Schönheit, ewiglich

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Rose, Skizzenbuch A5, Fineliner, 14.09.2017
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Unterwegs

Letzte Woche, als es so aussah, als würde der Himmel über uns zusammenstürzen und eine Unwetterwarnung der nächsten folgte, verzichtete ich auf das Fahrradfahren und nahm S- und U-Bahn.

Das ist hin und wieder ganz interessant, um nach markanten Gesichtern Ausschau zu halten. Manchmal folge den Konturen der Profile nur im Geiste, aber neulich hatte ich Skizzenbuch und Fineliner griffbereit und zeichnete. Ihr alle, die ihr unterwegs zeichnet, kennt das übliche Problem: das erwählte Modell dreht und wendet ständig den Kopf. Oder es setzt sich ein anderer Mensch genau ins Bild. Kaum hat man sich den veränderten Bedingungen angepasst, wird die Bahn voll und stehende Fahrgäste verdecken jegliche Sicht.

Immerhin eine halbwegs vorzeigbare Skizze ist dabei herausgekommen, allerdings habe ich sie aus den genannten Gründen aus dem Gedächtnis fertig gezeichnet.

 

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Tiergarten

 

Neun Tage lang hatte ich Tilda, die vermutlich ausgesetzte Schildkröte, nicht gesehen. Ein wenig hatte ich schon Hoffnung, ein Tierfreund könnte sie an einem geeigneten Ort untergebracht haben, aber heute lag sie wieder auf ihrem gewohnten Baumstamm in der Sonne.

Tilda war nicht allein. Die Einkindgänsefamilie – Ganter, Gans und Gössel -, die in diesem Teil des Tiergartens lebt, graste nahe bei ihr am Ufer und ließ sich von einer Passantin fotografieren. Dann glitten alle drei ins Wasser und schwammen davon. Das Gänseküken ist schon fast ein Teenie, staunte ich. Die Fotos, die ich hier heute zeige, sind vom sechsten Juni. Inzwischen ist das Kleine noch viel größer geworden.

 

Die kleine Skizze ganz unten ist am Dienstag entstanden, als es recht kühl und eine meiner Lieblingsbänke im Tiergarten unbesetzt war. Als ich das Skizzenbuch schon fast wieder zuklappen wollte, schwamm noch eine Entenfamilie in mein Sichtfeld. Die musste ich dann auch noch auf dem Papier unterbringen.

 

 

 

 

 

Meine beiden Katzen

 

… zeichne ich, wie Ihr bereits wisst, sehr gern. Die tun mir natürlich selten den Gefallen, lange genug in einer mir genehmen Position zu bleiben, bis ich mit der Zeichnung fertig bin.

Die letzten Tage habe ich die beiden ausgiebig – mit Zeichenblock und Bleistift – beim Fressen beobachtet. Da Lina sehr gierig ist und schlingt, sind da nur kurze Schnellzeichnungen möglich.

Die dünnen Bleistiftstriche auf Aquarellpapier der heutigen Abendfütterung habe ich mit Feder und Tusche verstärkt.

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Futterneid, Feder und Tusche, 13.06.2017

Von der gestrigen Zeichnung zeige ich nur Lina. Sieht irgendwie unbequem aus, oder? Hauptsache, das Essen rutscht gut und schnell die Kehle hinunter. Dann passen bestimmt noch die Futterreste der Schwester in den großen Katzenmagen.

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Beim Fressen, Feder und Tusche, 12.06.2017

Die dritte Katzenbildversion ist Lotta in Lauerstellung, mich beim Frühstück beobachtend. Gut, dass ich ein Blatt Papier und den Fineliner griffbereit hatte.

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Auf der Lauer, Fineliner, 13.06.2017

Rosen und welkende Sonnenblume

 

 

Rosenblüten eignen sich perfekt für Zeichenübungen und sind derzeit überall in der Stadt zu finden. Jedoch – je nach Windstärke halten auch diese Modelle nie wirklich still und an locker bewölkten Tagen muss man auch mit dem Wechsel von Licht und Schatten zurechtkommen.

Dennoch ziehe ich eine Blüte am lebenden Strauch einer perfekt ausgeleuchteten abgeschnittenen Blume in der Vase zu Hause vor. Schnittblumen machen mich irgendwie auch traurig. Nochzumal ich inzwischen genug Informationen über konventionelle Massenblumenzucht habe, um gerne auf die stete Vasenblütenpracht zu Hause zu verzichten. Doch hat sich doch einmal eine Schnittblume in mein Haus verirrt, wird sie als lieber Gast behandelt, gehegt und gepflegt. Und gezeichnet! Wie diese Sonnenblume, die W geschenkt bekam und die beim Fahrradfahren einiges an Federn (Blütenblättern) lassen musste. Ich habe mich an Feder, Pinsel und Tusche probiert, die mir prompt auf der linken Vasenseite verlief. Also hier nur ein Ausschnitt der heutigen Zeichnung.

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Sonnenblume, welkend (c) Agnes Podczeck

 

Nach der Fahrraddemo

 

… eine kurze Rast im Tiergarten, wo die Fahrradsternfahrt endete.

Bevor es dann nach Hause ging, nutzte ich die Zeit für eine kleine Schnellskizze, weil ich hoffte, die beiden erschöpften Demonstranten würden still und reglos liegenbleiben. Sobald ich den Stift angesetzt hatte, begann der Herr links jedoch zu zappeln, stellte den einen Fuß auf und dann den anderen, bewegte Hände und Kopf. Der zweite Herr immerhin blieb – halbwegs – ruhig. Der Sitzende? Nun …

 

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Schnellskizze, Die Rast, Fineliner, Skizzenbuch A5 (c) Agnes Podczeck

 

Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) hat bereits seine erste Meldung zur heutigen Demo veröffentlicht, und zwar hier.

Youtube-Blogger haben ebenfalls schon einige Filme eingestellt, zum Beispiel den unten angezeigten von der Durchfahrt durch den Britzer Tunnel auf der Autobahn A100 – definitiv das Highlight der reichlich 32 Demonstrationskilometer, an denen W und ich uns beteiligten.

W und ich haben unterwegs reichlich fotografiert – wie mindestens die Hälfte der 100.000 Teilnehmenden (laut ADFC) auch – , wobei die meisten der Fotos für Euch weniger interessant sein dürften. Ich überlege mir noch, ob und wenn dann welche Bilder ich Euch hier zeigen werde.

 

 

Zwei kleine Draußenskizzen

 

Heute zwei kleine Skizzen mit dem Fineliner, die unterwegs im Tiergarten entstanden sind. Eine abgeblühte Rhododendronblüte und ein junger Trieb – Vergänglichkeit und Neubeginn, sowie ein Fächer des schönen urtümlichen Farns.

Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende!

 

Rosen – drei Skizzen

Es ist die Zeit der Rosenblüte. Die wilden Rosen haben bereits vor zwei Wochen den Anfang gemacht und sind teils schon verblüht.

Nun übertrumpfen sich die Zierrosen allerortens in der Stadt mit ihren leuchtenden Farben und ich muss beim Fahrradfahren arg zusammenreißen, immer geradeaus auf die Straße zu gucken.

Heute führte mich mein Fahrtweg wieder durch den Tiergarten, wo ich selbstredend bei Tilda eine Rast einlegte. Sie war diesmal nicht allein – am Ufer graste noch die Einkind-Gänsefamilie, die mich neulich zu der kleinen Zeichnung hier inspirierte. Das kleine Gänselein ist seitdem schon ziemlich gewachsen, sieht aber immer noch so flauschig weich aus.

Danach fuhr ich noch im Rosengarten des Tiergartens vorbei und war gefesselt und fasziniert. Was für eine Augenpracht! So viele verschiedene Rosensorten stehen hier in Blüte – manche ungefüllt,  andere dezent gefüllt, aber mit noch gut erkennbaren Staubblättern. Es gibt aber auch Sorten, bei denen ein Gewirr aus scheinbar unendlich vielen Rosenblättern aus der Blüte quillt.

Noch mehr beeindruckt als meine Augen war meine Nase, denn einige Sorten verströmten einen beinahe atemberaubend schönen Duft.

Ich habe unzählige Fotos der faszinierenden Blüten gemacht, die ich Euch heute schuldig bleibe (genau wie ich Euch noch immer die Bilder des inzwischen abgeblühten Rhododendrenparadieses und vieles anderes noch immer nicht gezeigt habe); die vielen Bilder wollen erst noch in Ruhe gesichtet werden.

Stattdessen zeige ich drei kleine Rosenskizzen, die ich mit Fineliner in mein A5-Skizzenbuch gezeichnet habe. Ich will es demnächst doch mal mit Feder und Tusche versuchen, was draußen wohl aber schwierig wird.

 

 

Passend zur Jahreszeit hat heute auch Martina Wald eine neue Rosenzeichnung gezeigt und bei Susanne Haun (möge mein Autokorrektor nicht wieder wie neulich Deinen Namen verulken!) habe ich als Leseempfehlung unter ihrem aktuellen Beitrag ebenfalls ganz wunderbare Rosenzeichnungen gefunden.