Zwänge

Ach, wenn ich nur früher schon gewusst hätte, dass „das Kind einen Namen hat“, dass es eine „normale Krankheit“ ist, die ich habe, dass ich Hilfe finden kann! Das hätte mir einiges erspart.

So oder so ähnlich habe ich nun schon einige Menschen reden gehört (bzw. davon gelesen), die im Nachhinein feststellten, dass sie bereits Jahre unter einer psychischen Krankheit litten und sich einsam mit den Symptomen quälten, bevor diese diagnostiziert wurde und sie endlich Hilfe und Verständnis bekamen.

Auch eine der interviewten Betroffenen für ein Radiofeature des WDR über Zwangsstörungen äußerte sich in diesem Sinne.

Mit dem Thema Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bin ich persönlich zu meinem Glück nicht in bedenklichem Ausmaß konfrontiert, fand den Radiobeitrag aber dennoch (oder gerade deswegen) sehr interessant. Er ist immer noch in der Mediathek abrufbar, z.B. über folgenden Link:

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/zwangsdenken-zwangshandlungen-100.html

 

Hier ein Auszug der Kurzbeschreibung des WDR:

„Zwangsstörungen: „Alles immer noch mal von rechts nach links lesen“

Jeder kämpft mit Alltagszwängen, mit Ordnung und Reihenfolge, und auch mit ganz privaten Macken und Marotten. Doch wann wird aus einem Drang eine krankhafte Störung? Matthias Baxmann hat sich selbst beobachtet – aber auch Menschen getroffen, die ihre Zwangshandlungen als krankhaft empfinden und behandeln ließen.“

Gerne verweise ich hier auch auf den Blog von Nelia, die dort offen auch über das Thema Zwänge schreibt:

https://farbensehnsuchtblog.wordpress.com

Das neue Bundesteilhabegesetz

Zum Jahreswechsel soll das reformierte Bundesteilhabegesetzes in Kraft treten. Von der Bundesregierung wird es als fortschrittlich und als wesentliche Verbesserung angepriesen. Tatsächlich aber bieten aber die neuen Regelungen viel Anlass zu Kritik.
Wer von Euch gern Radio hört hier zwei Beiträge zu diesem Thema von SWR2:
1. 

Rückschritt statt Fortschritt?

Das geplante Bundesteilhabegesetz in der Kritik

Die Hintergrundsendung von Elisabeth Brückner

Euer Gesetz behindert!“ rufen Demonstranten in ganz Deutschland, aufgeschreckt von 360 Seiten Bundesteilhabe-Gesetzentwurf.

Es ist eine der größten Sozialreformen dieser Regierung: Von der Fürsorge zur Teilhabe. Mit der Reform soll die Situation behinderter Menschen verbessert werden. Tatsächlich aber würde sich Vieles verschlechtern, sollte aus dem Entwurf ein Gesetz werden.

Ulla Schmidt, früher Bundesgesundheitsministerin und jetzt Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe erklärt in SWR2 Kontext, welche Regelungen umstritten sind. Bis zur zweiten und dritten Lesung im Bundestag Anfang Dezember ist Zeit, diese Regelungen zu ändern.Euer Gesetz behindert!“ rufen Demonstranten in ganz Deutschland, aufgeschreckt von 360 Seiten Bundesteilhabe-Gesetzentwurf.“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/kontext/swr2-kontext-rueckschritt-statt-fortschritt/-/id=4352076/did=18162552/nid=4352076/1ltzbcq/index.html
2. 

Sparen kann ich mir sparen!

Behinderte Menschen mit Assistenz fordern gerechten Lohn

Von Andi Ueding
Christian Bayerlein ist 41 Jahre alt und leidet an einer Muskelkrankheit. Seinen Rollstuhl steuert er mit der Unterlippe. Um leben zu können, beschäftigt er rund um die Uhr Assistenten. Weil diese der Staat bezahlt, darf er selbst nur rund 700 € monatlich verdienen und 2.600 € Vermögen besitzen. Im Juni wurde ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der aktuell im Deutschen Bundestag diskutiert wird: das sogenannte Bundesteilhabegesetz. 2017 soll es in Kraft treten. Darin sind die Freibeträge höher. Doch von einem angemessenen Lebensstandard ohne Diskriminierung behinderter Menschen seien wir noch weit entfernt, kritisiert der Diplom-Informatiker. Er fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit.“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tandem/swr2-tandem-sparen-kann-ich-mir-sparen/-/id=8986864/did=18162452/nid=8986864/1c6j8gp/index.html