Zwei Tratschtanten

20170522_GaenseTalk

 

„Hast Du schon das mit Henriette gehört?“

„Mit Henriette? Nee, wieso? Was war denn?“

„Psst! Also pass auf …     – aber sag bloß nicht, dass Du das von mir hast!“

„Nee, nee!“ (Beruhigendes Flügeltätscheln)

Und dann schnatterten die beiden so schnell, dass ich nichts mehr verstanden habe. Schade…

 

Falls Ihr es wisst, dann schreibt es mir. Ich bin doch so neugierig!

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Zwei Monate

Zwei Monate

 

Zwei Monate erst ist es her, dass ich die ersten Gössel, die Küken der Kanadischen Wildgänse, die im Berliner Tiergarten leben, entdeckte. Damals waren sie noch winzig, tapsig und hatten statt Federn einen kuschelweichen Flaum.

Bereits vergangene Woche staunte ich, wie schnell sich aus den niedlichen Küken so große stolze Gänse entwickelt haben. Auf den ersten Blick sind die heranwachsenden von den erwachsenen Kanadagänsen schwer zu unterscheiden.

Tiergarten

Tiergarten

 

Neun Tage lang hatte ich Tilda, die vermutlich ausgesetzte Schildkröte, nicht gesehen. Ein wenig hatte ich schon Hoffnung, ein Tierfreund könnte sie an einem geeigneten Ort untergebracht haben, aber heute lag sie wieder auf ihrem gewohnten Baumstamm in der Sonne.

Tilda war nicht allein. Die Einkindgänsefamilie – Ganter, Gans und Gössel -, die in diesem Teil des Tiergartens lebt, graste nahe bei ihr am Ufer und ließ sich von einer Passantin fotografieren. Dann glitten alle drei ins Wasser und schwammen davon. Das Gänseküken ist schon fast ein Teenie, staunte ich. Die Fotos, die ich hier heute zeige, sind vom sechsten Juni. Inzwischen ist das Kleine noch viel größer geworden.

 

Die kleine Skizze ganz unten ist am Dienstag entstanden, als es recht kühl und eine meiner Lieblingsbänke im Tiergarten unbesetzt war. Als ich das Skizzenbuch schon fast wieder zuklappen wollte, schwamm noch eine Entenfamilie in mein Sichtfeld. Die musste ich dann auch noch auf dem Papier unterbringen.

 

 

 

 

 

Rosen – drei Skizzen

Es ist die Zeit der Rosenblüte. Die wilden Rosen haben bereits vor zwei Wochen den Anfang gemacht und sind teils schon verblüht.

Nun übertrumpfen sich die Zierrosen allerortens in der Stadt mit ihren leuchtenden Farben und ich muss beim Fahrradfahren arg zusammenreißen, immer geradeaus auf die Straße zu gucken.

Heute führte mich mein Fahrtweg wieder durch den Tiergarten, wo ich selbstredend bei Tilda eine Rast einlegte. Sie war diesmal nicht allein – am Ufer graste noch die Einkind-Gänsefamilie, die mich neulich zu der kleinen Zeichnung hier inspirierte. Das kleine Gänselein ist seitdem schon ziemlich gewachsen, sieht aber immer noch so flauschig weich aus.

Danach fuhr ich noch im Rosengarten des Tiergartens vorbei und war gefesselt und fasziniert. Was für eine Augenpracht! So viele verschiedene Rosensorten stehen hier in Blüte – manche ungefüllt,  andere dezent gefüllt, aber mit noch gut erkennbaren Staubblättern. Es gibt aber auch Sorten, bei denen ein Gewirr aus scheinbar unendlich vielen Rosenblättern aus der Blüte quillt.

Noch mehr beeindruckt als meine Augen war meine Nase, denn einige Sorten verströmten einen beinahe atemberaubend schönen Duft.

Ich habe unzählige Fotos der faszinierenden Blüten gemacht, die ich Euch heute schuldig bleibe (genau wie ich Euch noch immer die Bilder des inzwischen abgeblühten Rhododendrenparadieses und vieles anderes noch immer nicht gezeigt habe); die vielen Bilder wollen erst noch in Ruhe gesichtet werden.

Stattdessen zeige ich drei kleine Rosenskizzen, die ich mit Fineliner in mein A5-Skizzenbuch gezeichnet habe. Ich will es demnächst doch mal mit Feder und Tusche versuchen, was draußen wohl aber schwierig wird.

 

 

Passend zur Jahreszeit hat heute auch Martina Wald eine neue Rosenzeichnung gezeigt und bei Susanne Haun (möge mein Autokorrektor nicht wieder wie neulich Deinen Namen verulken!) habe ich als Leseempfehlung unter ihrem aktuellen Beitrag ebenfalls ganz wunderbare Rosenzeichnungen gefunden.

 

Familie

Familie

 

Eigentlich …

wollte ich gestern Abend meine vielen Fotos sortieren und einige heraussuchen, die sich zum Vorzeigen eignen. Dann bin ich aber bei den anrührenden Gänsefamilien hängen geblieben, die mir gestern und vorgestern vor die Linse kamen und ich hatte Lust, die kleinen Küken zu zeichnen. Das kann ich nicht aus dem Handgelenk und dem Gedächtnis und da kamen mir die tollen Nahaufnahmen, die ich machen durfte, gerade recht. Zwar sind die Fotos nur zweidimensional, aber ich habe so viele Aufnahmen gemacht, dass ich doch eine gute Vorstellung von Räumlichkeit bekomme.

Nach ein paar missglückten Versuchen habe ich dann doch ein Küken und die dazugehörige Mama oder Papa hinbekommen. Dann nahm ich noch ein Blatt und zeichnete erst ein Küken und setzte ich zwei Geschwisterchen in eine Reihe. Und nun? Ein viertes Küken ließ ich aus der Reihe tanzen und derweil einen Blick in den Wasserspiegel werfen. Im Verhältnis ist es etwas zu groß geworden, aber schließlich tut es ja seinen Extrastiefel.  Und wo sind die Eltern? Also schickte ich Mama Gans, das Kleine zu holen. Nun musste aber noch der Papa mit aufs Bild, wie es sich für eine gute Gänsefamilie gehört.

Und schon war der Abend herum und die Fotos blieben liegen.

Daher heute „nur“ Gänseimpressionen in schwarz-weiß. Ich hoffe, sie machen Euch Freude.