Abgesang

 

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Der Lieblingsbaum, Tusche und Aquarellfarben auf A4-Aquarellpapier, 18.10.2017

 

Der Lieblingsbaum der Kinder (Siehe gestriger Beitrag) ist nicht mehr. Als ich heute Nachmittag in den Park kam, um ihn aus einer anderen Perspektive zu zeichnen, lag er zersägt und aufgeschichtet. Der Baumstumpf zeigt – er war wohl morsch. Und so ist es vielleicht ein Glück, dass Xavier an ihm seine stürmischen Kräfte erprobte, bevor ein kletterndes Kind mitsamt einem hohlen Ast abstürzen konnte.

 

Viele traurige Gesichter um das nun ehemalige Bäumchen. Enttäuschte Kinder führen ihre Mütter her: Mama, guck! Andere machen das denkbar beste aus der Situation und nutzen den Stamm als warmen Sitzplatz, um die auch heute wärmende Oktobersonne zu genießen.

 

Ich werfe ein Bild vom kurzen Baumstumpf aufs Papier. Die Frau, die auf zurechtgelegten Stamm sitzt, wage ich nicht zu fragen, ob ich sie so zeichnen darf. Wahrscheinlich hätte sie es gar nicht abgelehnt. Sie sah sympathisch aus und gehörte zur Gattung Zeitungsleserin; den „Freitag“ hatte sie in ihrer Hand. Das Bild wär‘ schön geworden – in meiner Phantasie.

 

Doch fotografisch habe ich ihm noch Respekt gezollt und hier nun seht meinen Abgesang auf ihn –  den Lieblingsbaum der Kinder.

 

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Kirschen

An den frühblühenden Kirschbäumen hängen nur noch einige wenige Nachzüglerblüten. Die spätblühende Japanische Zierkirsche hingegen – entlang des Mauerwegs nördlich der historisch bekannten Bornholmer Straße – stand zumindest vergangenes Wochenende in allerhöchster Pracht.

Die abgeblühten Kirschbäume südlich der Bornholmer Brücke hingegen tragen zu meinem riesigen Erstaunen sogar Fruchtansätze. Wieder muss ich zugeben: Jahre schon wohne ich in dieser Gegend, unzählige Male bin ich diesen Weg gegangen. Aber dass es sich hier um tragende Bäumchen handeln könnte, auf diese Idee war ich noch nie gekommen.

Wie geht es den Obstbäumen in Euren Gärten? Haben sie den frostigen April überstanden? Waren die Bienen und Hummeln fleißig?

 

 

Rhabarber und Hyazinthe 11 – Das Ende

 

Ist Ostern kühl und nass, steht uns ein sonnig warmes Pfingstfest bevor – behaupte ich ganz trotzig.

Und so ganz schlecht ist das diesjährige Osterwetter auch nicht. Hagel – Regen – Sonnenschein – war wäre der April ohne diese stete Unbeständigkeit. Die Pflanzenwelt weiß den Regen sehr zu schätzen. So wundervoll grün werden Gras und Bäume hier in der Stadt nicht lange bleiben.

Nun ein letzter sonntäglicher Blick ins Rhabarberbeet. Ab kommender Woche folgt dann eine neue Beitragsreihe, die den Blick etwas weiter über den Kübelrand unserer Straße richten will.

 

 

 

 

Rhabarber und Hyazinthe 10

Baumblüte

 

 

Es ist nichts ungewöhnliches, dass die Bäumchen unter der Bornholmer Straße in Berlin wieder zu blühen beginnen. Hier, unter der Brücke, scheint das Klima besonders blühfördernd zu sein. Sicher liegt das auch an der Baumsorte – Zierkirschen stehen hier, sofern ich richtig informiert bin. So konnten wir hier manches Jahr auch noch bzw. schon zur Weihnachtszeit unter den zartrosa Bäumchen entlanggehen, wenn der Herbst nur warm genug war.

Das Bild habe ich am sonnig warmen Sonnabendnachmittag aufgenommen. Bald wird die kleine Baumallee sattrosa leuchten und vielen Spaziergängern ein Aah! und Ooh! entlocken.