Ich. Will. Liegen. Bleiben

Neid.

Sehnsucht.

Schmerz.

 

Herz voller Dornen.

Augenlider steineschwer.

Boden bodenlos.

 

Freier Fall.

Ein Ende gibt es nicht.

 
Ich beneide die, die tief am Boden liegen

DÜRFEN.

 

Die, die schon gefallen sind.
Die haben’s hinter sich.
Ich darf nicht liegenbleiben.

 

Weiter.

Weiter.

VORWÄRTS.

 

Augen auf und Blick nach vorn.

In den trüben Sumpf der Zukunft.

Kampf verheißt sie. Schmerz und Qualen.
Immer immer weiter geht’s.
Peitschend treibt mich an

 

Das Kinderweinen,

Kinderlachen.

Sehnsucht nach der Mutter.

Augen voller Angst und Sorge.

Was tue ich ihnen an?!

 

VERANTWORTUNG

 

Drückt schwer

Auf meine Schultern.

Und zwingt mich immer wieder aufzustehen.

 

FLUCHT?

 

Flüchten möchte ich.

Sehnsucht nach der anderen Welt.

Ohne diesen grauen Schleier.

Ohne diesen Dolch im Herzen.

 

Ich weiß

 

ICH DARF ES NICHT.

 

Kann es nicht.

Und werd‘ es nicht.

 

 

Doch bitte lass mich davon träumen.

Liegen bleiben will ich.

Jetzt und immerdar.

 

 

 

 

Agnes Podczeck, Herbst 2016

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