Die Schuldfrage

 

Es gibt ja Menschen, die immer sofort die Schuld bei den anderen sehen; was immer auch passiert – die Welt ist böse und sie selbst machen immer alles richtig.

Ich gehöre zum anderen Extrem, indem ich für alles immer die Schuld bei mir suche, sich richtig nur auf mich allein Wut empfinden kann. Für alle anderen Menschen finde ich tausend Ausreden. Egal ob vielleicht das Fehlverhalten ganz objektiv auf der Seite anderer Leute liegt, ich finde zielgenau das Schlupfloch, weswegen ich mich selbst kasteien darf.

Während viele Leute endlich mal lernen müssen, sich auch mal an die eigene Nase zu fassen, ist meine Nase also schon fast plattgedrückt. Aber die Behörden der sozialen (Un!)Sicherheit und ihre SachbearbeiterInnen haben sich schon seit langer langer Zeit entschlossen, mir ganz (un)eigennützig mit einer Schocktherapie zu helfen. Ich möchte ihnen hier an dieser Stelle meinen tiefempfundenen Dank aussprechen (muss ich die Ironiewarnung hinzufügen?). Ich finde zwar immer noch ausreichend Gründe, auf mich selbst zu fluchen, aber darüber hinaus wächst ein Pflänzchen der Wut, die sich nach außen richtet.

Bei der therapeutischen Bearbeitung des Themas helfen mir die Köpenicker Knorkator (jetzt Ironie Ende, die helfen wirklich!) und ich höre gerade in Schleife, wie der eine Stumpen sein zweites Ich so richtig fertig macht.

 

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Dr. rer. nat., leider depressiv!

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Dr. rer. nat., leider depressiv, Entwurf, Bleistift, Skizzenbuch A5, 02.11.2017

 

Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde, in einem Sozialstaat, und wer in soziale Bedrängnis gerät, erfährt selbstredend Hilfe. So sollte es sein. Und viele von uns glauben auch daran, dass dem so ist. Niemand müsse auf der Straße schlafen, niemand müsse hungern in unserem reichen Lande. Als ein schwankender Obdachloser von zwei Polizisten aus der Bahn geführt wird (sehr höflich wohlgemerkt), doziert eines der jungen ausgehfein herausgeputzten Mädchen verächtlich vor ihren Freundinnen: „Der muss hier nicht so sitzen. Der soll sich Hilfe suchen. Es gibt Stellen, an die der sich wenden kann, da wird ihm geholfen.“

Ich bin unschlüssig. Soll ich mich ärgern über diese dumme Ignoranz der grauen Realität gegenüber? Oder soll ich mich freuen für das junge Ding, sie beneiden um ihre Naivität und Blauäugigkeit? Schließlich bedeutet es doch ein Gefühl von Sicherheit und Wärme zu wissen, dass man in Notsituationen Unterstützung erfahren würde.

Ich selbst habe immer geahnt, gewusst, dass es genug traurige Gründe gibt, warum Menschen ihre Wohnung verlieren.  Auch und sogar in unserem reichen Land. Aber dass das soziale Netz derartig löchrig ist und alle jene hindurchgleiten, die aus dem Schema fallen, nach welchem das Sozialgesetzbuch gestrickt ist, hätte ich nicht im Traum geahnt. Die Würde des Menschen ist dehnbar. Ich möchte gerne schreien, laut aufschreien über die Ungerechtigkeit. Unwürdigkeit. Erniedrigung. Und morgen aufwachen in einer wärmeren Welt.

Antirassistische Plüschtiere

 

Auf meinem Zweitblog Miezies Abenteuer haben sich drei Plüschtiere bereits zu einer Gesellschaft der Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz bekannt (Siehe >>HIER<<).

Für mich wäre es vor Kurzem noch unmöglich gewesen, an so einer Veranstaltung teilzunehmen, bei der man ja doch nicht ganz schweigsam sein kann, sondern das eine oder andere Wort mit seinen Mitmenschen wechselt oder immerhin in Blickkontakt kommt. Das hat erstaunlich gut geklappt und ich bin sehr zufrieden mit mir. Auch künftig wird aber mein Focus erst einmal auf meinem Kampf gegen Depression und Ängste liegen, denn wirklich aufstehen gegen Gewalt und Rassismus und mich gesellschaftlich engagieren kann ich erst dann, wenn ich mich auch um mich selbst und meine Familie kümmern kann.

Dann sind vielleicht auch die Stammtischkämpfer*innen etwas für mich, denn nicht nur mir als soziophobem und redegehemmten Menschen geht es oft so, dass rassistische Sprüche zunächst derart sprachlos machen, dass ich zu einer passenden Antwort unfähig bin. Das Aktionsbündnis Aufstehen gegen Rassismus bietet Seminare an, in denen gemeinsam Strategien erarbeitet und Situationen geübt werden, um schlagfertiger zu werden und gegen rechte Parolen Position beziehen zu können. Das findet auch Ihr interessant? >>HIER<< geht es zur Homepage des Aktionsbündnisses.

 

Weltoffenheit und Toleranz

 

Heute gibt es für mich einen Spaziergang durch den Mauerpark und ebenso keinen Waldausflug. Ich bin die letzten zehn Jahre keine fleißige Demonstationsgängerin gewesen, aber angesichts der aktuellen beunruhigenden Entwicklungen und des Einzugs einer Partei mit menschenverachtendem Programm bewege ich heute meinen Hintern zur Demonstration „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“.

Das wird die Welt nicht retten, richtig, aber dennoch ist es mir wichtig, zumindest ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung, gegen Hasstiraden und rechte Hetze – für Weltoffenheit und Toleranz. Klar ist auch, damit fängt die Arbeit erst an …

 

Heute, 12 Uhr, Platz des 18. März am Brandenburger Tor

 

>>Hier<< geht es zum Aufruf des breiten Organisations- und Unterstützungsbündnisses

Agnes schwingt die Moralkeule: Im übrigen bin ich der Meinung …

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… dass der Flughafen Tegel geschlossen werden muss.

 

Weit über die Grenzen Berlins und Brandenburgs hinaus ist das Flughafendebakel um den BER bekannt, der vor fünf Jahren hätte eröffnet werden sollen und dessen Bauverzögerung mehr als 1,3 Millionen Euro – pro Tag. Um sich diese Kosten überhaupt vorstellen zu können, hilft ein Blick auf folgende Seite: https://www.flughafen-berlin-kosten.de.

Nun erhebt sich eine kleine und zwischenzeitlich unbedeutend gewordene Partei umfragetechnisch wieder in politische Höhenlüfte, indem sie medienwirksam für den Weiterbetrieb des Berliner Stadtflughafens Tegel wirbt und den Volksentscheid zur Offenhaltung (*Randnotiz: der Autokorrektor schlug statt Offenhaltung „Affenhaltung“ vor, wenn das mal kein Zeichen ist) Tegels tat- und zahlungskräftig unterstützt.

Zeitgleich zur Bundestagswahl soll morgen in Berlin über diesen Volksentscheid abgestimmt werden. Er ist nicht bindend, aber ein Statement und Argument und Stütze für die künftige Stadtpolitik in die eine oder aber die andere Richtung.

Selbstredend nehme ich morgen an der Bundestagswahl teil und werde zudem  Volksentscheid gegen eine Offenhaltung Tegels stimmen, meiner Fassungslosigkeit ob des gigantischen Planungsversagens und der nicht in Worte zu fassenden Verschwendung zum Trotz.

Klar, die Mehrzahl der BerlinerInnen liebt „ihren Flughafen“, mittenmang in der Stadt. Es sieht wirklich hübsch aus, wie die Flugzeuge über Berlin Stadt zum Landeanflug ansetzen; das gehört irgendwie zum Flair dieser Stadt. Solange man nicht direkt darunter in der Einflugschneise steht, sitzt oder gar wohnt und diesem nachgewiesenermaßen krankmachenden Höllenlärm tagtäglich ausgesetzt ist. Dass manche fluglärmgeschulte AnwohnerInnen selbst für die Offenhaltung des Stadtflughafens sind, einzig und allein, weil sie fürchten, dass ihre Mieten sonst rasant in die Höhe schießen werden, ist ein Armutszeugnis für die tatsächlich defizitäre Sozialpolitik und das Versagen des MieterInnenschutzes. Ist es nicht empörend, dass Menschen lieber duldsam Lärm ertragen, nur um nicht aus ihrem Wohnumfeld verdrängt zu werden? Weil sie sonst nicht wissen, wohin? Miet- und Wohnungspolitik – das ist das eigentliche Thema, das Bund und Stadt auf der Agenda haben sollten. Möge der rot-rot-grüne Senat dabei ein weises Hirn und ein glückliches Händchen haben. Bin ich blauäugig?

Hauptargument der TegelbefürworterInnen: steigende Fluggastzahlen, denen der BER in seiner jetzigen Größe einfach nicht gewachsen ist. Abgesehen davon, dass die Schätzungen der künftigen Passagierzahlen übermäßig hoch angesetzt wurden – ist eine immer weitere Ausweitung der Flugverkehrs denn überhaupt wünschenswert, anstrebenswert, politisch, ökologisch und ökonomisch vertretbar? Diese Wachstumslogik finde ich – galant ausgedrückt – sehr ärgerlich. Alle außer ein paar ScheuklappenträgerInnen machen sich Sorgen ob der Folgen des Klimawandels. Bei jedem Sturm, jedem Unwetter, jedem zu heißen, kalten, nassen oder trockenen Herbst, Winter, Sommer und Frühling fragen wir uns: ist das normal oder sind das schon die ersten Boten des Klimawandels. Wir empören uns – zurecht – über Volkswagen, Dieselskandal, Trump und Co, machen tse tse tse, wenn die Nachbarn den Müll nicht korrekt trennen; und steigen dann mal eben ins Flugzeug. Mehrfach pro Jahr, mit einer unvorstellbaren Selbstverständlichkeit. Weil es so unverschämt billig ist, jetten wir von Berlin nach Stuttgart oder München, Amsterdam, Paris und London. Wenn ich im Radio die Werbung für Flugreisen für eben mal 39 Euro höre, kommt mir das Frühstück wieder hoch. Wie bitte: Spaß muss sein und man kann nicht auf alles verzichten? Nun, mir vergeht jede Freude, wenn ich an die möglichen Folgen für meine Kinder und Enkelkinder in fünfzig Jahren denke. Ja, Bahnfahren ist teuer, zu teuer. Das zu Ändern ist ein unterstützenswertes politisches Ziel. Aus Protest gegen teure Bahnfahrkarten die Umwelt kapputtzufliegen ist kurzfristig gedacht, um nicht das Wort dämlich zu verwenden.

Ist gut, ich packe jetzt die Moralkeule wieder ein und fürchte ohnehin, dass ich sowieso nur die bereits Überzeugten erreicht habe.

Für einen visuell positiveren Beitragsabschluss lieber noch ein paar Flugzeuglandebilder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I told you how to change the world

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Streetart am Berliner Mauerpark, gefunden am 2. Juli 2017, Artist: marycula

 

BewohnerInnen von Städten werden das Phänomen der als-Flaschenammelnde-meist-ältere-Menschen-sichtbaren Armut zur Genüge kennen und ich habe auf diesem Blog mehrfach erzählt, dass ich aus meinem Fenster direkt auf die Mülltonnen blicken kann und somit fast täglich mit diesem traurigen Anblick konfrontiert werde.

Ob nun Marx damals DIE richtige Antwort auf die auch damals schon heiß lodernde soziale Frage wusste, kann und soll in diesem Rahmen nicht beurteilt werden. Mit dem festen Vorhaben, es Kapitel für Kapitel gewissenhaft durchzuarbeiten, habe ich mir vor vielen Jahren „Das Kapital“ gekauft, muss aber zugeben, dass es neben anderen un- oder halb gelesenen Büchern noch immer im Regal auf meine ungeteilte Aufmerksamkeit wartet.

Immerhin, das Kommunistische Manifest las ich erstmals vor knapp dreißig Jahren:  als Siebentklässlerin habe ich im Nachwendejahr einen gewiss naiven Schulvortrag (frei gewählt) gehalten, in dem ich mich – hochernst! – mit der Frage beschäftigte, warum wohl der Sozialismus gescheitert sei. Ein Thema, das vielleicht nicht unbedingt typisch für ein Mädchen meines Alters ist, mich aber damals arg umtrieb. Als mein großer, kluger, belesener und von mir immer geschätzter, bewunderter und verehrter großer Bruder von dem Thema hörte, drückte er mir wortlos jenes kleine Büchlein in die Hand. Ich habe es gelesen, ernsthaft, mehrfach, und daraus zitiert – schon allein meines Bruders wegen, um ihm zu gleichen, ihm zu gefallen. Was mir schon allein ob des Altersunterschieds und der dementsprechend fremden Welten, in denen wir lebten (und leben) nicht gelingen konnte; und ob ich das Manifest damals wirklich verstand, möchte ich bezweifeln. Aber später trug ich lange Jahre dieses kleine rote Büchlein in meiner Schultasche – zusammen mit Maxi Wanders „Guten Morgen Du Schöne“, das ich leider eines Tages auf unserem Schulhof liegen ließ.

 

 

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Streetart am Berliner Mauerpark, gefunden am 2. Juli 2017, Artist: marycula

Internationaler Frauentag

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Graffiti am Mauerpark zum 8. März, fotografiert am 20.2.2017

Heute vor 106 Jahren demonstrierten erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz gemeinsam für Gleichberechtigung in Teilhabe von Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben auf die Straße. Nicht um Sonderrechte ging es ihnen, sondern um die Durchsetzung von Menschenrechten auch für Mädchen und Frauen, so Clara Zetkin in einer Rede von 1910.

Blicken wir uns heute bei uns und in der Welt um, so müssen wir sehen, dass gleiche Chancen und Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig (nicht nur) vom Geschlecht immer noch ein unerreichtes Ziel sind. Von einem menschenwürdigen Leben können auch heutzutage viele Menschen auf der Erde nur träumen.

Das neue Bundesteilhabegesetz

Zum Jahreswechsel soll das reformierte Bundesteilhabegesetzes in Kraft treten. Von der Bundesregierung wird es als fortschrittlich und als wesentliche Verbesserung angepriesen. Tatsächlich aber bieten aber die neuen Regelungen viel Anlass zu Kritik.
Wer von Euch gern Radio hört hier zwei Beiträge zu diesem Thema von SWR2:
1. 

Rückschritt statt Fortschritt?

Das geplante Bundesteilhabegesetz in der Kritik

Die Hintergrundsendung von Elisabeth Brückner

Euer Gesetz behindert!“ rufen Demonstranten in ganz Deutschland, aufgeschreckt von 360 Seiten Bundesteilhabe-Gesetzentwurf.

Es ist eine der größten Sozialreformen dieser Regierung: Von der Fürsorge zur Teilhabe. Mit der Reform soll die Situation behinderter Menschen verbessert werden. Tatsächlich aber würde sich Vieles verschlechtern, sollte aus dem Entwurf ein Gesetz werden.

Ulla Schmidt, früher Bundesgesundheitsministerin und jetzt Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe erklärt in SWR2 Kontext, welche Regelungen umstritten sind. Bis zur zweiten und dritten Lesung im Bundestag Anfang Dezember ist Zeit, diese Regelungen zu ändern.Euer Gesetz behindert!“ rufen Demonstranten in ganz Deutschland, aufgeschreckt von 360 Seiten Bundesteilhabe-Gesetzentwurf.“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/kontext/swr2-kontext-rueckschritt-statt-fortschritt/-/id=4352076/did=18162552/nid=4352076/1ltzbcq/index.html
2. 

Sparen kann ich mir sparen!

Behinderte Menschen mit Assistenz fordern gerechten Lohn

Von Andi Ueding
Christian Bayerlein ist 41 Jahre alt und leidet an einer Muskelkrankheit. Seinen Rollstuhl steuert er mit der Unterlippe. Um leben zu können, beschäftigt er rund um die Uhr Assistenten. Weil diese der Staat bezahlt, darf er selbst nur rund 700 € monatlich verdienen und 2.600 € Vermögen besitzen. Im Juni wurde ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der aktuell im Deutschen Bundestag diskutiert wird: das sogenannte Bundesteilhabegesetz. 2017 soll es in Kraft treten. Darin sind die Freibeträge höher. Doch von einem angemessenen Lebensstandard ohne Diskriminierung behinderter Menschen seien wir noch weit entfernt, kritisiert der Diplom-Informatiker. Er fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit.“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tandem/swr2-tandem-sparen-kann-ich-mir-sparen/-/id=8986864/did=18162452/nid=8986864/1c6j8gp/index.html

Hurra, diese Welt geht unter

Bei uns auf Station ist selten der Fernseher an, wenn überhaupt, dann abends. Meist sitzen dann aber Grüppchen von Kartenspielern zusammen und zocken statt zu glotzen.

Heute war alles anders. Morgens um sieben lief bereits der Fernseher, alle starrten fassungslos auf den Bildschirm, schüttelten in trauter Eintracht die Köpfe. So viel harmonisches gemeinsames Entsetzen.

Für eine politische Analyse der US-Wahlen fehlt mir das Hintergrundwissen. Ich möchte ach zu gern naiv jenen Kommentatoren glauben, die behaupten, dass nun, nach Wahlkampfende, Schluss mit Trumps aggressiver rassistischer Propaganda sei und dass nun gemäßigtere Töne angeschlagen werden. Ich verkneife mir, historische Parallelen zu ziehen, die wohl einige von uns vor Augen haben und bei denen eine solche „Befriedung“ nicht funktioniert hat. Vielleicht aber ist es wirklich so – so wenig wie der vorab so hochgelobte Obama die USA in einen Hort des Friedens, der Gerechtigkeit und eine Oase des Klimaschutzes verwandeln konnte, wird hoffentlich auch Trump nicht jenen schrecklichen Einfluss auf sein Land und die Welt nehmen, wie wir alle befürchten. Leider aber hat er noch ein paar Milliarden Dollar mehr in seiner Portokasse hinter sich; die dürften ihm das Regieren erleichtern. 

Manche Momente meines Fernsehmorgens kamen mir übrigens wie gutgemachte Satire vor. Ich hätte gelacht, wenn ich nicht gewusst hätte, dass die Show, die ich da sehen muss, bitter ernst gemeint ist. Den „Einmarsch“(?) Trumps und seiner Mannschaft auf der Bühne zur großen Siegesrede, die SciFi-Musik im Hintergrund – hätten die größten Hollywoodregisseure aller Zeiten diesen Auftritt besser hinbekommen?

Parallel dazu zog in mein Ohr ein Ohrwurm der anderen Art ein, begleitete mich durch den ganzen Tag und trieb mich so dazu, noch einen Beitrag zu diesem leidigen Trumpthema zu tippen:

Der Text einerseits schwarz und böse, gleichzeitig aber voller naiver Hoffnung, die Menschheit könne doch ein besseres, friedlicheres, gerechtes Leben miteinander führen. Nur fürchte ich, dass wenn einer der Verantwortlichen dann doch mal auf rote Knöpfchen drückt, keine Chance für einen friedvollen Neuanfang mehr bleiben wird.