Linienzeichnung – Rose

 

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Zumindest in Berlin kommt der Mai heute auf Stippvisite vorbei. Da ist draußen Zeichnen für mich Pflicht und Kür zugleich.

Zur Einstimmung habe ich heute früh noch am Frühstückstisch die Rose, die ich geschenkt bekam, gezeichnet – mit meinem alten aber guten Schulfüller, übungshalber als Linienzeichnung, obwohl mir das Kritzeln und Krakeln sonst mehr Spaß macht.

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Mehr Linien und Farbe

 

Am Sonntag habe ich mich an weiteren Linienzeichnungen versucht. Von einem Spaziergang hatte ich mir einen hübschen rosablühenden Kirschzweig und einem Ahornzweig (einen Berg-Ahorn-Zweig?) mit nach Hause genommen.

Bevor ich mit dem Zeichnen anfing, habe ich allerdings noch viel, sehr viel! Zeit auf diversen Pflanzen- und Baumbestimmungsplattformen verbracht, denn jetzt, wo ich unsere pflanzliche Umwelt so genau beobachte, fallen mir plötzlich auch etliche Feinheiten auf, die mich früher nie interessiert haben. Wenn ich Blüten und Blätter zeichnen möchte, will ich genau verstehen, was mir da unter den Stift kommt und ich wundere mich über Mandeln mit zehn Blütenblättern, zähle Staubblätter und betrachte junge Blätter unter der Lupe. Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.

Die beiden Motive waren schnell gezeichnet – mit Bleistift dünn vorskizziert, mit Fineliner nachgezogen, eingescannt. Da das Kirschrosa aber so hübsch war, wollte ich noch ein wenig mit Farbe experimentieren, habe meine Aquarellfarben ausgepackt und ein wenig Farbe auf die Bilder getupft. Die Idylle endete allerdings mit einer kleinen Katastrophe, weil meine Katze Lotta unbedingt durch meine grüne Farbe laufen musste. Ästhetisch war die Pfotenfärbung Geschmacksache, aber Katzen sind reinliche Tiere und so musste ich die Farbe flugs wieder abbekommen, bevor sich Lina das Grün mit ihrer Zunge selbst abputzen und vergiften würde. Wer Katzen kennt weiß, dass das für Katze und Mensch kein Spiel war.

 

Linienzeichnung, Übung

 

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Übung: Linienzeichnung Hand mit Blüte, Fineliner, A5, 01.04.2017

 

Beim Zeichnen kritzele ich am liebsten. So lassen sich Ungenauigkeiten gut kaschieren und fehlerhafte Strichführung mit etwas Geschick ein wenig ausbessern. Die Linienzeichnen liegt mir weniger. Genaue, gerade und saubere Strichführung? Da gerate ich ins Schwitzen. Aber auch Ungewohntes will und möchte geübt werden. Hier also meine Hand, beim Betrachten einer Blüte. Interessanterweise sehe ich Fehler und Ungenauigkeiten am besten, nachdem ich ein Bild gescannt oder fotografiert habe – noch besser als beim Zurücktreten vor der eigenen Zeichnung, was ebenfalls bei der eigenen Fehlerschau hilft. Geht Euch das genau so?

Mir fällt mindestens ein Schnitzer in meiner Zeichnung auf. Trotzdem – die Übung hat Spaß gemacht. Die nächsten Tage gibt es mehr davon.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.