Wolf

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Wolf, Zeichnung auf A4 Steinpapier, Feder, Pinsel, Tusche, Oktober 2017
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Schabernack

Gerade bastele ich an einem bunten Herbstprojekt. Die „Zeichnungen für große und kleine Kinder“, Einhörner und Katzenbilder sollen demnächst eine eigene Webpräsenz haben. Mit diesen vorgefertigten Themen auf WordPress ist das ja – eigentlich – kein Problem. Trotzdem habe ich jetzt erst mal keine Lust mehr auf Schreibtisch und PC und lade einfach mal eine kleine Skizze von heute Abend hoch.
Euch vorab schon einmal einen bunten Sonntag.

Miezies Abenteuer

20170909_SchabernackBG Schabernack, 09.09.2017

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Wider den Herbstblues

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Der Chor, August 2017, (c) Agnes Podczeck

 

Üblicherweise beginne ich bereits im August, wehmütig zu werden, das nahende Ende des Sommers zu betrauern und mich vor den dunklen, kalten und nassen Herbst- und Wintermonaten zu fürchten.

Natürlich weiß ich, dass das unnütz ist; der Sommer wird vergehen, wie jedes Jahr. Ändern kann ich daran nichts, solange ich in dieser Klimazone lebe und mit meinem Gram mache ich mir nur selbst das Leben schwer. Das ist mir alles klar, glasklar – vom Verstande her.  Aber einige von Euch werden selbst erfahren haben – das Wissen um Zusammenhänge ist das eine. Eine ganz andere Angelegenheit sind die tatsächlichen Emotionen, die Stimmen, die sich im Inneren regen und die jeglicher Vernunft zum Trotz die Gefühlswelt in einer Art und Weise beeinflussen, die rationalem Denken, Wissen und Verstand absolut nicht zugänglich sind.

Und so waren auch einige Tage im diesjährigen August geprägt von einem unbestimmten Gefühl der Gefahr, der Bedrohung, des nahenden Endes. Der kommenden Dunkelheit. Verbunden mit einem tragischen und mich selbst blockierenden Zusammenhang: je schöner und heller die Tage, desto trübsinniger die Stimmung, desto größer die Angst und desto stärker blockiert mich die drohende Wand der baldigen Dunkelheit.

Noch ist die Wand nicht dicht genug, dass mich mich nicht gegen sie wehren kann. Drum will ich nun genau das Gegenteil von dem tun, wonach mir zumute ist und hoffe – ja vertraue sogar – auf Selbstkonditionierung.

Den September begrüße ich hier mit diesem tierischen bunten Chor.

Ich mache mich auf die Pirsch nach den bunten Farben des eintreffenden Herbstes. Vermehrt wird wird es wieder Fotobeiträge von meinen Achtsamkeitsspaziergängen geben, bei denen ich Schönheit der neuen Jahreszeit entdecken und die allmählichen Veränderungen bewusst wahrnehmen werde.

Zudem habe ich eine neue Kraftquelle für mich entdeckt. Ich habe letzte Woche ein Gebiet Wald in der Schorfheide entdeckt, mit der Bahn bequem und kostengünstig erreichbar und dennoch menschenleer. Kilometerweit kann ich gehen, ohne eine Straße zu queren, ein Auto zu hören, auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Der Wald ist dicht und so abwechslungsreich, wie ich es so nahe bei Berlin niemals vermutet hätte. Die Kraft, die mir eine einzige einsame Waldwanderung dort gegeben hat, machte mir den nötigen Mut, dass ich die kommende Zeit nicht nur überstehen, sondern auch werde genießen können.

Für alle, die ähnlich mir mit dem Sommerende hadern: morgen soll es den ersten Die-Schönheit-des-Herbstes-Beitrag geben. Vielleicht habt Ihr ja Lust, Euch anzuschließen? Dann verlinke ich Euch gern.

Roter Riese

 

Noch eine Zeichnung aus dem Naturkundemuseums vom Monatsanfang:

Dieses Riesenkänguru ist ein fast 200 Jahre altes Präparat. Faszinierend, dass es noch immer so gut erhalten ist. Auf Bauch und Brust ist die Naht sehr gut zu sehen und dementsprechend merkwürdig mutet die stolze Haltung, die sich die Präparaten für das Tier ausgedacht haben. „Na, suchst Du Streit?!“, scheint es zu fragen.

 

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Übrigens – Ich kann kein Känguru mehr sehen, ohne die die Stimme Marc-Uwe Klings im Ohr zu haben. Seine grandiose Känguru-Triologie hilft mir so manchen Abend beim Einschlafen.

 

 

 

 

 

Knut, der Superstar

Eisbär, Knut, Naturkundemuseum Berlin
Eisbär Knut – auch heute noch ein Publikumsmagnet, Zeichnung, Fineliner, Skizzenbuch A5, 01.08.2017

Viele werden sich noch an den riesigen Hype um das Eisbärbaby Knut erinnern, dem sich damals niemand entziehen konnte.

Der einstige Superstar und Liebling des Berliner Zoos (West) lebte nicht nur im permanenten Rampenlicht, sondern starb makabererweise auch unter den Augen der Zoobesucher; gerade einmal vier Jahre alt.

Sodann wurde er ausgestopft und ging als Eisbärpräparat auf Reisen. Derzeit gehört er zu den Attraktionen des Berliner Naturkundemuseums.

Als ich am Dienstag dort war, erwies ich ihm selbstredend meine Ehre – mit meinem Zeichenstift. Über Knuts Schädelform war ich höchst erstaunt – besonders über die Profilansicht. Dass ein Eisbärenschädel geradezu stromlinienförmig spitz zuläuft – ganz im Gegensatz zur Kopfform einer anderer Bärenarten und auch des beliebten Plüschteddies – war mir bis Dienstag nicht bewusst.

Solche Details interessierten das Gros der Besucher, die Knut passierten während ich dort zeichnete, arg wenig. Selfie mit Knut war Spitzenreiter unter den Attraktionen. Gruppenbild mit Knut war ebenfalls sehr hoch im Kurs: Bitte lächeln. Knut jedenfalls scheint uns Betrachtern tatsächlich zuzulächeln. Zufall oder touristisches Mitdenken der Kollegen Präparatoren (und Präparatorinnen, um ganz genau zu sein)?

Knut, Eisbär, Naturkundemuseum
Knut – kein Bär von Traurigkeit? Zeichnung, Fineliner, Skizzenbuch A5, 01.08.2017