Wolf

 

Diese Zeichnung entstand natürlich nicht nach lebendem Modell, sondern wie die anderen Wolfsbilder auch anhand von Fotos.

 

20170826_Wolf_BleistiftBG

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Roter Riese

 

Noch eine Zeichnung aus dem Naturkundemuseums vom Monatsanfang:

Dieses Riesenkänguru ist ein fast 200 Jahre altes Präparat. Faszinierend, dass es noch immer so gut erhalten ist. Auf Bauch und Brust ist die Naht sehr gut zu sehen und dementsprechend merkwürdig mutet die stolze Haltung, die sich die Präparaten für das Tier ausgedacht haben. „Na, suchst Du Streit?!“, scheint es zu fragen.

 

20170801_Känguru

 

Übrigens – Ich kann kein Känguru mehr sehen, ohne die die Stimme Marc-Uwe Klings im Ohr zu haben. Seine grandiose Känguru-Triologie hilft mir so manchen Abend beim Einschlafen.

 

 

 

 

 

Warten auf die Wölfe

 

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Wolfshöhle im Wildpark Schorfheide, Skizzenbuch A5, Bleistifte, 03.08.2017

 

Bei unserem letzten Besuch im Wildpark Schorfheide saßen wir lange auf der Aussichtsplattform vor dem Wolfsgehege und warteten auf die Wölfe. Ab und an vernahmen wir Krächzen und Flügelschlag der Raben und hofften immer wieder, dass die Wölfe endlich auf die Lichtung treten würden.

Zum Zeitvertreib skizzierte ich die Wolfshöhle.

Am Abend gaben wir die Hoffnung auf eine Wolfssichtung auf. Unser Heimweg führte noch eine kurze Strecke an den Büschen des Wolfsgeheges vorbei. Dann, plötzlich, sahen wir sie. Zusammengeringelt lagen sie im Schutz der Bäume. Unsere Freude über ihren Anblick hätte nicht größer sein können.

 

 

 

Mit Kinderaugen

 

20170808_EinhornBG

 

Mehrfach habe ich bereits berichtet, dass ich inzwischen ganz entspannt im Berliner Straßenraum zeichnen kann, ohne dass ich durch aufdringliche Passantinnen und Passanten belästigt werde. Was die einen als Kaltherzigkeit und Anonymität der Großstadt, in der sich die Menschen nicht (mehr) füreinander interessieren, beklagen, ist genau das, was mir das Leben in dieser Stadt erträglich macht.

Eine Ausnahme allerdings gibt es; und das sind die Kinder. Kinder sind die einzigen, die mir immer wieder über die Schultern schauen. Inzwischen komme ich damit ganz gut zurecht, nochzumal die meisten Kinder von zeichnenden Erwachsenen hellauf begeistert sind und auch Zeichnungen bewundern, die ich selbst als eher misslungen ansehe. Liegt es daran, dass es Kinder zu schätzen wissen, wenn sich Erwachsene dieser spielerischen Tätigkeit hingeben, die in der durchschnittlichen Alltagswelt nur angebliche Kleinkindsache ist? Liegt es daran, dass ich mich, indem ich die Dinge zeichnend betrachte, auf ihre Ebene begebe, ihre Sprache spreche? Oder ist es die Faszination dabei zusehen zu können, wie auf dem Papier nach und nach ganze Welten entstehen?

Die hier gezeigte Zeichnung entstand während einer Bahnfahrt. Grundlage war eine Pferdeskizze, die ich im Wildpark Schorfheide begonnen hatte und dann abgebrochen habe, weil die Pferdeherde weitergetrabt war. Ich kritzelte ein wenig um das Pferd herum und plötzlich war ein Einhorn entstanden und die Begeisterung der neben mir sitzenden Mädchen entfacht. Ich gesellte dem Einhorn ebenfalls ein Mädchen zu und stellte beide in eine Berg- und Wiesenlandschaft.

„Oh! Sind das Sternenschweif und Laura?*“, fragte die links neben mir sitzende Kleine?

„Keine Ahnung! Ich glaube nicht,“ meinte ich unentschlossen.

Und dann entschieden wir, dass die beiden Zeichenfiguren die Namen der beiden Mädchen neben mir bekommen sollten.

Stolz und mit leuchtenden Augen beobachteten sie, wie ich die Zeichnung mit ihren Namen betitelte. Dann musste ich leider schon aussteigen.

 

Mein aktuelles Skizzenbuch ist fest gebunden und hat keine heraus trennbaren Seiten. Für die nächsten Ausflüge werde ich unbedingt auch loses Papier einpacken, damit ich den Kindern ihre Krokodile, Prinzessinnen und Einhörner mitgeben kann.

 

 

*Sternenschweif – Buch- und Hörspielreihe über das magische Einhorn Sternenschein und seine menschliche Freundin Laura