Kurioses vom Tag

 

Blühende Mandelbäumchen, wie im März – nicht nur an der Bornholmer Straße, sondern auch andernorts in Berlin.

Es gibt immer noch gereifte Brombeeren – wie im September.

Zwei rotzfreche Kolkraben in der Berliner Innenstadt; einer von ihnen gibt mir mit dem Flügel eins auf die Mütze. Die Nebelkrähen, die sonst das Stadtbild dominieren, sind schon davongeflattert.

Die erneute Entdeckung von „gravierenden Defiziten bei den technischen Systemen“ des BER (Tagesspiegel, taz) ist hingegen gar nicht kurios und ich würde lauthals hämisch lachen, wenn nicht das ganze Projekt wie ein schwarzes Loch jene Steuergelder einsaugen würde, die an anderer Stelle doch so sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Und ziemlich ernüchternd die Entdeckung, dass auch gute Freunde von guten Freunden der Überzeugung sind, in diesem Land funktioniere das Sozialsystem, „richtige“ Armut gäbe es hier gar nicht, die Arbeitslosen wären einfach nur zu faul und die Depressiven würden sich nur nicht anstrengen wieder gesund zu werden: „Sport treiben, ’n Job suchen und dann wird det allet wieda jut.“ Gut, dass ich das jetzt auch weiß.

 

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Herbstleuchten (12) Frust und Frost

 

Heute sind zwischen Herrn Prinzipienreiter und Fräulein Positiv wieder arg in die Fetzen geflogen.

Ich würde doch nun endlich eingesehen haben, dass der Herbst auch schöne Seiten hat – diese Farbenpracht des Herbstlaubes, sinnierte die Positivdenkerin. Der Herbstnebel sei total romantisch und auch die kürzeren Tage hätten ihren Vorteil: An wolkenarmen Tagen ließe sich sowohl die aufgehende als auch die untergehende Sonne beobachten. Sternenhimmel schon am Nachmittag! Sei das nicht herrlich? Und überhaupt: was für einen Genuss, sich die kühle Herbstluft um die Nase wehen zu lassen.

Der arme Herr Prinzipienreiter versuchte, ihr rosarotgefärbtes Gefasel zu ignorieren. Er atmete tief ein und aus und wieder ein und aus. Er zählte bis zehn und bis zwanzig. Einatmen – Ausatmen. Pffffff …

Doch dann platzte ihm die Hutschnur und er bellte los. Er würde sich einen Dreck um die angeblich schönen Seiten des Herbstes scheren. Herbst ist und bleibt schei… (zensiert!), tobte er. Kalt, nass, ungemütlich, dunkel. Garstig! Eklig! Dreckig! Pfützen! Matsch! Nasse kalte Füße! Schnupfen! Husten! Heizkosten! Die paar bunten Blätter könnten das auch nicht wett machen. Guck doch da und hier und dort – der ganze Müll am Straßenrand! Der wird im Sommer wenigstens von diesem Blumenzeugs verdeckt. Und er, der Herr Prinzipienreiter, sieht es auch gar nicht ein, warum er seine Haltung zum Herbst irgendwie ins Positive ändern soll. Dreck bleibt Dreck! Nie im Leben wird er sich dazu herablassen, den Herbst zu mögen! Etwas so Garstiges plötzlich schön finden! Nein! Das hieße doch Kapitulation! Nie, nie, nie!

Das Fräulein Positiv lächelte weise und auch etwas überheblich, wie ich finde, in sich hinein. Wie gut, dass der Prinzipienreiter das nicht sah; er hätte sich erniedrigt und zutiefst gedemütigt gefühlt und wäre endgültig geplatzt.

Ich ließ den armen alten Herren reden. Soll er sich ruhig mal den ganzen Groll vom Herzen geifern, dachte ich. Er braucht eben seine Zeit, sich an die neuen Denkmuster zu gewöhnen. Nachher wird er sich wieder beruhigen und irgendwann schaffe ich es vielleicht auch, die gegensätzlichen Positionen miteinander zu versöhnen. Im nächsten Jahr. Jetzt heißt es erst einmal, sich gegen den kommenden Winterfrust zu wappnen.

 

Die Schuldfrage

 

Es gibt ja Menschen, die immer sofort die Schuld bei den anderen sehen; was immer auch passiert – die Welt ist böse und sie selbst machen immer alles richtig.

Ich gehöre zum anderen Extrem, indem ich für alles immer die Schuld bei mir suche, sich richtig nur auf mich allein Wut empfinden kann. Für alle anderen Menschen finde ich tausend Ausreden. Egal ob vielleicht das Fehlverhalten ganz objektiv auf der Seite anderer Leute liegt, ich finde zielgenau das Schlupfloch, weswegen ich mich selbst kasteien darf.

Während viele Leute endlich mal lernen müssen, sich auch mal an die eigene Nase zu fassen, ist meine Nase also schon fast plattgedrückt. Aber die Behörden der sozialen (Un!)Sicherheit und ihre SachbearbeiterInnen haben sich schon seit langer langer Zeit entschlossen, mir ganz (un)eigennützig mit einer Schocktherapie zu helfen. Ich möchte ihnen hier an dieser Stelle meinen tiefempfundenen Dank aussprechen (muss ich die Ironiewarnung hinzufügen?). Ich finde zwar immer noch ausreichend Gründe, auf mich selbst zu fluchen, aber darüber hinaus wächst ein Pflänzchen der Wut, die sich nach außen richtet.

Bei der therapeutischen Bearbeitung des Themas helfen mir die Köpenicker Knorkator (jetzt Ironie Ende, die helfen wirklich!) und ich höre gerade in Schleife, wie der eine Stumpen sein zweites Ich so richtig fertig macht.

 

Kreativitätsexplosion

 

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Daumen hoch dem Spiegelbild, Feder und Pinsel, Tusche, Acrylfarbe (Titanweiß), © Agnes Podczeck 08.11.2017

 

Federnden Schrittes flog ich heute zur Ergotherapie. Ja, einen Teil der Last habe ich wirklich zu Hause lassen können.

Im Offenen Atelier gesellte ich mich dann zur Morgenbesprechung der kleinen Zeichengruppe, der ich sonst immer fern geblieben war. Deutete dort erstmals etwas von den Ängsten der letzten Wochen, ach Monate, an! Das Teilen tat wohl. Sodann noch eine Überraschung. Vorige Woche hatte ich in der Praxis einen Zettel ausgehängt, ob jemand am gemeinsamen Portraitzeichnen Interesse hat. Mit Resonanz hatte ich nicht gerechnet, doch ich wurde vom Gegenteil überrascht.

Wir sind, bisher, zu zweit und ich musste mal wieder feststellen, was sich mir beim Musizieren auch schon immer bewiesen hat: Alleine rummosern ist gut und erfüllend; aber verschiedene Köpfe können sich gegenseitig zu einer Kreativitätsexplosion inspirieren, bei der ein Gedanke den nächsten beflügelt.

Wir basteln uns erst einmal Gipsabdrücke von unseren Händen und Köpfen, so haben wir vollkommen unbewegliche Modelle, die mit Mützen, Schals und Perücken frei variabel veränderlich sind und wir können gleichzeitig und am gleichen Motiv arbeiten. Später dann geht es an echte Menschen. Für mich heißt das: reden, sich absprechen, auf andere einstellen. Wahrscheinlich auch einiges erklären, weil ich ja nun schon ein wenig erfahren bin im Portraitzeichnen. Aber heute war das für mich gar nicht schlimm – vielleicht auch, weil mein Gegenüber psychisch ebenso wie ich sehr „angeschlagen“ ist und Kontaktängste und Redeschwierigkeiten sehr wohl selbst zu kennen scheint, nicht zu schnell und nicht zu laut spricht. Die Zusammenarbeit war nicht nur „nicht schlimm“, sondern sogar recht lustig, als wir die Kindergartenkinder mit dem Gips zu hantierten.

Zu Hause dann noch eine zeichnerische Spielerei, das Spiegelbild aufs Papier gebracht und doch nicht wirklich ein Selbstportrait.

 

 

Was vom Leben übrig blieb

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Wohnen unter der Brücke. Es mag in der Herbstsonne bunt und romantisch aussehen. Die Realität ist weit davon entfernt. Prenzlauer Berg in Berlin, 06. November 2017

 

Wahrscheinlich habe ich heute eine gute Nachricht bekommen. Eine sehr gute. Eine ausgezeichnete. Eine, die die Schlinge, die ich die letzten Wochen um meinen Hals spürte und die sich enger und enger zog, die mich die inzwischen fast nicht mehr atmen ließ, gelockert hat. Ich befinde mich nun in einem Schwebezustand. Kann ich schon aufatmen? Wie viel kann noch passieren und das vorläufige Happy End in ein unsägliches Drama verwandeln?

Noch habe ich die rettende Information nicht schriftlich. Noch stehe ich unter Strom. Mein Körper ist im Stressmodus. Wann endlich kommt der Brief? Kommt der Brief?

Während ich nun heute wieder Hoffnung schöpfe, meine Wohnung halten zu können, wird wird diejenige des kranken Alkoholikers und Messies geräumt. Nach einem Wasserschaden vor ein paar Monaten habe ich nur ein paar Zentimeter des Wohnungseingangs erahnen können. Unter Müll und Zeitungsfetzen. Dort lebte ein Mensch. Lange. Im Sommer, wenn es draußen heiß war, sank der faulige Gestank aus dem vierten Stock bis ins Erdgeschoss. Die Kinder aus dem Kinderladen verzogen dann immer die Gesichter: Bei Euch stinkt es ganz eklig!

Heute riecht das ganze Haus riecht nach Desinfektionsmittel. Das Räumkommando, zierliche junge Männer, die kein Wort Deutsch verstehen, trägt zarte Handschuhe und einen dünnen Mundschutz. Wahrscheinlich setzen sie ihre Gesundheit aufs Spiel und bekommen sie für diese traurige Arbeit nicht einmal einen Appel und ein Ei.

Es rumst und poltert, dass ich fürchte, das Haus bricht zusammen. Der Müllberg im Hof wächst und wächst, ausgesetzt den neugierigen, abfälligen, angeekelten Blicken der Nachbarn, Eltern, Kinder. Die Matratze ist schimmlig schwarz und löchrig. Der Kühlschrank braun verklebt und rostig. Riesige ranzige Müllsäcke versperren den Weg. Was von einem Leben übrig blieb.

Ich versuche, nicht an diesen Menschen zu denken, den ich nicht gekannt, nicht einmal gesehen, sondern immer nur gerochen habe. Trotzdem frage ich mich, wie es ihm nun gehen mag. Hat er Hilfe bekommen? Ist er in einer Klinik? Gehört er nun zu den unzähligen Obdachlosen unserer Stadt? Ist er tot? Die traurigen Gedanken stechen mitten in mein Herz. Dabei will ich mich heute freuen. Darüber, dass mein Schicksal, mein menschengemachtes Schicksal, nun doch noch eine gute Wendung nehmen wird. Hoffentlich.

Herbstleuchten (10) – Novembergrau

 

Gewohnheiten. Rituale. Routinen. Mancher verabscheut solche Regelmäßigkeiten. Aber es gibt Dinge, die helfen mir – gerade jetzt – , meinem Leben einen Rahmen zu geben, sind ein Krückstock. Egal wie gut oder schlecht es mir geht: sonntags gibt es einen Fotospaziergang. An den Herbstmontagen dann den Herbstleuchtenbeitrag hier. Aber heute ist mir ganz besonders wenig nach Leuchten und ich hatte darüber nachgedacht, den Beitrag einfach ausfallen zu lassen. So ein Blog ist doch kein Muss, sondern soll Spaß machen. Auch mir. Aber genau das weiß ich doch, dass das Durchsehen der Fotos und das Schreiben des Beitrags mir gut tut. Freude bringt. Also frisch ans Werk!

Gestern war es überwiegend bewölkt und dunkel. Heute hingegen strahlte die Sonne geradezu höhnisch. Der Himmel war vor solchem Azurblau, dass ich noch einmal den Fotoapparat nehmen musste und die sonnenbeschienene Farbenpracht auf Festplatte brachte.

Ich zeige dennoch jetzt die „grauen“ Bilder von gestern, denn gehört nicht gerade auch das Dunkle und Trübe zu dieser Jahreszeit? Auch scheinbar triste Tage sollen hier ihr Recht bekommen, die Schüchternen und die Introvertierten, die genauso ihre tollen Seiten haben, aber im Vergleich mit den knalligen lauten Rampensauundsonnentagen immer im Schatten stehen. Denn wer genau hinsieht …

 

 

 

Dr. rer. nat., leider depressiv!

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Dr. rer. nat., leider depressiv, Entwurf, Bleistift, Skizzenbuch A5, 02.11.2017

 

Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde, in einem Sozialstaat, und wer in soziale Bedrängnis gerät, erfährt selbstredend Hilfe. So sollte es sein. Und viele von uns glauben auch daran, dass dem so ist. Niemand müsse auf der Straße schlafen, niemand müsse hungern in unserem reichen Lande. Als ein schwankender Obdachloser von zwei Polizisten aus der Bahn geführt wird (sehr höflich wohlgemerkt), doziert eines der jungen ausgehfein herausgeputzten Mädchen verächtlich vor ihren Freundinnen: „Der muss hier nicht so sitzen. Der soll sich Hilfe suchen. Es gibt Stellen, an die der sich wenden kann, da wird ihm geholfen.“

Ich bin unschlüssig. Soll ich mich ärgern über diese dumme Ignoranz der grauen Realität gegenüber? Oder soll ich mich freuen für das junge Ding, sie beneiden um ihre Naivität und Blauäugigkeit? Schließlich bedeutet es doch ein Gefühl von Sicherheit und Wärme zu wissen, dass man in Notsituationen Unterstützung erfahren würde.

Ich selbst habe immer geahnt, gewusst, dass es genug traurige Gründe gibt, warum Menschen ihre Wohnung verlieren.  Auch und sogar in unserem reichen Land. Aber dass das soziale Netz derartig löchrig ist und alle jene hindurchgleiten, die aus dem Schema fallen, nach welchem das Sozialgesetzbuch gestrickt ist, hätte ich nicht im Traum geahnt. Die Würde des Menschen ist dehnbar. Ich möchte gerne schreien, laut aufschreien über die Ungerechtigkeit. Unwürdigkeit. Erniedrigung. Und morgen aufwachen in einer wärmeren Welt.

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 9

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28.10.2017, Blick von Brücke Schwedter Steg/Schivelbeiner Straße aus nach Süden, zur Baustelle. 

Das Zeilenende hatte im Februar zu einem gemeinsamen Fotoprojekt aufgerufen – zwölf Monate lang soll jeweils am letzten Sonntag des Monats eine Momentaufnahme eines selbstgewählten Motivs präsentiert werden.

Der Aufruf erzeugte ein überwältigendes Echo und auch ich bin von der Idee so begeistert, dass ich hier das Wachstum der zu recht umstrittenen Baustelle des ebenso umstrittenen Investors Groth Gruppe am Berliner Mauerpark dokumentiere.

 

So!!! Nun endlich kann ich Euch hier wieder Bilder zeigen, die den Gefühlen der zahlreichen Menschen entspricht, die jahrelang engagiert gegen eine Bebauung dieses Areals am ehemaligen Mauerstreifen gekämpft haben. Es ist trüb, dunkel, die Wolken hängen schwarz und tief. Die Fotos stammen zwar von gestern, aber da war die Wolkenstimmung nicht heiterer als heute war.

Das schlagende Argument, mit dem die Bebauungsgenehmigung damals gegen jegliche Einwände durchgeprügelt wurde, war ja: wir brauchen dringend mehr Wohnungen in Berlin. In der Tat mehren sich die Berichte über Wohnungsmangel, rasend steigende Mieten und auch Obdachlosigkeit in der Hauptstadt. Ohne Neubau, und zwar in erheblichem Umfang, wird es nicht gehen, denn Berlin wächst weiter stetig. Aber ob Bauprojekte, wie das hier gezeigte, die Situation entspannen werden, wage ich weiter zu bezweifeln.

Mangel herrscht hauptsächlich an bezahlbarem Wohnraum. Je kaufkräftiger der oder die Suchende, umso größer ist das Angebot, vor allem in den beliebten Innenstadtbezirken. Wer hier allerdings heutzutage noch eine bezahlbare Wohnung sucht, braucht das Glück einer Lottogewinnerin. Am Mauerpark entstehen vor allen Dingen Wohnungen, die nicht mietpreisgebunden sind und somit für die Mehrzahl der Suchenden nicht infrage kommen. Die neu vermieteten teuren Wohnungen werden jedoch den Mietspiegel für die ganze Gegend weiter in die Höhe treiben und somit VermieterInnen der Umgebung ideale Handhabe zu weiteren Mieterhöhungen geben. Es sei denn es geschieht ein Wunder und die Wohnungspolitik wird eine soziale Wende nehmen. Aber angesichts der wahrscheinlichen Jamaikanisierung der künftigen Bundesregierung sollte man lieber auf einen Lottogewinn vertrauen.

Zur Erinnerung (ich schrieb es bereits in einem früheren Beitrag):

Die Groth-Gruppe baut am Mauerpark 227 Mietwohnungen, 42 „senjorengeeignete“ Mietwohnungen, 111 Eigentumswohnungen, 197 Studentenappartments sowie 122 öffentlich geförderte Wohnungen mit entsprechender Mietpreisbegrenzung

227 Mietwohnungen
42 „senjorengeeignete“ Mietwohnungen
111 Eigentumswohnungen
197 Studentenappartments
122 öffentlich geförderte Wohnungen
699 gesamt

 

Von gesamt 699 Wohneinheiten werden also nur insgesamt 122 Wohnungen halbwegs für mittlere bis untere Einkommen erschwinglich sein. Die Preise für die sogenannten Studentenapartments sind aus meiner Sicht eine Frechheit, denn die werden ab 569 Euro warm für 20,5 Quadratmeter vergeben. Für zehn Quadratmeter mehr sind dann schon an die eintausend Euro fällig. Derzeit übrigens beträgt der BAFöG-Höchstsatz (den nur die wenigsten Studierenden bekommen) 735 Euro. Die dürfen dann aber bloß nicht krank werden, weder während des Studiums, noch danach, wenn sie ihre Studienkredite abzahlen müssen. Entgegen vieler Vorurteile steigt zwar mit dem Studium die Wahrscheinlichkeit für ein höheres Einkommen nach Abschluss, ist aber längst kein Garant für ein überlebenssicherndes Einkommen. Trotzdem – bei der Zahl an Studierenden, die in diesem noch immer eine Unterkunft suchen, werden die Eigentümer wohl keine Probleme haben, ihre möblierten Luxusapartments zu vermieten.

 

Bevor ich immer weiter doziere (Sagenswertes gäbe es viel) zeige ich Euch nun endlich die Bilder. Ich bin dieses Mal wieder einmal im die Baustelle herumgegangen, und zwar in Richtung Norden, Westen, Süden, in wieder nach Osten. Zur Orientierung nochmals der Plan, den ich zu Projektbeginn gezeichnet hatte.

 

Groth_PlanIUD26.3.2017BG

 

Und jetzt geht es los. Die bebilderte Galerie öffnet sich beim Anklicken eines der Bilder.

 

 

 

 

Unter dem Beitrag vom Zeilenende findet Ihr die vielen interessanten Links zu den Beiträgen der anderen.

 

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 8

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 7

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 6

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 5

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 4

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 3

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 2

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 8

 

Das Zeilenende hatte im Februar zu einem gemeinsamen Fotoprojekt aufgerufen – zwölf Monate lang soll jeweils am letzten Sonntag des Monats eine Momentaufnahme eines selbstgewählten Motivs präsentiert werden.

Der Aufruf erzeugte ein überwältigendes Echo und auch ich bin von der Idee so begeistert, dass ich hier das Wachstum der zu recht umstrittenen Baustelle des ebenso umstrittenen Investors Groth Gruppe am Berliner Mauerpark dokumentiere.

 

 

Unverkennbar, es ist Herbst geworden. Die Tage sind wieder kürzer, die Bäume färben sich mehr und mehr. Die Äpfel der Bäume ostseits der Baustelle, auf der Wiese vor dem Moritzhof, leuchten weithin rot; Stare tun sich zwitschernd an dem gesunden Obst gütlich, während sich die Baustelle in der scheinbar ewigen Riesenpfütze vor dem Spielplatz neben dem Baugelände spiegelt.

An der Groth-Baustelle wird weiter gearbeitet und ich finde es immer noch kaum vorstellbar, wie schnell doch Häuser gebaut werden können. Heute, am Sonntag, ist es in Berlin dunkel, grau und feucht, doch für diesen Beitrag habe ich vorgearbeitet und die Bilder am Freitag erstellt. Es war schönes Wetter und ich hatte Lust, meinen Baustellenspaziergang vorzuziehen.

Freitag habe ich auch mal wieder von den Höfen der Graunstraße aus, auf Weddinger Seite, fotografiert.  Die Häuser sehen dort schon fast fertig aus, die GEWOBAU, die die entstehenden Sozialwohnungen verwaltet, hat bereits ihr Banner hängen, erste Straßenschilder stehen. Das alte Mäuerchen aus Uraltzeiten ist mittlerweile wieder völlig bekrakelt.  Ein Wachmann warnt höflich vor dem nachtüber freilaufenden Hund. Ich stelle nicht zum ersten Mal fest, wie hässlich, kalt und blutleer man doch auch 2017 noch zu bauen vermag.

 

 

Blickt man aus Süden und aus Osten von der Schwedter Straße aus, kann man den Häusern beim Wachsen zusehen. Da Freitag, also Arbeitstag, ist, sehe ich die Kräne ständig in Bewegung. Bauarbeiter wieseln über die Baustelle, Bagger fahren. Das Haus ganz im Norden zur S-Bahn hin, bekommt eine Dämmfassade.

 

 

 

Von Norden, vom Schwedter Steg aus, kann ich zunächst wegen der blendenden Lichtverhältnisse nicht fotografieren. Aber von der Brücke beim Bahnhof Gesundbrunnen habe ich eine sehr gute Sicht.

Am Abend gehe ich noch einmal auf den Schwedter Steg, wo ich nicht die einzige bin, die an diesem schönen ersten offiziellen Herbsttag den Sonnenuntergang beobachtet. Der Himmel ist jetzt völlig wolkenfrei und ich habe einen viel zu romantischen Blick auf die Berliner Kran-Skyline und die Baustelle.

 

 

Wie mag es hier in einem Monat aussehen?

 

 

Unter dem Beitrag vom Zeilenende findet Ihr die vielen interessanten Links zu den Beiträgen der anderen.

 

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 7

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 6

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 5

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 4

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 3

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt 2

Groth statt Grün – Zeilenendes Fotoprojekt

Atem schöpfen auf dem Zweitblog

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Das Zeichnen „niedlicher“ Motive und bunter Kinderbilder ist, wie mehrfach bereits geschrieben, einer meiner Hauptskills, wenn der schwarze Hund Besitz von mir ergreifen will.

Da die Herbstzeit für mich diesbezüglich sehr kritisch ist, werden wohl die nächsten Wochen viele kitschig-bunte süße Bildchen folgen.

Mein Zweitblog Miezies Abenteuer soll ein kleines Heile-Welt-Paralleluniversum sein, auf dem ausschließlich positive Bilder ihren Platz finden – nicht, um den Kopf in den Sand zu stecken und der Realität zu entfliehen, sondern um Atem zu schöpfen und Kraft zu tanken, sich den Problemen des Alltags zu stellen.

Wer von Euch sein oder ihr Inneres Kind mit „netten“ Bildchen erfreuen will – oder gar die eigenen Kinder oder Enkel unterhalten, sei herzlich eingeladen, Miezies Abenteuern zu folgen.

 

Zum heutigen Beitrag geht es hier.