Und es gibt sie doch!

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Blaues Einhorn, Mischtechnik, A4 Papier, August 2017

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Mit Kinderaugen

 

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Mehrfach habe ich bereits berichtet, dass ich inzwischen ganz entspannt im Berliner Straßenraum zeichnen kann, ohne dass ich durch aufdringliche Passantinnen und Passanten belästigt werde. Was die einen als Kaltherzigkeit und Anonymität der Großstadt, in der sich die Menschen nicht (mehr) füreinander interessieren, beklagen, ist genau das, was mir das Leben in dieser Stadt erträglich macht.

Eine Ausnahme allerdings gibt es; und das sind die Kinder. Kinder sind die einzigen, die mir immer wieder über die Schultern schauen. Inzwischen komme ich damit ganz gut zurecht, nochzumal die meisten Kinder von zeichnenden Erwachsenen hellauf begeistert sind und auch Zeichnungen bewundern, die ich selbst als eher misslungen ansehe. Liegt es daran, dass es Kinder zu schätzen wissen, wenn sich Erwachsene dieser spielerischen Tätigkeit hingeben, die in der durchschnittlichen Alltagswelt nur angebliche Kleinkindsache ist? Liegt es daran, dass ich mich, indem ich die Dinge zeichnend betrachte, auf ihre Ebene begebe, ihre Sprache spreche? Oder ist es die Faszination dabei zusehen zu können, wie auf dem Papier nach und nach ganze Welten entstehen?

Die hier gezeigte Zeichnung entstand während einer Bahnfahrt. Grundlage war eine Pferdeskizze, die ich im Wildpark Schorfheide begonnen hatte und dann abgebrochen habe, weil die Pferdeherde weitergetrabt war. Ich kritzelte ein wenig um das Pferd herum und plötzlich war ein Einhorn entstanden und die Begeisterung der neben mir sitzenden Mädchen entfacht. Ich gesellte dem Einhorn ebenfalls ein Mädchen zu und stellte beide in eine Berg- und Wiesenlandschaft.

„Oh! Sind das Sternenschweif und Laura?*“, fragte die links neben mir sitzende Kleine?

„Keine Ahnung! Ich glaube nicht,“ meinte ich unentschlossen.

Und dann entschieden wir, dass die beiden Zeichenfiguren die Namen der beiden Mädchen neben mir bekommen sollten.

Stolz und mit leuchtenden Augen beobachteten sie, wie ich die Zeichnung mit ihren Namen betitelte. Dann musste ich leider schon aussteigen.

 

Mein aktuelles Skizzenbuch ist fest gebunden und hat keine heraus trennbaren Seiten. Für die nächsten Ausflüge werde ich unbedingt auch loses Papier einpacken, damit ich den Kindern ihre Krokodile, Prinzessinnen und Einhörner mitgeben kann.

 

 

*Sternenschweif – Buch- und Hörspielreihe über das magische Einhorn Sternenschein und seine menschliche Freundin Laura

Kopfgeburt – Eine Einhornbildgeschichte

Statt tränenschwang`rer Worte, rührseligem Blick zurück und vorsatzvollem Zukunftsplanen eine kleine Endjahresbildgeschichte.

Natürlich wünsche auch ich Euch das, was man sich so heute gegenseitig wünscht, und zwar aus ganzem Herzen.

Einen lieben Gruß an Euch alle

 

 

Äußerst gute Laune …

… macht mir das Zeichnen von bunten „Kinderbildern“.

Heute Nachmittag sind folgende zwei Zeichnungen entstanden.

Ich habe richtig gemerkt, wie ich beim Zeichnen immer besser Laune bekam.