kleine Aufmerksamkeit von mir zugeschickt. Natürlich unbedingt auch mit ein paar handgeschriebenen Zeilen ;-). Wann? Keine Ahnung? Was? Lasst Euch überraschen! Ich weiß es doch selbst noch gar nicht.

Die Idee habe ich von Trienchen, Trienchen hat die Idee von der Klabauterfrau und die Klabauterfrau von Chaoslu und diese wiederum von … ach!

Die Beschreibung der Aktion kopiere ich faul und frech von Trienchen, die wiederum von der Klabauterfrau abgeguckt hat und die Klabauterfrau … also jedenfalls alles ordentlich zitiert und keinesfalls und niemals nicht ein Plagiat. Das Titelbild jedenfalls ist von mir; auf diesen Lorbeeren ruhe ich mich jetzt erst einmal aus.

 

Die allgemeinen Spielregeln lauten:“Die ersten drei Menschen, die mir ein Kommentar hinterlassen, erhalten irgendwann dieses Kalenderjahr eine Überraschung von mir. Etwas Gebackenes, Gebasteltes, eine Postkarte oder irgendwas anderes Schönes… Auf jeden Fall etwas, das mit Liebe gemacht oder ausgewählt wurde.  Wann die Überraschung kommt, steht noch nicht fest und wird auch nicht verraten. Nur, dass es dieses Jahr ankommt ist sicher.

Der kleine Haken? Diese drei Leute müssen das gleiche Angebot in ihrem Blog machen. Damit trage ich – und Ihr Gewinnerinnen! – dazu bei, dass 2017 ein bisschen netter wird.

….
Sinnvoller Weise kann nur mitmachen, wer einen Blog betreibt und seinen Wohnsitz in Europa hat. Ebenso solltet ihr mindestens 18 Jahre alt sein und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Falls ihr bereits an anderer Stelle bei den Nettigkeiten mitgemacht habt: seid so fair und überlasst diese Möglichkeit denen, die noch nicht davon profitiert haben. Dankeschön.

 

Nun bin ich aber gespannt 🙂

Ich wünsche Euch einen wundervollen Freitag!

Der Metterling

 

„Guck mal, ein Metterling!“, ruft die Kleine.

Begeistert zeigt sie auf die Wiese.

Der Papa trottet hinterher.

„Was?“, ruft er.

Die Kleine jauchzt: „Ein Metterling, ein Metterling, ein Metterling.“

Der Papa ist mit den Gedanken wohl noch im Büro. Er zeigt sich weiter begriffsstutzig.

„Was? Ich verstehe nicht.“

„Ein Metterling!“.

Die Stimme der Kleinen wird immer höher.

Nun also fällt bei ihm der Groschen. Zunächst nur ein kleines Stockwerk tiefer.

„Ein Schmetterling, aha“,  brummt er geistesabwesend, während er auf sein Smartphone schielt.

Vier, drei, zwei … Endlich! Pling!

Seine Stimme rutscht drei Oktaven höher: „Ein Schmetterling? Wirklich? Wo?“

Seine anfangs gespielte Begeisterung schlägt schnell in echte Euphorie um. Mit glänzenden Augen starren beide auf die Weise und staunen.

‚Da hat er ja gerade nochmal die Kurve bekommen‘, denke ich schmunzelnd. ‚Was für ein herrlicher Tag.‘