Fernweh – Die Blauen Berge

 

Die Blauen Berge

Die Blauen Berge, Öl auf Leinwand, 70*50 cm, 2016/2017

 

 

Ich sehne mich nach hohen kargen schroffen Bergen, Felsen und Gestein.

Kein Mensch, nirgends.

Im echten Leben so weit zu reisen ist momentan nicht möglich. Aber in meinen Träumen und mit dem Pinsel in der Hand hält mich hier nichts fest.

Ich will ganz nach oben auf die Bergkuppe und in die Ferne blicken. Berge sollen um mich sein, Berge und Schnee. Sonst: nichts.

 

 

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Fernweh – Zugreisen

 

Archiv_6-TscheljabinskBG

Bahnhof Tscheljabinsk, Juni 2005, (C) Agnes Podczeck

Ural

Blick aus dem Zugfenster auf den Ural, Juni 2005, (C) Agnes Podczeck

 

Wenige Geräusche machen mich wehmütiger und wecken meine Sehnsüchte mehr als das Rattern eines Zuges auf den Gleisen.

Als kleines Kind fand ich Zugfahren eher langweilig – so wie wohl die meisten Kinder; bis ich, gerade neun Jahre alt geworden, zum ersten Mal eine Zugfernreise machen durfte. Die zweistündige Fahrt nach Berlin dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Aber dann, als sich unser Zug des Nachts in Richtung Moskau in Bewegung setzte, wurde ich augenblicklich mit einem Virus infiziert, der bis heute nachwirkt.

Bis heute habe ich bestimmt einige Zehntausende Fahrkilometer hinter mich gebracht. Die letzte große Reise machte ich 2005, vor zwölf Jahren. Natürlich immer im Großraumwagen. Das ist wesentlich günstiger als ein Abteil und es bietet sich immer Gelegenheit, seine Mitreisenden und somit Land und Leute kennenzulernen.

Inzwischen soll das Zugreisen in Russland teuer geworden sein und so rückt wohl nicht nur aus gesundheitlichen und zeitlichen Gründen eine Fernreise Richtung Osten in weite Ferne.

Eines Tages quer durchs ganze Land bis nach Vladivostok, Jakutsk und Magadan und eine Überfahrt nach Kamtschatka (Kamtschatka sehen und sterben?), oder wenigstens nur bis zum Baikalsee … was wäre das Leben, wenn alle Träume bereits erfüllt wären?

 

 

Mein zweiter Beitrag zu Myriades Fotoprojekt zum Thema Weite.