Wo ist Tilda?

Schildkröte,Tiergarten

 

Tilda habe ich lange nicht an ihrem angestammten Platz gesehen. Dafür sitzen in letzter Zeit am Ufer einer anderen Insel im Tiergarten zwei mutmaßliche Rotwangen-Schmuckschildkröten (der Wikipedia-Artikel dazu hier), meist in Gesellschaft mehrerer Enten. Vielleicht ist eine davon Tilda, die ein Parkpfleger von ihrer einsamen kleinen Insel eingesammelt und hier ausgesetzt hat?

 

 

Zwei Tratschtanten

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„Hast Du schon das mit Henriette gehört?“

„Mit Henriette? Nee, wieso? Was war denn?“

„Psst! Also pass auf …     – aber sag bloß nicht, dass Du das von mir hast!“

„Nee, nee!“ (Beruhigendes Flügeltätscheln)

Und dann schnatterten die beiden so schnell, dass ich nichts mehr verstanden habe. Schade…

 

Falls Ihr es wisst, dann schreibt es mir. Ich bin doch so neugierig!

Zwei Monate

Zwei Monate

 

Zwei Monate erst ist es her, dass ich die ersten Gössel, die Küken der Kanadischen Wildgänse, die im Berliner Tiergarten leben, entdeckte. Damals waren sie noch winzig, tapsig und hatten statt Federn einen kuschelweichen Flaum.

Bereits vergangene Woche staunte ich, wie schnell sich aus den niedlichen Küken so große stolze Gänse entwickelt haben. Auf den ersten Blick sind die heranwachsenden von den erwachsenen Kanadagänsen schwer zu unterscheiden.

Rabenvögel

Rabenvögel

 

Was mich im Wildpark Schorfheide zunächst besonders erstaunte war, dass der Park voller Rabenvögel war. Zum Berliner Stadtbild gehört die auch recht imposante Nebelkrähe. Weder in Berlin noch in Brandenburg waren mir bisher je die schwarzen Kolkraben aufgefallen.

 

Das sei kein Wunder, sagte Imke Heyter, die den Park mit ihrem Vater zusammen konzipiert und aufgebaut hat und heute als Geschäftsführerin leitet, als sie uns durch das Gelände führte. Die im Wildpark lebenden Wölfe zögen die Raben an. Beide lebten in einer Art Symbiose.

 

In der Tat habe ich später zu Hause, als ich mich über Wölfe und Raben im Internet belas, ähnliches gelesen. Raben seien „die Augen der Wölfe“ heißt es etwa in dem Buch des Verhaltensforschers Günther Bloch „„Auge in Auge mit dem Wolf““, über den in diesem Online-Artikel der Frankfurter Rundschau berichtet wird. Ein weiteres Buch, das auf meiner Dringend-Lesen-Liste gelandet ist.

http://www.rundschau-online.de/-die-raben-sind-die-augen-der-woelfe–11564672

 

Seitdem habe ich einige Bildideen im Kopf.

 

Zunächst wollte ich mich dem Thema Rabenvögel aber – gefüttert durch Online-Fotos – mit ein paar Skizzen nähern.

 

Wenn Ihr auf eines der Bilder klickt, öffnet sich die vergrößerte Ansicht.

 

Das Rotwild

Erinnert Ihr Euch an den neugierigen Luchs aus meinem gestrigen Beitrag, der so neugierig die Fütterung des Rotwildes beobachtete?

Das sah in der Tat imposant aus, wie die Herde, ein Tier neben dem anderen, aufgereiht am Futtertrog stand.

 

Bei meinem zweiten Rundgang einige Zeit später lagen sie dann gemütlich zwischen den Bäumen und verdauten.

Der Luchs

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Junger Luchs, Zeichnung, A4 Skizzenbuch, Bleistift, Pastellkreiden, 14.07.2017

 

Zum Thema Luchs fällt mir sofort eines meiner liebsten Kinderbücher ein – Die rote Zora und ihre Bande. Ich habe das Buch wohl zwanzigmal – nein bestimmt noch öfter – gelesen; nur den Anfang habe manchmal überblättert. Zu bewegend, wie Kurt Held den Tod der Mutter, die Beerdigung und die Verlorenheit Brankos beschreibt. Ich habe jedes Mal Rotz und Wasser geheult und bekam eben, als ich das zerfledderte Buch in die Hand nahm und die ersten Sätze las, sofort einen Kloß im Hals.

Im zweiten Teil werden die Kinder von einem Luchs angegriffen, der sie als Nahrungskonkurrenten um seinen gerissenen Fasan betrachtet und werden nur in letzter Sekunde von einem wildernden Bauern gerettet, der sie in seine Hütte aufnimmt.

Schon allein dieser Geschichte wegen ist der Luchs für mich ein märchenhaftes Wesen, stark, schnell, schlau, aufmerksam. Und schön! Wunderschön!

Im Wildpark Schorfheide hatte ich das riesige Glück, einen Luchs ganz aus der Nähe zu betrachten. Sonst sind die Luchse dort weniger geneigt, sich von den neugierigen Parkgästen brav begaffen zu lassen.  Dieser Luchs war aber von der Fütterung des Rotwildes auf der anderen Wegseite so fasziniert, dass er sich gnädig von mir und anderen Besuchern ablichten ließ – bis er erhobenen Hauptes zurück ins dichte Laub entschwand.

 

 

Seht Euch doch mal die riesigen Pfoten dieses schönen Tieres an. Diese und die spitzen Ohren sind wohl die markantesten Luchsmerkmale.