10 Milliarden Menschen

 

 

Vielleicht hat ja wegen des stürmischen Herbstsonntags die eine oder der andere von Euch Zeit und Laune, den Nachmittag zwar auf der Couch vor der Glotze, aber bittere nicht stumpfsinnig zu verbringen. Dann kann ich Euch gerne folgende Dokumentation aus der ARD-Mediathek empfehlen:

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

Ein Dokumentarfilm von Valentin Thurn aus dem Jahr 2015, der damals auch im Kino lief. Bis zum 31.10. ist er in der Mediathek des Ersten zu sehen.

 

Aus der Beschreibung der ARD:

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Wo wird dann die Nahrung für alle herkommen? Wird es die industrialisierte Landwirtschaft schaffen, genug auf unsere Teller zu bekommen? Soll sich zukünftig jeder vegetarisch ernähren oder sind Insekten die neue Proteinquelle? Wie geht es mit der Massentierhaltung weiter oder kann Fleisch auch künstlich in Laboren hergestellt werden? Was wäre, wenn wir unsere eigene Nahrung jeweils selbst anbauen?

 

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentarfilm/10-Milliarden-Wie-werden-wir-alle-satt/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1105036&documentId=41829286

 

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Luzifer

 

Heute morgen erwachte ich und statt meiner niedlichen zwei Miezekatzen sah ich vor meinem inneren Auge – – –

 

20170922_LuziferBG
Luzifer, Tusche, Feder, Pinsel auf A4 Papier, 22.09.2017

kein Kuschelkätzchen.

Holla, da haben mich ja die beiden abc-etüden, die wortgeflumselkritzelkram gestern zum besten (zum allerbesten!) gegeben hat, gehörig beeindruckt. Falls Ihr sie auch gelesen habt, wisst ihr ganz gewiss, was ich meine. Falls nicht, dann rate ich Euch dringend: lest! lest! lest! Und zwar in der richtigen Reihenfolge:

https://wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com/2017/09/20/abc-etueden-13/

https://wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com/2017/09/20/abc-etueden-die-wiedergeburt/

EiLosKuchen für den traurigen Teddy

Panda, Naturkundemuseum
Bao Bao im Naturkundemuseums, Bleistiftskizze,Skizzenbuch A5, 01.08.2017

 

„Ooooh, guck mal Mama! Der sieht aber traurig aus,“ stellte ein kleines Mädchen fest, als es an der Vitrine mit dem ausgestopften Pandabären Bao Bao vorbeilief.

In der Tat war mir die große Traurigkeit des ausgestellten Pandabären im Vergleich zum  scheinbar fröhlichen Knut auch aufgefallen. Will er uns Menschen mahnen, die wir gedankenlos unsere Umwelt und damit nicht nur unsere eigene, sondern auch seine Lebensgrundlage und die aller Wesen der Erde zerstören? Kritisiert er den Selfiewahn um Knut, der ihm nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit beschert? Mahnt er, die Haltung und die Haltungsbedingungen von Zootieren zu überdenken? Ist ihm unwohl bei dem Gedanken an den millionenschweren Pakt um seine zwei Artgenossen, die nun staatstragend im Berliner Zoo hofiert werden? Könnte er all dies tatsächlich denken, wäre er sicherlich auch erfreut über die Diskussion über Tierethik, angeregt von Gerda Kazakou und Nadia Baumgart, zu deren aktuellsten Artikeln diesbezüglich Ihr gern den Links folgen könnt:

https://gerdakazakou.com/2017/08/02/die-ziege-myrte-mittwochs-beitrag-zur-tier-ethik/

https://tierethiksite.wordpress.com/2017/08/02/mein-kommentar-zu-gerdas-beitrag/

 

Wie entsetzt wäre Bao Bau, wüsste er, dass wir gestern ein peinliches, trauriges, schauriges Gedenkdatum hatten, den „Earth Overshoot Day“. Falls das Euch nichts sagt, dann lest z.B. in diesem gestrigen taz-Artikel und im WordPressbeitrag von Ellie zum „Traurigen Welterschöpfungstag“.

 

Dazu passt vortrefflich, dass im Rahmen der bunten Ara-Ausstellung des Naturkundemuseums die Installation eines aufgehängten Mastschweins gezeigt wird, auf dessen Bauch die (wenigen) interessierten Besucher gezeigt bekommen, dass massenhafter Fleischkonsum ein wesentlicher Faktor bei der Vernichtung des Regenwaldes ist, denn den großen Teil des dort angebauten Soja essen nicht die VeganerInnen und VegetarierInnen, sondern dienen als Futtermittel zum Beispiel für unsere Mastschweine.

 

20170801_FleischBG

 

 

Doch genug des erhobenen Zeigefingers, denn hilfreicher ist es doch, wenn wir uns die Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise gegenseitig schmackhaft machen. Mein Minibeitrag dazu heute:

 

Gestern gab es bei uns EiLosKuchen, die wir geradezu verschlungen haben. Das will etwas heißen, denn ich war soweit ich mich erinnern kann noch nie ein richtig großer Fan von Eierkuchen (oder Pfannkuchen — der Streit um die korrekte Bezeichnung ist emotional, ideologisch und wird wohl nie final entschieden). Darüber hinaus: früher sind mir die Dinger in der Pfanne immer angebrannt oder kaputt gegangen oder schmeckten viel zu fettig. Diese Superkuchen aber sind mir – ich habe selbst Bauklötzer gestaunt – auf Anhieb gelungen.

Das Rezept ist simpler als jede Backmischung:

Mehl und Wasser verrührt Ihr im Verhältnis 1:2 (ich habe verschiedenen Mehlsorten gemischt, simples Auszugsweizenmehl funktioniert aber wohl ebenso). Eine oder zwei pürierte Bananen ersetzen die Eier. Als Ei-Ersatz funktioniert auch Apfelmus, das ich ebenfalls dazugegeben habe. Menge frei nach Lust und Laune. Dazu eine Prise Salz sowie bei Bedarf noch etwas Zucker. Dann die Masse nach und nach in die Pfanne geben. Und die fertigen EiLosKuchen stellt Ihr sicher, damit sie nicht aufgenascht sind, bevor Ihr fertig mit dem Braten seid.

Zum Beweis die EiLoskuchenbilder sowie das Versprechen, dass mein Blog hiermit nicht und niemals zum Rezepteblog mutiert. Kochen und Backen sind für mich reine Notwendigkeit des Alltags und nichts, worüber ich in meiner freien Zeit mehr als nötig zu Lamentieren gewillt bin.

 

 

Der saftige, süße und suchterzeugende Geburtstags-Schokokuchen war selbstredend auch Ei- und Milchfrei.

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Teaser

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Wolfskind im Windpark Schorfheide, Lamyfüller auf A4 Aquarellskizzenpapier, (c) Agnes Podczeck

 

Diese kleine Skizze soll als Teaser den hoffentlich beachtlichen Output nach meinem großartigen Erlebnis gestern im Wildpark Schorfheide samt der einen oder anderen Hintergrundinformationen einleiten.

Ohne viele Worte zu machen, kann ich hier schon einmal meine allerwärmste Empfehlung für den Besuch geben.

https://www.wildpark-schorfheide.de/de/

Schwarzer Humor

Für die Liebhaber des schwarzen Humors unter Euch ein Song von Funny van Dannen, der mir durch meine dunklen trüben Tage hilft.

In letzter Zeit höre ich dieses Lied oft auf dem Weg in die Tagesklinik. Mit Sarkasmus lässt sich die Welt für mich einfacher ertragen.

 

 

 

 

 

 

Funny Thursday

Schon in den Neunzigern hatte ich einiges von Funny van Dannen gehört, mir aber nie ein Album von ihm zugelegt. Diese Woche habe ich ihn wieder für mich neu entdeckt und sein sarkastisch-traurig-beißender und kluger Humor bessert meine Stimmung merklich. Somit kann ich mein neues Funny van Dannen Album feierlich in meine Skillsliste mit aufnehmen.

Bei dem unten verlinkten Song habe ich beim ersten Hören Tränen gelacht – der Trauer, Wut, Selbstironie, aber voller Optimismus und Lebenswillen.

Startet gut in den neuen Tag!

Zwänge

Ach, wenn ich nur früher schon gewusst hätte, dass „das Kind einen Namen hat“, dass es eine „normale Krankheit“ ist, die ich habe, dass ich Hilfe finden kann! Das hätte mir einiges erspart.

So oder so ähnlich habe ich nun schon einige Menschen reden gehört (bzw. davon gelesen), die im Nachhinein feststellten, dass sie bereits Jahre unter einer psychischen Krankheit litten und sich einsam mit den Symptomen quälten, bevor diese diagnostiziert wurde und sie endlich Hilfe und Verständnis bekamen.

Auch eine der interviewten Betroffenen für ein Radiofeature des WDR über Zwangsstörungen äußerte sich in diesem Sinne.

Mit dem Thema Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bin ich persönlich zu meinem Glück nicht in bedenklichem Ausmaß konfrontiert, fand den Radiobeitrag aber dennoch (oder gerade deswegen) sehr interessant. Er ist immer noch in der Mediathek abrufbar, z.B. über folgenden Link:

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/zwangsdenken-zwangshandlungen-100.html

 

Hier ein Auszug der Kurzbeschreibung des WDR:

„Zwangsstörungen: „Alles immer noch mal von rechts nach links lesen“

Jeder kämpft mit Alltagszwängen, mit Ordnung und Reihenfolge, und auch mit ganz privaten Macken und Marotten. Doch wann wird aus einem Drang eine krankhafte Störung? Matthias Baxmann hat sich selbst beobachtet – aber auch Menschen getroffen, die ihre Zwangshandlungen als krankhaft empfinden und behandeln ließen.“

Gerne verweise ich hier auch auf den Blog von Nelia, die dort offen auch über das Thema Zwänge schreibt:

https://farbensehnsuchtblog.wordpress.com

Wie auch immer …

… Ihr die kommenden Tage verbringt – ob festlich und gemütlich mit Familie und Freunden oder ob Ihr das Fest ignoriert, so wie ich in diesem Jahr – ich wünsche Euch eine schöne Zeit.

Wenn Ihr wissen wollt, wie die Ur-Berliner die kommenden Tage verbringt, dann hört Euch an, was die wunderbare Lea Streisand darüber zu erzählen hat. Da ich so gut wie niemals ausgehe, habe ich sie trotz vielfacher Gelegenheiten noch niemals live erlebt. Aber vielleicht wird da ja im Neuen Jahr etwas daraus.

Euch alles Gute, Liebe, Gesundheit, Glück und … vor allem Frieden!