S-Bahn-Skizzen (35) – mobiles Büro

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S-Bahn-Skizzen (34) Fahrgemeinschaften

 

S-Bahnhof Yorckstraße. Die Sonne scheint so kräftig, dass ich, dick in meinen Mantel eingehüllt, auf der Bank eine kleine Mittagspause einlege und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lasse. Ich schließe die Augen und lausche dem Konzert der Stadtvögel.

Doch der nächste Termin rückt näher und steige ich in die Bahn ein. Die Sonne zieht sich hinter einen dünnen Wolkenschleier zurück. Was bleibt, ist eine wohlige Ahnung vom nahenden Frühling.

 

 

Ich danke Euch ganz herzlich für Eure lieben Wünsche in Euren Kommentaren zu meinem letzten Beitrag. Ich verzichte zwar heute auf persönliche Beantwortung, aber schicke Euch allen hier sonnige Frühlingsgrüße.

Die Fremde im Spiegel

 

 

 

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Die fremde Dame. Selbst mit Samtmütze, A4 Aquarellpapier, Bleistift und Tusche, 01.02.2018

 

 

Im alten Kleiderkarton (siehe hier) fand ich auch meine alten Samtmützen. Wie so eine Kopfbedeckung verändern kann! Ich erkenne mich selbst im Spiegel nicht wieder. Noch ein bisschen Wimperntusche, Farbe auf die Lippen und vor mir steht eine Fremde.

Ich hole den Spiegel zum Tisch, setze mich in Position, nehme Papier und Bleistift. Später ziehe ich die Konturen mit Tusche nach und lösche die meisten Bleistiftlinien wieder aus. Wenn nur die Fremde mal still halten würde. Ständig bewegt sie den Kopf und ich kann einfach nicht mehr feststellen, in welchem Winkel sie in den Spiegel guckte. Beim nächsten mal markiere ich die Umrisse des Kopfes auf dem Spiegel, damit die Dame sich merkt, wie sie ihren Kopf halten muss.

Schreibe ich „beim nächsten mal“? Genau! Es werden weitere Bilder mit anderen Kopfbedeckungen folgen – schließlich bin ich die einzige, die immer Zeit für mich hat und mir geduldig Modell sitzt.