Schwarzer Humor

Für die Liebhaber des schwarzen Humors unter Euch ein Song von Funny van Dannen, der mir durch meine dunklen trüben Tage hilft.

In letzter Zeit höre ich dieses Lied oft auf dem Weg in die Tagesklinik. Mit Sarkasmus lässt sich die Welt für mich einfacher ertragen.

 

 

 

 

 

 

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Funny Thursday

Schon in den Neunzigern hatte ich einiges von Funny van Dannen gehört, mir aber nie ein Album von ihm zugelegt. Diese Woche habe ich ihn wieder für mich neu entdeckt und sein sarkastisch-traurig-beißender und kluger Humor bessert meine Stimmung merklich. Somit kann ich mein neues Funny van Dannen Album feierlich in meine Skillsliste mit aufnehmen.

Bei dem unten verlinkten Song habe ich beim ersten Hören Tränen gelacht – der Trauer, Wut, Selbstironie, aber voller Optimismus und Lebenswillen.

Startet gut in den neuen Tag!

Immer die Andern …

Ich wechsele nun täglich zwischen zwei Welten – der Umgebung zu Hause, an die ich mich erst langsam wieder gewöhnen muss und meiner inzwischen vertrauten Station in der Klinik. Normalerweise bin ich zu jeder Jahreszeit mit dem Fahrrad unterwegs. Das geht in Berlin oft am schnellsten, verursacht keine zusätzlichen Kosten und erspart so manchen Stress im Berufsverkehr. Nun aber habe ich mir für den Fahrtweg von und zur Klinik ich ein Monatsticket der Verkehrsbetriebe gegönnt. Das eröffnet völlig neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Bewohner, die sich morgens schlechtgelaunt in der Straßenbahn tummeln. Damit ich den Weg gut überstehe, schotte ich mich mit Musik auf den Ohren ab. Auf Dauer ist das wohl schlecht für die Ohren, die nun laut beschallt werden, um den Straßenlärm zu übertönen. Aber der Seele tut es gut – gibt es etwas besseres als mit guter Musik in den Tag zu starten?

Hurra, diese Welt geht unter

Bei uns auf Station ist selten der Fernseher an, wenn überhaupt, dann abends. Meist sitzen dann aber Grüppchen von Kartenspielern zusammen und zocken statt zu glotzen.

Heute war alles anders. Morgens um sieben lief bereits der Fernseher, alle starrten fassungslos auf den Bildschirm, schüttelten in trauter Eintracht die Köpfe. So viel harmonisches gemeinsames Entsetzen.

Für eine politische Analyse der US-Wahlen fehlt mir das Hintergrundwissen. Ich möchte ach zu gern naiv jenen Kommentatoren glauben, die behaupten, dass nun, nach Wahlkampfende, Schluss mit Trumps aggressiver rassistischer Propaganda sei und dass nun gemäßigtere Töne angeschlagen werden. Ich verkneife mir, historische Parallelen zu ziehen, die wohl einige von uns vor Augen haben und bei denen eine solche „Befriedung“ nicht funktioniert hat. Vielleicht aber ist es wirklich so – so wenig wie der vorab so hochgelobte Obama die USA in einen Hort des Friedens, der Gerechtigkeit und eine Oase des Klimaschutzes verwandeln konnte, wird hoffentlich auch Trump nicht jenen schrecklichen Einfluss auf sein Land und die Welt nehmen, wie wir alle befürchten. Leider aber hat er noch ein paar Milliarden Dollar mehr in seiner Portokasse hinter sich; die dürften ihm das Regieren erleichtern. 

Manche Momente meines Fernsehmorgens kamen mir übrigens wie gutgemachte Satire vor. Ich hätte gelacht, wenn ich nicht gewusst hätte, dass die Show, die ich da sehen muss, bitter ernst gemeint ist. Den „Einmarsch“(?) Trumps und seiner Mannschaft auf der Bühne zur großen Siegesrede, die SciFi-Musik im Hintergrund – hätten die größten Hollywoodregisseure aller Zeiten diesen Auftritt besser hinbekommen?

Parallel dazu zog in mein Ohr ein Ohrwurm der anderen Art ein, begleitete mich durch den ganzen Tag und trieb mich so dazu, noch einen Beitrag zu diesem leidigen Trumpthema zu tippen:


Der Text einerseits schwarz und böse, gleichzeitig aber voller naiver Hoffnung, die Menschheit könne doch ein besseres, friedlicheres, gerechtes Leben miteinander führen. Nur fürchte ich, dass wenn einer der Verantwortlichen dann doch mal auf rote Knöpfchen drückt, keine Chance für einen friedvollen Neuanfang mehr bleiben wird.