Ein blumiger Spaziergang durch meine kurze Straße

Wer schön länger bei mir liest, weiß, dass ich elf Wochen lang jeweils sonntags einen Blick in das Kübelbeet geworfen habe, das eine Straßennachbarin hier auf dem Fußweg angelegt hat.

Der Link zu den Beiträgen hier.

Der Rhabarber dort dient nicht dem kulinarischen, sondern dem visuellen Genuss der Passanten. Daher ist die Blüte inzwischen mannshoch geschossen und der Blütenstengel selbst hat Blätter bekommen. Dass eine Rhabarberblüte so lange unbeeinträchtigt stehen durfte, habe ich noch nie beobachten dürfen und so bin ich gespannt, wie sich die pflanzlichen Dinge hier weiter entwickeln.

Ansonsten gibt es Erdbeeren (die aber hoffentlich genascht werden, es täte mir weh, sie gammeln zu sehen ;-)), Hyazinthen, Tulpen, einen Rosenstock, der bereits Knospen zeigt und ach, noch vieles mehr. Es versteht sich, dass hier auch der hübsche Löwenzahn stehen bleiben und seinen Pustesamen verbreiten darf.

Die Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben offensichtlich ebenfalls einen kulanten Hausbesitzer und haben letzten Monat kübeltechnisch aufgerüstet. Mal sehen, was hier noch so alles wachsen wird.

Ein anderer Nachbar hat sich ein eigenes kleines Blumenreich geschaffen. Wenn man schon dunkel und kalt im Erdgeschoss lebt, dann darf man, finde ich, auch die Freuden eines quasi-Gartens vor der Haustür nutzen. Hier sitzt er an lauen Sommernächten bei Bier und Schlager. Das trifft zwar nicht meinen Musikgeschmack, tut der Idylle aber trotzdem keinen Abbruch.

In einem späteren Beitrag zeige ich Euch die Blumentöpfe der Nachbarstraße. Dort ist es nämlich noch viel bunter, haben sie noch auch einen doppelt so großen Bürgersteig zur Verfügung – so die Hausbesitzer Toleranz wahren und nicht auf Hochprofit aus sind. Das ist nämlich ein ganz anderes und absolut nicht blumigeres Thema.

Advertisements

Rhabarber und Hyazinthe 11 – Das Ende

 

Ist Ostern kühl und nass, steht uns ein sonnig warmes Pfingstfest bevor – behaupte ich ganz trotzig.

Und so ganz schlecht ist das diesjährige Osterwetter auch nicht. Hagel – Regen – Sonnenschein – war wäre der April ohne diese stete Unbeständigkeit. Die Pflanzenwelt weiß den Regen sehr zu schätzen. So wundervoll grün werden Gras und Bäume hier in der Stadt nicht lange bleiben.

Nun ein letzter sonntäglicher Blick ins Rhabarberbeet. Ab kommender Woche folgt dann eine neue Beitragsreihe, die den Blick etwas weiter über den Kübelrand unserer Straße richten will.

 

 

 

 

Rhabarber und Hyazinthe 10

Rhabarber und Hyazinthe 9

Der Blick in die Kübelbeete vor dem Nachbarhaus ließ mich staunen: die Rhabarberpflanze, die offensichtlich „nur“ zur Zierde dient, schießt schon in die Blüte. Fast kann man der Knospe beim Wachsen zusehen.

Die Hyazinthe blüht noch immer und auch die Narzissen leuchten nun mit ihren gelben Blüten. Im Nachbarkasten zieht eine wunderschöne und tiefrote Ranunkel die Blicke auf sich.

Ich habe inzwischen vor meinem dunklen Hinterhausfenster Zuckererbsen ausgelegt und bin gespannt, ob Licht und Wärme zum Keimen und Wachsen ausreichen. Vor unserem Haus, auf der bisher als Hundeklo und Müllplatz benutzten Baumscheibe, habe ich inzwischen ein paar Stiefmütterchen gepflanzt und hoffe auf baldige Ableger aus dem elterlichen Garten, um sie dazuzusetzen. Offensichtlich diente mein Beispiel als Anregung: eine weitere Baumscheibe ist mit Komposterde bedeckt. Mal sehen, was die Nachbarn hier so einbuddeln.

Die Bilder können durch einen simplen Klick vergrößert werden.

 

 

Hier die früheren Beiträge. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich mit den ersten Aufnahmen vor neun Wochen.

Rhabarber und Hyazinthe 1

Rhabarber und Hyazinthe 2

Rhabarber und Hyazinthe 3

Rhabarber und Hyazinthe 4

Rhabarber und Hyazinthe 5

Rhabarber und Hyazinthe 6

Rhabarber und Hyazinthe 7

Rhabarber und Hyazinthe 8

Rhabarber und Hyazinthe 8

 

Zwei Monate, nachdem ich diese wöchentliche Beitragsreihe begonnen habe, ist der Rhabarberkübel nicht mehr wiederzuerkennen. Rhabarberstängel und Blätter leuchten saftig, die Hyazinthe betört mit ihrer Schönheit und himmlischem Duft. Zitronenmelisse lugt zart aus dem Boden und die Narzissenblüten stehen in den Startlöchern. Werden sie sich bis zu Ostern Zeit lassen?

 

 

Vorherige Beiträge:

Rhabarber und Hyazinthe 1

Rhabarber und Hyazinthe 2

Rhabarber und Hyazinthe 3

Rhabarber und Hyazinthe 4

Rhabarber und Hyazinthe 5

Rhabarber und Hyazinthe 6

Rhabarber und Hyazinthe 7