Zwiegespräche mit Gott

 

Apropos Berliner Urgesteine (Siehe gestern) – gerne möchte ich Euch Ahne und seine Texte anempfehlen, falls Ihr ihn nicht ohnehin bereits kennt. Ohne groß Worte zu verlieren verweise ich lieber auf seine Homepage http://www.ahne-international.de/?page_id=2 und verlinken Euch drei Lesestücke seiner bekannten Zwiegespräche mit Gott.

 

 

 

 

 

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Bitte Aufladen!

20171212_Fensterkatzen

 

Dass mein Akku kurz vor Jahresende alle ist, finde ich nicht allzu erstaunlich. Deshalb genehmige ich mir bis zum nächsten Jahr eine Blogpause. Es geht kaum noch Input in mich hinein und auch das Schreiben ist mühselig.

Für einen Rückblick auf das Jahr 2017 brauche ich noch ein paar Monate Abstand. Es ist in mancherlei Hinsicht zu viel, in anderer aber zu wenig passiert; aber da ich nicht zerbrochen bin, will ich annehmen, dass ich daran weiter wachse und erstarke. Ein Triumph allein schon nur das eine – ich bin ohne erneuten Klinikaufenthalt durch dieses Jahr gekommen.

Bei manchen von Euch konnte ich  lesen, wie Ihr Euch auf das Weihnachtsfest freut und vorbereitet. Aber ich bin mir sicher, dass für viele andere die kommenden Feiertage mit Schmerz, Angst, Einsamkeit, Trauer und Verlustgefühl verbunden sind. Ich wünsche gerade Euch viel Kraft für die nächsten Tage. Bitte haltet durch!

Für mich hat sich in diesem Jahr die Vorweihnachtszeit endgültig mit negativen Gefühlen verknüpft – höre ich Weihnachten, denke ich an Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit. Vorbote war vielleicht, dass ich bereits in meiner Kindheit lang und heftig weinen musste, wenn ich das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern las. Dieses beklemmende Gefühl ergriff mich auch die letzten Tage viel zu häufig.

 

 

Aber ich möchte die Bloggerei für dieses Jahr mit etwas Positivem abschließen und Euch auf Gerdas Kazakous aktuelle Legearbeiten hinweisen – wenn Ihr sie nicht selbst schon kennt (>>HIER<< und >>HIER<< geht es lang, wenn Ihr sie sehen wollt). Für mich sind diese Arbeiten überaus symbolhaft und ich wünsche mir, das kommende Jahr 2018 wird unter jenem Stern der Auferstehung stehen – für mich, aber auch für Euch, mit denen ich mich hier in der Blogwelt inzwischen vertraut und verbunden fühle. Und am liebsten für die ganze Welt, aber vielleicht sollte ich noch nicht nach allen Sternen greifen.

 

 

Jetzt ist dieser letzte Post des Jahres 2017 doch arg rührselig geworden. Wollte ich mich nicht kurz und knapp fassen und Euch einfach nur ein gesundes Wiedersehen im Neuen Jahr wünschen?

Von Herzen alles Gute

Agnes

S-Bahn-Skizzen (15)

 

S-Bahn-Skizzen vom Donnerstag. Eigentlich stammt nur eines aus der S-Bahn (S1). Die anderen aus der U7 und der U6, unter Schöneberg, Kreuzberg und Mitte.

Die auf der vorletzten Skizze gezeichnete Dame hatte eigentlich auch einen Kinderwagen dabei. Aber sie bewegte sich ständig, beugte sich zu ihrem Kind und zurück, außerdem war die U-Bahn voll und beständig stellten sich Menschen in meinen Blickfeld. Also wandte ich mich der Frau auf der letzten Zeichnung zu.

Genau diese Unwägbarkeiten gefallen mir aber. Ich fange an zu zeichnen, nach drei Strichen aber verschwindet das Modell aus meinem Blickfeld. Menschen bewegen sich, gucken aufs Handy, aus dem Fenster, selten in ein Buch. Perspektivisch „richtige“ Zeichnungen gibt es nicht, allenfalls eine Annäherung. Aber gerade um Perfektion geht es mir hier überhaupt nicht, eher um das Einfangen eines Momentes, eines Gefühles, einer Stimmung. Um die Suche nach dem Menschen und dem Menschlichen. Hier „sind“ die Leute irgendwie in einem „Sein“ in einer Zwischensituation, in einer Wartehaltung, in einer kleinen oft ungewollten Auszeit von den Dingen, die sie sonst tun würden. Habt Ihr bessere Worte dafür? Es fällt mir schwer, meine Gedanken hierzu zu beschreiben.

Das S-Bahn-Zeichnen gefällt mir so gut, dass ich, falls es finanziell im Januar irgend möglich ist, eine Monatskarte kaufen möchte, S- und U-Bahn-Fahren, gucken und zeichnen.

 

 

 

 

 

Agnes guckt in den Spiegel und hört menschenverachtende Untergrundmusik

 

Jener, „Der“ Tag, an dem ich in den Spiegel sah, endete in keiner Katastrophe, bedeutete vielmehr Stärkung und einen symbolischen Neuanfang, wollte aber aufgrund anderer Umstände so gar nicht gefeiert werden. Das Leben nimmt halt manchmal einen Lauf, der sich nur mit Fäkalsprache angemessen beschreiben ließe. Ein einfaches „Scheiße“ reicht da nicht.

 

Habt Ihr auch manchmal das Gefühl, zu lieb, zu nett, zu duldsam zu sein? Und das dies oft nur noch einen weiteren Tritt in den Allerwertesten einbringt? Nein, ich will kein böser Mensch werden, aber ich will in manchen Situationen aufstehen können und sagen (oder schreiben): So nicht! Ich fange jetzt damit an.

Ich werde wohl dennoch auf ewig das bleiben, was manche als Gutmensch verlachen und verachten: Die, die immer darauf hofft, dass sich das Gute im Menschen zeigt, was konträr zu ihrem pessimistischen Blick auf den katastrophalen Zustand unserer Gesellschaft steht. Aber wenn ich so abwäge, bin ich froh, dass Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit bei gleichzeitiger Lebensgier und Lust (auch das nur ein scheinbarer Widerspruch) in mir einen so großen Raum haben, dass die Verbitterung noch keinen Platz gefunden hat. Und ihr, der Verbitterung, werde ich auch nie nie niemals Zutritt zu meinem Herzen gewähren.

Das verspreche ich mir.

Was hilft?

Nun, Funny von Dannen hört „Menschenverachtende Untergrundmusik“. Hat durchaus was befreiendes. Wenn Ihr auch laut mitgrölen wollt, findet Ihr z.B. >>hier<< den Songtext.

 

 

 

S-Bahn-Skizzen (14)

 

Viele Gedanken kreisen in meinem Kopf. Doch hier, vor dem PC, die Hände startklar über der Tastatur, wollen sie sich nicht in klare Sätze fassen lassen. Ich sitze. Regungslos. Schreibe, lösche aus. Sitze.

Wahrscheinlich sind der Gedanken schlicht zu viele; sie verweigern sich dem Korsett aus Textstruktur, Grammatik, Logik, Reihenfolge.

So zeige ich Euch hier nur meine S-Bahn-Skizzen von Montag. Passend zum Thema Armut und Wohnungsnot, das ja auch hier in der Blogwelt mancherorten diskutiert wird. Noch habe ich nicht alle Texte mit der gebotenen Aufmerksamkeit gelesen. Ich weiß zu diesem Thema auch und viel zuviel zu sagen. Bleibe stumm. Vorerst. Bis zur Eruption, die kommen wird.

 

Passend dazu auch der Post von Reiner über Kalkuliertes Ableben und den dazugehörigen Bericht über den Todesalgorithmus der Tagesschau-Seite.

Schauderhaft? Ja! Wundere ich mich? Mitnichten, denn ganz genau so scheint wohl unsre Welt zu funktionieren. Kostennutzen. Leistungseffizienz.

Kalkulieren, kalkulieren – doch nichts dabei kapieren.

Von Tagesschau.de hoppe ich zu anderen Berichten, die mich nicht fröhlicher machen. Bleibe bei einem Panorama-Beitrag aus dem Frühjahr hängen, der mir bestätigt, was ich längst ahne: Wer wenig hat, ist früher tot. Die Schere wächst weiter.

Das macht mich auch nicht fröhlicher als ich ohnehin nicht bin. Dann kann ich mir auch gleich ganz die Kante geben, und gucke in einen Panorama-Bericht über die Schöne neue Arbeitswelt. Wie gut, dass ich ohnehin seit Jahren nicht mehr Amazon-Kundin hin. Wenn ich Euch nur einen Rat geben darf:

Kunden lasst das Kaufen sein! Haltet selbst Euch dadurch klein.

 

Kurioses vom Tag

 

Blühende Mandelbäumchen, wie im März – nicht nur an der Bornholmer Straße, sondern auch andernorts in Berlin.

Es gibt immer noch gereifte Brombeeren – wie im September.

Zwei rotzfreche Kolkraben in der Berliner Innenstadt; einer von ihnen gibt mir mit dem Flügel eins auf die Mütze. Die Nebelkrähen, die sonst das Stadtbild dominieren, sind schon davongeflattert.

Die erneute Entdeckung von „gravierenden Defiziten bei den technischen Systemen“ des BER (Tagesspiegel, taz) ist hingegen gar nicht kurios und ich würde lauthals hämisch lachen, wenn nicht das ganze Projekt wie ein schwarzes Loch jene Steuergelder einsaugen würde, die an anderer Stelle doch so sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Und ziemlich ernüchternd die Entdeckung, dass auch gute Freunde von guten Freunden der Überzeugung sind, in diesem Land funktioniere das Sozialsystem, „richtige“ Armut gäbe es hier gar nicht, die Arbeitslosen wären einfach nur zu faul und die Depressiven würden sich nur nicht anstrengen wieder gesund zu werden: „Sport treiben, ’n Job suchen und dann wird det allet wieda jut.“ Gut, dass ich das jetzt auch weiß.

 

Antirassistische Plüschtiere

 

Auf meinem Zweitblog Miezies Abenteuer haben sich drei Plüschtiere bereits zu einer Gesellschaft der Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz bekannt (Siehe >>HIER<<).

Für mich wäre es vor Kurzem noch unmöglich gewesen, an so einer Veranstaltung teilzunehmen, bei der man ja doch nicht ganz schweigsam sein kann, sondern das eine oder andere Wort mit seinen Mitmenschen wechselt oder immerhin in Blickkontakt kommt. Das hat erstaunlich gut geklappt und ich bin sehr zufrieden mit mir. Auch künftig wird aber mein Focus erst einmal auf meinem Kampf gegen Depression und Ängste liegen, denn wirklich aufstehen gegen Gewalt und Rassismus und mich gesellschaftlich engagieren kann ich erst dann, wenn ich mich auch um mich selbst und meine Familie kümmern kann.

Dann sind vielleicht auch die Stammtischkämpfer*innen etwas für mich, denn nicht nur mir als soziophobem und redegehemmten Menschen geht es oft so, dass rassistische Sprüche zunächst derart sprachlos machen, dass ich zu einer passenden Antwort unfähig bin. Das Aktionsbündnis Aufstehen gegen Rassismus bietet Seminare an, in denen gemeinsam Strategien erarbeitet und Situationen geübt werden, um schlagfertiger zu werden und gegen rechte Parolen Position beziehen zu können. Das findet auch Ihr interessant? >>HIER<< geht es zur Homepage des Aktionsbündnisses.

 

EiLosKuchen für den traurigen Teddy

Panda, Naturkundemuseum
Bao Bao im Naturkundemuseums, Bleistiftskizze,Skizzenbuch A5, 01.08.2017

 

„Ooooh, guck mal Mama! Der sieht aber traurig aus,“ stellte ein kleines Mädchen fest, als es an der Vitrine mit dem ausgestopften Pandabären Bao Bao vorbeilief.

In der Tat war mir die große Traurigkeit des ausgestellten Pandabären im Vergleich zum  scheinbar fröhlichen Knut auch aufgefallen. Will er uns Menschen mahnen, die wir gedankenlos unsere Umwelt und damit nicht nur unsere eigene, sondern auch seine Lebensgrundlage und die aller Wesen der Erde zerstören? Kritisiert er den Selfiewahn um Knut, der ihm nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit beschert? Mahnt er, die Haltung und die Haltungsbedingungen von Zootieren zu überdenken? Ist ihm unwohl bei dem Gedanken an den millionenschweren Pakt um seine zwei Artgenossen, die nun staatstragend im Berliner Zoo hofiert werden? Könnte er all dies tatsächlich denken, wäre er sicherlich auch erfreut über die Diskussion über Tierethik, angeregt von Gerda Kazakou und Nadia Baumgart, zu deren aktuellsten Artikeln diesbezüglich Ihr gern den Links folgen könnt:

https://gerdakazakou.com/2017/08/02/die-ziege-myrte-mittwochs-beitrag-zur-tier-ethik/

https://tierethiksite.wordpress.com/2017/08/02/mein-kommentar-zu-gerdas-beitrag/

 

Wie entsetzt wäre Bao Bau, wüsste er, dass wir gestern ein peinliches, trauriges, schauriges Gedenkdatum hatten, den „Earth Overshoot Day“. Falls das Euch nichts sagt, dann lest z.B. in diesem gestrigen taz-Artikel und im WordPressbeitrag von Ellie zum „Traurigen Welterschöpfungstag“.

 

Dazu passt vortrefflich, dass im Rahmen der bunten Ara-Ausstellung des Naturkundemuseums die Installation eines aufgehängten Mastschweins gezeigt wird, auf dessen Bauch die (wenigen) interessierten Besucher gezeigt bekommen, dass massenhafter Fleischkonsum ein wesentlicher Faktor bei der Vernichtung des Regenwaldes ist, denn den großen Teil des dort angebauten Soja essen nicht die VeganerInnen und VegetarierInnen, sondern dienen als Futtermittel zum Beispiel für unsere Mastschweine.

 

20170801_FleischBG

 

 

Doch genug des erhobenen Zeigefingers, denn hilfreicher ist es doch, wenn wir uns die Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise gegenseitig schmackhaft machen. Mein Minibeitrag dazu heute:

 

Gestern gab es bei uns EiLosKuchen, die wir geradezu verschlungen haben. Das will etwas heißen, denn ich war soweit ich mich erinnern kann noch nie ein richtig großer Fan von Eierkuchen (oder Pfannkuchen — der Streit um die korrekte Bezeichnung ist emotional, ideologisch und wird wohl nie final entschieden). Darüber hinaus: früher sind mir die Dinger in der Pfanne immer angebrannt oder kaputt gegangen oder schmeckten viel zu fettig. Diese Superkuchen aber sind mir – ich habe selbst Bauklötzer gestaunt – auf Anhieb gelungen.

Das Rezept ist simpler als jede Backmischung:

Mehl und Wasser verrührt Ihr im Verhältnis 1:2 (ich habe verschiedenen Mehlsorten gemischt, simples Auszugsweizenmehl funktioniert aber wohl ebenso). Eine oder zwei pürierte Bananen ersetzen die Eier. Als Ei-Ersatz funktioniert auch Apfelmus, das ich ebenfalls dazugegeben habe. Menge frei nach Lust und Laune. Dazu eine Prise Salz sowie bei Bedarf noch etwas Zucker. Dann die Masse nach und nach in die Pfanne geben. Und die fertigen EiLosKuchen stellt Ihr sicher, damit sie nicht aufgenascht sind, bevor Ihr fertig mit dem Braten seid.

Zum Beweis die EiLoskuchenbilder sowie das Versprechen, dass mein Blog hiermit nicht und niemals zum Rezepteblog mutiert. Kochen und Backen sind für mich reine Notwendigkeit des Alltags und nichts, worüber ich in meiner freien Zeit mehr als nötig zu Lamentieren gewillt bin.

 

 

Der saftige, süße und suchterzeugende Geburtstags-Schokokuchen war selbstredend auch Ei- und Milchfrei.

20170731_Schoko

I told you how to change the world

20170703_Marx
Streetart am Berliner Mauerpark, gefunden am 2. Juli 2017, Artist: marycula

 

BewohnerInnen von Städten werden das Phänomen der als-Flaschenammelnde-meist-ältere-Menschen-sichtbaren Armut zur Genüge kennen und ich habe auf diesem Blog mehrfach erzählt, dass ich aus meinem Fenster direkt auf die Mülltonnen blicken kann und somit fast täglich mit diesem traurigen Anblick konfrontiert werde.

Ob nun Marx damals DIE richtige Antwort auf die auch damals schon heiß lodernde soziale Frage wusste, kann und soll in diesem Rahmen nicht beurteilt werden. Mit dem festen Vorhaben, es Kapitel für Kapitel gewissenhaft durchzuarbeiten, habe ich mir vor vielen Jahren „Das Kapital“ gekauft, muss aber zugeben, dass es neben anderen un- oder halb gelesenen Büchern noch immer im Regal auf meine ungeteilte Aufmerksamkeit wartet.

Immerhin, das Kommunistische Manifest las ich erstmals vor knapp dreißig Jahren:  als Siebentklässlerin habe ich im Nachwendejahr einen gewiss naiven Schulvortrag (frei gewählt) gehalten, in dem ich mich – hochernst! – mit der Frage beschäftigte, warum wohl der Sozialismus gescheitert sei. Ein Thema, das vielleicht nicht unbedingt typisch für ein Mädchen meines Alters ist, mich aber damals arg umtrieb. Als mein großer, kluger, belesener und von mir immer geschätzter, bewunderter und verehrter großer Bruder von dem Thema hörte, drückte er mir wortlos jenes kleine Büchlein in die Hand. Ich habe es gelesen, ernsthaft, mehrfach, und daraus zitiert – schon allein meines Bruders wegen, um ihm zu gleichen, ihm zu gefallen. Was mir schon allein ob des Altersunterschieds und der dementsprechend fremden Welten, in denen wir lebten (und leben) nicht gelingen konnte; und ob ich das Manifest damals wirklich verstand, möchte ich bezweifeln. Aber später trug ich lange Jahre dieses kleine rote Büchlein in meiner Schultasche – zusammen mit Maxi Wanders „Guten Morgen Du Schöne“, das ich leider eines Tages auf unserem Schulhof liegen ließ.

 

 

20170703_Marx2
Streetart am Berliner Mauerpark, gefunden am 2. Juli 2017, Artist: marycula

Internationaler Frauentag

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Graffiti am Mauerpark zum 8. März, fotografiert am 20.2.2017

Heute vor 106 Jahren demonstrierten erstmals Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz gemeinsam für Gleichberechtigung in Teilhabe von Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben auf die Straße. Nicht um Sonderrechte ging es ihnen, sondern um die Durchsetzung von Menschenrechten auch für Mädchen und Frauen, so Clara Zetkin in einer Rede von 1910.

Blicken wir uns heute bei uns und in der Welt um, so müssen wir sehen, dass gleiche Chancen und Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig (nicht nur) vom Geschlecht immer noch ein unerreichtes Ziel sind. Von einem menschenwürdigen Leben können auch heutzutage viele Menschen auf der Erde nur träumen.