Was macht eigentlich …

 

… die Kornellkirsche?

 

 

Vor blühenden Zierbäumen, Kirschen, Äpfeln, Schlehen und allem, was sonst noch alles blüht und unsere Augen wie auch Nasen bezaubert, fallen die inzwischen grünen Sträucher kaum mehr auf.

Jetzt sind die jungen Blätter gut zu erkennen, die ganz klar zeigen, dass sich die Pflanze nicht nur in ihrer Blütenform von Kirsche, Apfel und Co unterscheiden.

 

Hier als Rückblende noch einmal die Bilder aus dem März:

 

Hübsche Rauke

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Knoblauchsrauke, 19.04.2017

 

Die Knoblauchsrauke kann man sehr gut essen und die Gefahr, diese Pflanze mit einer giftigen Art zu verwechseln, besteht nicht. Die Pflanze ist eher unauffällig und die Blüten sind klein. Bei genauem Hinsehen kann man aber, so finde ich, ihre Schönheit nicht verleugnen.

Der Fundort der Pflanze schien mir aber wenig appetitanregend und so ließ ich diese Pflanze lieber stehen und verwendete sich als Fotomodell. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass diese Pflanze als Kreuzblütengewächs zur selben Familie wie die Kohlpflanze, die vor meinem Haus blühen darf (siehe hier), das Radieschen und auch die  Wilde Rauke (Ruola) gehört. Beim Durchstöbern des Internets, um mich ein wenig über diese Pflanzenfamilie zu belesen, bin ich auch über den Rat gestolpert, man solle sehr viele Korbblütler essen, denn die in den meisten enthaltenen Senföle trieben – überspitzt ausgedrückt – Krebszellen in den Selbstmord. Nun bin ich skeptisch gegen sämtliche derartige einfache Heilsversprechen, aber die bildliche Vorstellung finde ich recht anregend und außerdem esse ich sämtliche Kohlarten für mein Leben gern. Nichts spricht also dagegen, sie noch häufiger als sonst auf meinen Speiseplan zu setzen.

 

Wer über den Brokkoli-Krebsmythos nachlesen möchte:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kreuzbluetengewaechse-gegen-krebs-ia.html

 

 

Rhabarber und Hyazinthe 11 – Das Ende

 

Ist Ostern kühl und nass, steht uns ein sonnig warmes Pfingstfest bevor – behaupte ich ganz trotzig.

Und so ganz schlecht ist das diesjährige Osterwetter auch nicht. Hagel – Regen – Sonnenschein – war wäre der April ohne diese stete Unbeständigkeit. Die Pflanzenwelt weiß den Regen sehr zu schätzen. So wundervoll grün werden Gras und Bäume hier in der Stadt nicht lange bleiben.

Nun ein letzter sonntäglicher Blick ins Rhabarberbeet. Ab kommender Woche folgt dann eine neue Beitragsreihe, die den Blick etwas weiter über den Kübelrand unserer Straße richten will.

 

 

 

 

Rhabarber und Hyazinthe 10

Gestern …

 

… hat der Flieder noch nicht geblüht. Aber nun beginnen sich einige Blüten der Trauben bereits zu öffnen. Ein schwacher Trost immerhin angesichts der riesigen Groth-Investment-Baustelle, an deren Zaun der Strauch steht. Ob das Sträucherbeet so bleiben kann, wenn die neuen Mieter*innen und Eigentümer*innen eingezogen sind oder wird es als zu liederlich gelten?

Aber ich will im Hier und Jetzt bleiben, betrachte die hübschen Blüten achtsam und genau. Fliederblüten sind vierzählig, besitzen also vier Blütenblätter. Und wie sie duften …

Zum Vergleich dazu nochmals frische Bilder vom Kastanienbaum. Diese Blüten sehen wirklich anders aus, nicht nur der Farben wegen. Die meisten Knospen der Kastanienblüten sind noch immer geschlossen, aber die fünffingrigen Blätter sind schon riesengroß.

 

 

 

Goldröschen

 

 

Bald geben Forsythie und Kornellkirsche den gelbblühenden Staffelstab an das Japanische Goldröschen weiter, das uns teilweise bis in den August hinein mit seinen gelben Blüten erfreuen kann.

Das Goldröschen ist auch als Kerrie oder Ranunkelstrauch bekannt und zählt zu den Rosengewächsen. Mit der Ranunkelblume ist es übrigens nicht verwandt.

In seiner Urform hat der Strauch die für diese Pflanzengattung üblichen fünf Blütenblätter. Die hier fotografierte Blüte ist eine gefüllte Zuchtvariante.

Ich habe mir erlaubt, einen kleinen Zweig abzubrechen und als Zeichenvorlage mitzunehmen. Die Vase und die Blätter perspektivisch darzustellen, fand ich dieses Mal besonders schwierig. Zur Fehlerkorrektur habe ich mich durch eine dunkle Schraffur der Vase zu retten versucht, finde das Ergebnis aber noch nicht optimal. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich.