Hüllen

  Nachdem ich Karfreitag unangenehm Triggerndes aber dennoch unabwendbar zu Erledigendes hinter mich gebracht habe, gönnte ich mir das restliche Osterwochenende viel Ruhe und Allein-Sein. Mit dem Handarbeits-Skill habe ich ein drohendes Stimmungstief recht gut abwehren können. Aus diesem Anlass zeige ich hier ein paar meiner selbstgehäkelten Taschen, an denen ich zu großem Teil in der Klinik und…… Hüllen weiterlesen

Weiße Blüten und Genusstraining

  Bereits vor einer Woche hat mich ein kleiner Strauch mit seinen fliederähnlich duftenden Blüten in den Bann gezogen. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie er heißt; vielleicht ist das aber auch egal. Als wir in der Klinik beim Genusstraining immer sofort herausfinden wollten, was wir denn da rochen, sahen, hörten, als wir analysierten, werteten…… Weiße Blüten und Genusstraining weiterlesen

Engel

  Hier eine Zeichnung, die ich vor zwei oder drei Wochen in der Tagesklinik angefertigt hatte. Ich hatte (habe) zwar meinen Speckstein zur Bearbeitung – hier der Beitrag dazu, ein späterer Eintrag zum „Ergebnis“ wird noch folgen – hatte aber zwischendurch immer wieder das Bedürfnis zu zeichnen. Wie ich bereits mehrfach schrieb ist das etwas, was ich momentan…… Engel weiterlesen

Klandern

Wenn ich morgens aufstehe, bin ich eigentlich noch ganz gut beisammen, aber je näher ich der Klinik komme, um so mehr übernimmt das unreife Kind in mir die Kontrolle. Das „unreife Kind“ ist ein Terminus, den meine Therapeutin vorgeschlagen hat, denn eigentlich hätte ich das Kind „böse“, „ungezogen“, „trotzig“ genannt. Um das Kind in mir…… Klandern weiterlesen

In der Tagesklinik

Diese kleine Zeichnung ist im Aufenthaltsraum der Tagesklinik entstanden. Dort treffen wir uns morgens zur Morgenrunde, um gemeinsam den Tag zu beginnen und hier findet auch der Tagesabschluss statt. In den Pausen kann man hier oder im Esszimmer nebenan sitzen – wo es manchmal lauter als auf einem Bahnhof zugeht. Wir haben außerdem einen kleinen…… In der Tagesklinik weiterlesen

Tagesklinik – ich und ich und ich

Nein, ich hätte nicht gedacht, dass die Zeit in der Tagesklinik einfach würde. Es war mir von Beginn an bewusst, dass diese Therapiezeit harte, kräftezehrende Schwerstarbeit werden würde. Der rationale Teil in mir, das theoretisch denkende, analysierende, abwägende und wissende Hirn, versteht das und wundert sich keineswegs, dass mich die Tagesklinik derart erschöpft, dass ich…… Tagesklinik – ich und ich und ich weiterlesen

Wieder Dienstag – und doch so anders

Zwischen den Jahren habe ich einen neuen Pfad auf meinem Therapieweg eingeschlagen. Nach einiger Zeit als Tagespatientin auf meiner alten Station bin ich seit heute Patientin in der Tagesklinik auf demselben Klinikgelände.  Räumlich habe ich mich definitiv verschlechtert – aus den Fenstern der alten Station hatte man so einen herrlich weiten Blick. Ich habe die…… Wieder Dienstag – und doch so anders weiterlesen

Rückblickend hinein in die Zukunft

Im der letzten Woche ist in mir und mit mir so unendlich viel vorgegangen, dass ich fast das Gefühl habe, ich sei heute ein anderer Mensch. Der Vorhang, der so lange um mich herum hing, ist gefallen und es gelingt mir immer besser, mit anderen Menschen zu sprechen – zumindest mit meinen Mitpatienten hier, die…… Rückblickend hinein in die Zukunft weiterlesen

Kommunikation mit Krückstock

Bei uns in der Klinik grassiert ein hoch ansteckendes Virus – das Häkeln und Stricken. Dabei können wir Suchtelnden uns immerhin darauf berufen, dass wir mit unserer Handarbeit gleichzeitig auch an unserer Genesung basteln: Gerade beim Strickenlernen oder aber beim Erfinden oder Nachstricken verschiedener Muster trainieren wir unser Gehirn, die Koordination und die Konzentration. Zudem…… Kommunikation mit Krückstock weiterlesen