Herbstleuchten 4: Ende September

 

Trüb ist es in Berlin auch am Tag nach der Wahl. Das Wetter trägt grau. Ich bin froh darüber. Eitel Sonnenschein über dem Regierungsviertel hätte ich reichlich unpassend gefunden.

Der September geht dem Ende zu. Jetzt ist es auch dem Kalender nach Herbst. Noch ist es relativ mild, aber die Bäume färben sich zusehends. Das hat den Vorteil, dass auch die grauen Tage noch ein wenig Farbe vorgaukeln.

In den städtischen Parks werden die Tupfer der Wiesenblumen langsam durch buntes Herbstlaub ersetzt. Die meisten Rosen sind abgeblüht, doch einige standhafte Sträucher nicken uns noch immer mit rosa Blütenköpfen zu. Sie scheinen sich über die ihnen besondere Beachtung zu freuen.

 

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Wortlos

Experiment in Sepia

 

Heute habe ich mich nach längerem mal wieder an Feder und Zeichentusche herangewagt.

Zunächst habe ich mir auf einem Tischchen ein kleines Ensemble aus Gemüse zusammengestellt und auf einem 30*42 cm großem Universalpapier für Aquarell und Acrylmalerei eine Bleistiftskizze angefertigt. Das war noch relativ einfach – abgesehen davon, dass meine Katze Lina nicht damit einverstanden war, dass ich meine Aufmerksamkeit an irgendein Gemüse vergeuden wollte, anstatt mich ganz ihrer Schönheit zu widmen. Demnächst gibt es wieder ein paar Katzenzeichnungen, habe ich Lina versprochen.

Schwieriger war dann die eigentliche Zeichnung mit Feder und Rohrers Ausziehtusche Sepia. Ich hatte schlicht und einfach Hemmungen und Angst, einen Strich an der falschen Stelle zu setzen oder gar zu klecksen. Ehe ich mich ein wenig davon befreit hatte, war das Bild fast fertig. Der Zeichnung fehlt ein wenig die Fluffigkeit oder das Herz, wie ich finde, sieht eben nach dem aus, was es war – nach einer Übung. Ich zeige sie heute trotzdem – gemessen an meinen Zeichnungen von noch vor einem Jahr ist sie dennoch gar nicht übel und ich zeige Euch hier ja „meinen Weg“ und keine Perfektion.

Endlich eingezeichnet machte ich dann noch eine kleine Rosenzeichnung aus dem Gedächtnis und probierte dabei auch die Nass-in-Nass-Technik aus. Das werde ich also weiter üben.

Schließlich habe ich noch ein anderes Bild von vor zwei Wochen zu retten versucht. Ich hatte Aquarellpapier dabei, jedoch nur Pastellkreiden, womit die wilde Rose, die ich zeichnen wollte, recht blass, stumpf und strukturlos erschien. Da ohnehin nichts zu verderben war, habe ich in der Zeichnung ein wenig mit Feder, Sepia-Tusche und scharlachroter Wasserfarbe herumge… …experimentiert.

Standhaft

blüht sie weiterhin und harrt geduldig aus.

Ihre Blütenblätter wirken schon ein wenig matt,
doch ihrer Schönheit tut das keinen Abbruch.

Im bunten Grau des Herbstwelks
strahlt und leuchtet sie besonders hell.

Diese Rose will sich dem Winter nicht ergeben.

Wie lange wird sie standhalten?