Stillleben: Tomaten

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Dieses Stillleben malte ich vor einem Jahr. Einige der alten Bilder habe ich inzwischen übermalt. Dieses jedoch halte ich für behaltenswert.

Ich werde es in der „Ausstellung“ im August zeigen, von der ich noch berichten werde.

 

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Stillleben

Orangen, Stillleben, Öl auf Acryl, 30*24 cm  Leinwand auf Keilrahmen

Orangen, Stillleben, Öl auf Acryl, 30*24 cm Leinwand auf Keilrahmen

Als ich meine zwei allerbesten Busenfreundinnen im April fragte, ob und welches Bild von mir sie sich jeweils wünschen würden, zeigten beide auf zwei kleine Stillleben, Ölfarbe auf Leinwand. Naturgemäß wollten sie aber natürlich nicht diese, sondern zwei eigens für sie angefertigte Bilder. Sie sei gespannt, was ich mir für sie überlegen würde, meinte A, was meinen eigenen Antreiber und Leistungspeitscher nicht unbedingt besänftigte.

Nun hatte ich ja während meiner Klinikzeit und noch lange danach keine Gelegenheit und auch nicht die Kraft für die Ölmalerei – abgesehen davon, dass ich ja noch nicht so lange male und meine Erfahrungen mit diesen Farben sowieso recht spärlich waren. So hatte ich entsprechend große Hemmungen, diese Farben wieder zu benutzen. Aber vor ein paar Wochen ist der Knoten geplatzt und so stehe ich immer wieder an der Staffelei und probiere mich an Stilleben aus.

Das hier gezeigte Bild war das erste Nachklinikölstillleben. Die Früchte gefallen mir gut, aber der Teller war eine Herausforderung . Das liegt auch an der besonderen Schwierigkeit, die die Lichtverhältnisse der Wohnung und die Verderblichkeit des Obstes bei gleichzeitiger langer Arbeitsdauer an einem Bild mit sich bringen. Die Beleuchtung so zu arrangieren, dass die Schatten annähernd ähnlich fallen, erschien mir unmöglich, nochzumal ich die Orangen ständig aß und durch neue, etwas anders geformte, ersetzte, damit sie nicht schimmelten (was mir tatsächlich einmal passiert war).

Ein erstes Bild, von dem ich denke, dass es auf die eine der beiden passt, ist bereits fertig und da ich denke, dass es schade ist, dass ich es bald hergeben muss, ist es wohl ganz ansehnlich, wenn auch nicht „perfekt“ geworden. Ich zeige es hier jetzt aber noch nicht, um bei den beiden die Vorfreude und die Spannung nicht zu verderben.

Rosen und welkende Sonnenblume

 

 

Rosenblüten eignen sich perfekt für Zeichenübungen und sind derzeit überall in der Stadt zu finden. Jedoch – je nach Windstärke halten auch diese Modelle nie wirklich still und an locker bewölkten Tagen muss man auch mit dem Wechsel von Licht und Schatten zurechtkommen.

Dennoch ziehe ich eine Blüte am lebenden Strauch einer perfekt ausgeleuchteten abgeschnittenen Blume in der Vase zu Hause vor. Schnittblumen machen mich irgendwie auch traurig. Nochzumal ich inzwischen genug Informationen über konventionelle Massenblumenzucht habe, um gerne auf die stete Vasenblütenpracht zu Hause zu verzichten. Doch hat sich doch einmal eine Schnittblume in mein Haus verirrt, wird sie als lieber Gast behandelt, gehegt und gepflegt. Und gezeichnet! Wie diese Sonnenblume, die W geschenkt bekam und die beim Fahrradfahren einiges an Federn (Blütenblättern) lassen musste. Ich habe mich an Feder, Pinsel und Tusche probiert, die mir prompt auf der linken Vasenseite verlief. Also hier nur ein Ausschnitt der heutigen Zeichnung.

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Sonnenblume, welkend (c) Agnes Podczeck

 

Experiment in Sepia

 

Heute habe ich mich nach längerem mal wieder an Feder und Zeichentusche herangewagt.

Zunächst habe ich mir auf einem Tischchen ein kleines Ensemble aus Gemüse zusammengestellt und auf einem 30*42 cm großem Universalpapier für Aquarell und Acrylmalerei eine Bleistiftskizze angefertigt. Das war noch relativ einfach – abgesehen davon, dass meine Katze Lina nicht damit einverstanden war, dass ich meine Aufmerksamkeit an irgendein Gemüse vergeuden wollte, anstatt mich ganz ihrer Schönheit zu widmen. Demnächst gibt es wieder ein paar Katzenzeichnungen, habe ich Lina versprochen.

Schwieriger war dann die eigentliche Zeichnung mit Feder und Rohrers Ausziehtusche Sepia. Ich hatte schlicht und einfach Hemmungen und Angst, einen Strich an der falschen Stelle zu setzen oder gar zu klecksen. Ehe ich mich ein wenig davon befreit hatte, war das Bild fast fertig. Der Zeichnung fehlt ein wenig die Fluffigkeit oder das Herz, wie ich finde, sieht eben nach dem aus, was es war – nach einer Übung. Ich zeige sie heute trotzdem – gemessen an meinen Zeichnungen von noch vor einem Jahr ist sie dennoch gar nicht übel und ich zeige Euch hier ja „meinen Weg“ und keine Perfektion.

Endlich eingezeichnet machte ich dann noch eine kleine Rosenzeichnung aus dem Gedächtnis und probierte dabei auch die Nass-in-Nass-Technik aus. Das werde ich also weiter üben.

Schließlich habe ich noch ein anderes Bild von vor zwei Wochen zu retten versucht. Ich hatte Aquarellpapier dabei, jedoch nur Pastellkreiden, womit die wilde Rose, die ich zeichnen wollte, recht blass, stumpf und strukturlos erschien. Da ohnehin nichts zu verderben war, habe ich in der Zeichnung ein wenig mit Feder, Sepia-Tusche und scharlachroter Wasserfarbe herumge… …experimentiert.

Goldröschen

 

 

Bald geben Forsythie und Kornellkirsche den gelbblühenden Staffelstab an das Japanische Goldröschen weiter, das uns teilweise bis in den August hinein mit seinen gelben Blüten erfreuen kann.

Das Goldröschen ist auch als Kerrie oder Ranunkelstrauch bekannt und zählt zu den Rosengewächsen. Mit der Ranunkelblume ist es übrigens nicht verwandt.

In seiner Urform hat der Strauch die für diese Pflanzengattung üblichen fünf Blütenblätter. Die hier fotografierte Blüte ist eine gefüllte Zuchtvariante.

Ich habe mir erlaubt, einen kleinen Zweig abzubrechen und als Zeichenvorlage mitzunehmen. Die Vase und die Blätter perspektivisch darzustellen, fand ich dieses Mal besonders schwierig. Zur Fehlerkorrektur habe ich mich durch eine dunkle Schraffur der Vase zu retten versucht, finde das Ergebnis aber noch nicht optimal. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich.