Herbstleuchten 5: Im Herbstwald

 

 

 

 

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Und es ward Stille

 

 

Alle waren sie fassungslos, standen stumm, erstarrt. Selbst die Blätter an den Bäumen wagten nicht zu rascheln.

Duldsam waren sie gewesen. Nur wenige hatten die Menschen bisher aus ihrer Mitte geholt. Die Schwachen. Die angeblich Nutzlosen. Die Unbeliebten. Die Anderen. Dann war eine Weile Ruhe gewesen und sie hatten gedacht, aufatmen zu können. Sowieso – hätten sie etwas anderes tun können, als still die Stirn zu runzeln und sich innerlich von den Grobianen zu distanzieren?

Nun hatte es das kleine Einhorn getroffen. Alle hatten es geliebt. Es war schnell gewesen, wild, unbezähmbar, gewitzt und phantasievoll. Es sang die wundervollsten Lieder und konnte Geschichten erzählen, die alle in eine andere Welt versetzte.

Nun lag es hier. Hauchte sein Leben aus. Löste sich auf. Ins Nichts.

Und nun?

 

Die Tuschezeichnungen entstanden auf A3 Papier, waren daher nicht normal einzuscannen und reflektierten das Licht beim Photographieren. Daher ist die Bildqualität hier nicht optimal. Wenn ich eine andere Digitalisierungsmöglichkeit gefunden habe, werde ich die Zeichnung nochmals einstellen.