Magisches Krafttier

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Rettung naht, Tinte und Aquarell auf Steinpapier A4, Januar 2018

 

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Märchenzeit

 

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Endlich ist der Dezember da! Für mich erleichternd, befreiend, aus ganz persönlichen Gründen, über die ich beizeiten erst berichten werde.

Winterzeit ist Märchenzeit. Daher habe ich letzte Woche mir nochmal das Motiv von Snegurotschka vorgenommen, dem Schneemädchen aus dem russischen Märchen, das zumindest zu miner Kindheit dazugehörte.

Dummerweise zeichnete ich auf Steinpapier und benutzte den alten Schulfüller mit einer Patrone aus nicht wasserfester Tinte und beim Ausradieren der Bleistiftvorzeichnung verschmierte nicht nur Snegurotschkas Gesicht. Also nahm ich Acrylfarbe und versah alles noch einmal mit einer Farbschicht. So ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber weil heute der erste Dezember ist, will ich unbedingt das Schneemädchen zeigen und damit auch mal wieder üben, dass nicht immer alles perfekt sein muss, um „zu genügen“, denn für einen märchenhaften Gruß an Euch ist die Zeichnung allemals geeignet.

Ich verlinke passend zur Jahreszeit hier noch einmal meine Version des russischen Märchens, vor drei Jahren für einen russischen Märchennachmittag selbst umgeschrieben und später ins häusliche Diktiergerät gesprochen. Viel Spaß beim hören, wenn Ihr mögt.

 

 

Ich bin ein Fuchs, bin ich?

 

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Best Fox Ever, © Agnes Podczeck 2017

 

Nachdem ich durch das Bloggen gleichzeitig vom Fotografierfieber infiziert wurde, war es nur eine Frage der Zeit, mir eine Lösung für das Sichern der zigtausend entstandenen Fotodateien zu überlegen. Die seit Jahren vorhandenen beiden externen Festplatten schienen dafür nicht zu gebrauchen, weil für sie Windows installiert waren. Ich hatte aber vor nun längerer Zeit einen gebrauchten Mac ins Haus bekommen. Für weitere externe Festplatte war/ist kein Geld da.

Sicherungskopien und Backups fielen daher aus. Das Problem schob ich monatelang erfolgreich vor mir her.

Das Kopf-In-Den-Sand-Stecken funktioniert leider nur begrenze. Vor zwei Tagen war die mac-Festplatte endgültig voll. Nicht ein Fitzelchen Speicherplatz mehr frei!, Alarm!, Arbeiten nicht mehr möglich!, beklagte sich das das Computerchen.

Not macht manchmal auch erfinderisch und ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich alleine auf die Lösung gekommen bin, ohne augenklimpernd Hilfe erbettelt zu haben:

Den alten Laptop mit altem Windows anschmeißen; Dateien so hin und her schieben, dass der Inhalt der vorhandenen zwei Festplatten auf eine passt. Geduldig sein – das dauert viele viele Stunden. Dann die Mutprobe: Festplatte an den Mac anschließen, (alleine!) formatieren und sogar partitionieren. Ich kann die Festplatte nun sowohl für Windows als auch Mac OS nutzen.

Die größte Herausforderung: auf den Button „Formatieren“ drücken, denn das heißt alle Daten auf der gesamten

Festplatte löschen. Löschen = Wegwerfen = Das kann ich nicht. Guckst du wohl, das kann ich doch!

Nach getaner Arbeit lehne ich mich zurück und lobe mich augenzwinkernd: Seht her, was für ein Fuchs ich bin!, rufe ich meinen Katzen zu. Die aber ignorieren mich und zollen mir keinerlei Respekt.

Später überlege ich, dass Fuchs das eines der ganz wenigen positiven tierische Attribut ist, das wir  in unserem Sprach- und Kulturraum verwenden. Sofern ich das „listig“ und „hintertrieben“ für den Fuchs nicht mitdenke:

 

Der Elefant ist ein Trampel.

Die Schlange – falsch

Der Hund – untergeben, heuchlerisch. Und Hündin ist ja wohl auch eine Beleidigung.

Die Katze schleicht um den heißen Brei und ist nur auf ihren Vorteil bedacht.

Esel, Gans und Huhn sind dumm. Das Schaf erst recht. Du blöde Kuh!

Die Ziege eine Zicke.

Der Spatz ist mickrig!

Die Elster  – natürlich eine Diebin.

Rabenmutter!

Das Schwein, das Ferkel, die Sau – vollkommen verdreckt.

Der böse böse böse Wolf.

 

Ganz davon abgesehen, dass diese Zuschreibungen fern jeder Realität sind – was sagt das über unsere Arroganz und Ignoranz aus? *

Es gibt doch sicher Regionen auf der Erde, in denen diese Zuschreibungen komplett andere sind, oder täusche ich mich?

 

Habt Ihr Euch einmal näher damit einmal befasst und könnt Beispiele nennen?

 

*

Im Nachhinein fällt mir ein, dass zumindest der Storch ein positiv konnotierter Vogel ist – jedenfalls für alle die, deren Familienplanung noch offen ist. Aber sonst verwenden wir Tiernamen in der Mehrheit als Beschimpfung. Oder täusche ich mich?

Teaser

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Wolfskind im Windpark Schorfheide, Lamyfüller auf A4 Aquarellskizzenpapier, (c) Agnes Podczeck

 

Diese kleine Skizze soll als Teaser den hoffentlich beachtlichen Output nach meinem großartigen Erlebnis gestern im Wildpark Schorfheide samt der einen oder anderen Hintergrundinformationen einleiten.

Ohne viele Worte zu machen, kann ich hier schon einmal meine allerwärmste Empfehlung für den Besuch geben.

https://www.wildpark-schorfheide.de/de/